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Politische Ponerologie -
Die Wissenschaft über die Natur des Bösen und seiner Anwendung für politische Zwecke
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Politische Ponerologie
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Kapitel 5 - Pathokratie
Es hat den Anschein, dass dieses Phänomen, dessen Ursachen potentiell in jeder Gesellschaft vorhanden sind, seinen eigenen charakteristischen Entstehungsprozess hat, der nur teilweise durch die maximale hysterische Intensität im bereits erwähnten Kreislauf bedingt ist und in ihm verborgen liegt. Das Resultat dieser Krankheit ist, dass die sogenannten schlechten Zeiten außergewöhnlich grausam und langandauernd sind, und ihre Ursachen innerhalb der Kategorien natürlicher menschlicher Konzepte unmöglich zu verstehen sind. Wir wollen deshalb den Prozess des Beginns einer Pathokratie näher betrachten und ihn methodisch von anderen Phänomenen isolieren, die durch ihn bedingt werden oder ihn begleiten. Ein psychologisch normaler, hochintelligenter Mensch, der in eine hohe Position berufen wird, hat normalerweise Zweifel, ob er die Erwartungen, die in ihn gesetzt werden, erfüllen kann. Er wird andere Menschen um Rat bitten, deren Meinungen er schätzt. Zur selben Zeit wird er etwas Nostalgie für sein altes Leben fühlen, das freier und weniger belastend war, und in das er, nachdem er seine sozialen Verpflichtungen erfüllt hat, gerne wieder zurückkehren möchte. Weltweit gibt es in jeder Gesellschaft Menschen, deren Machtträume schon sehr früh aufkeimen, wie wir bereits besprochen haben. Sie werden im Allgemeinen von der Gesellschaft auf die eine oder andere Weise benachteiligt, die eine moralisierende Interpretation in Bezug auf ihr Versagen und die Probleme, die sie bereiten, benutzt, obwohl man ihnen nur selten die Schuld dafür geben kann, wenn man Moral präzise definiert. Diese Menschen wollen diese unfreundliche Welt in eine andere verwandeln. Machtträume repräsentieren auch eine Überkompensation des Gefühls der Demütigung, den zweiten Gesichtspunkt in Adlers Rhombus1. Ein bedeutender und aktiver Anteil dieser Menschengruppe besteht aus Personen mit verschiedenen Abweichungen, die sich eine solche bessere Welt auf ihre eigene Art und Weise vorstellen, wie uns bereits bekannt ist. Im vorigen Kapitel wurde der geneigte Leser mit Beispielen solcher Abweichungen vertraut gemacht, die so ausgewählt waren, um uns nun eine Darstellung der Ponerogenese der Pathokratie zu erlauben und damit wir die essentiellen Faktoren dieses so schwer zu verstehenden historischen Phänomens einarbeiten können. Pathokratie kam zweifellos oftmals in der Geschichte vor, in verschiedenen Ländern und in den verschiedensten sozialen Schichten. Es war jedoch noch niemand in der Lage, sie objektiv zu identifizieren, da sie sich in einer der Ideologien versteckte, die in den jeweiligen Kulturen und Ären vorherrschte. Sie entwickelte sich genau an der Basis der verschiedenen sozialen Bewegungen. Eine Identifikation war und ist deshalb so schwierig, weil das unabdingbare naturalistische Wissen, das für die richtige Klassifizierung von Phänomenen in diesem Bereich benötigt wird, bis heute nicht entwickelt wurde. Folglich erkennen Historiker und Soziologen viele Ähnlichkeiten, doch sie sind nicht im Besitz von Erkennungsmerkmalen, denn diese sind zu anderen wissenschaftlichen Disziplinen zugehörig. Wer spielt im Prozess der Entstehung einer Pathokratie die erste, ausschlaggebende Rolle, Schizoide oder Charakteropathen? Es scheinen die Ersteren zu sein; wir wollen deshalb ihre Rolle zuerst skizzieren. In stabilen Zeiten, die angeblich glückliche Zeiten sind, obgleich sie von der Ungerechtigkeit gegenüber anderen Menschen und Nationen abhängen, glauben doktrinäre2 Menschen, dass sie für die Reparatur der Welt ein einfaches Rezept gefunden haben. Eine solche historische Periode ist immer durch eine Verarmung der psychologischen Weltsicht charakterisiert, sodass eine schizoid verarmte Weltsicht in solchen Zeiten nicht als merkwürdig hervorsticht, sondern als gesetzliches Gebot akzeptiert wird. Diese doktrinären Menschen manifestieren charakteristisch eine gewisse Missachtung für Moralisten und predigen daraufhin die Notwendigkeit für die Wiederentdeckung verlorener menschlicher Werte und die Entwicklung einer reicheren, passenderen psychologischen Weltsicht. Schizoide Charaktere zielen darauf ab, ihre eigene Konzeptwelt anderen Menschen oder sozialen Gruppierungen aufzuerlegen, indem sie relativ kontrollierten Egotismus und eine außergewöhnliche Hartnäckigkeit, die aus ihrer widerstandsfähigen Natur stammt, anwenden. Aus diesem Grund sind sie schließlich in der Lage, die Persönlichkeit eines anderen Menschen zu überwältigen, was dessen Verhalten verzweifelt unlogisch werden lässt. Sie können auch einen ähnlichen Einfluss auf die Gruppe von Menschen ausüben, der sie sich angeschlossen haben. Sie sind psychologische Einzelgänger, die sich daraufhin in einer menschlichen Organisation beginnen besser zu fühlen. Dort werden sie zu Eiferern für eine bestimmte Ideologie, religiösen Fanatikern, zu Materialisten oder satanistischen Anhängern. Wenn ihre Aktivitäten aus direktem Kontakt in nur kleinen sozialen Gruppierungen bestehen, werden sie in ihrem Bekanntenkreis lediglich als exzentrisch angesehen, was ihre ponerogenische Bedeutung etwas einschränkt. Wenn sie es jedoch schaffen, ihre eigene Persönlichkeit hinter geschriebenem Wort zu verstecken, kann ihr Einfluss die Köpfe der Gesellschaft auf breiter Basis und für lange Zeit beeinflussen. Das beste Beispiel für die Bestätigung dieser Aussage ist Karl Marx, da er die bekannteste Persönlichkeit dieser Art war. Frostig3, ein Psychiater der alten Schule, reihte Engels und auch andere seiner Mitstreiter in eine Kategorie ein, die er die „bärtigen schizoiden Fanatiker“ nannte. Die berühmten Schriften, die den „Weisen von Zion“ zur Jahrhundertwende zum 20. Jh. zugeschrieben werden, beginnen mit einer typischen schizoiden Deklaration.4 Das neunzehnte Jahrhundert, besonders dessen zweite Hälfte, scheint eine Zeit der außergewöhnlichen Aktivität von schizoiden Menschen gewesen zu sein, oft, doch nicht immer aus jüdischer Abstammung. Wir dürfen nicht vergessen, dass 97% aller Juden diese Anomalie nicht aufweisen und dass sie ebenfalls in allen europäischen Nationen auftritt, obgleich in deutlich geringerem Ausmaß. Unser Erbe aus dieser Periode beinhaltet Weltbilder, wissenschaftliche Traditionen und rechtliche Konzepte, die mit den minderwertigen Zutaten einer schizoiden Auffassung der Realität gewürzt sind. Humanisten sind darauf vorbereitet, diese Periode und ihr Erbe innerhalb von Kategorien zu verstehen, die durch ihre eigenen Traditionen charakterisiert sind. Sie suchen nach sozialen, ideellen und moralischen Ursachen für bekannte Phänomene. Solch eine Erklärung kann jedoch niemals die ganze Wahrheit zeichnen, da sie die biologischen Faktoren ignoriert, die an der Entstehung dieser Phänomene beteiligt sind. Schizoidität ist dabei der häufigste Faktor, aber nicht der einzige. Trotz der Tatsache, dass die Schriften schizoider Autoren die oben erwähnten Defizite, oder sogar eine offen formulierte schizoide Deklaration enthalten, welche für Spezialisten entsprechende Warnungen sind, akzeptiert sie ein durchschnittlicher Leser nicht als eine von dieser Anomalie verdrehte Sichtweise der Realität, sondern eher als Idee, die er ernsthaft auf Basis seiner Überzeugungen und seiner Vernunft in Erwägung ziehen sollte. Das ist der erste Fehler. Die übervereinfachten Ideenmuster, frei von psychologischer Vielfalt und basierend auf leicht verfügbaren Informationen, haben die Tendenz, auf Menschen einen stark fesselnden Einfluss auszuüben, die wenig kritisch und als Resultat einer abwärts gerichteten sozialen Ausrichtung häufig frustriert sind, die kulturell kaum bewandert oder selbst von einem psychologischen Mangel betroffen sind. Solche Schriften sind für eine hysterisierte Gesellschaft besonders attraktiv. Andere Menschen wiederum werden beim Lesen solcher Texte sofort zu Kritik - auf Basis ihres gesunden Menschenverstandes - hingerissen sein, obwohl auch sie die eigentliche Ursache des Irrtums nicht begreifen: dass er einem biologisch abweichenden Geist entstammt. Gesellschaftliche Interpretationen solcher Texte und doktrinäre Erklärungen verzweigen sich auf drei unterschiedliche Ansichten und erzeugen Trennung und Konflikt. Der erste Zweig ist Abneigung, basierend auf einer Zurückweisung der Inhalte der Arbeit aufgrund persönlicher Motivationen, anderen Überzeugungen oder moralischer Abscheu. Solche Reaktionen beinhalten die Komponente einer moralistischen Interpretation pathologischer Phänomene. Der zweite und dritte Zweig beziehen sich auf zwei grundsätzlich unterschiedliche Auffassungsweisen unter jenen Menschen, die die Inhalte solcher Arbeiten akzeptieren: die kritisch-korrigierende und die pathologische Auffassungsweise. Die kritisch-korrigierende Sichtweise wird von Menschen angenommen, deren Gefühl für die psychologische Realität normal ist und die dazu neigen, die wertvolleren Teile der Arbeiten in ihre Überlegungen miteinzubeziehen. Daraufhin trivialisieren sie die offenkundigen Irrtümer und füllen die fehlenden Elemente der schizoiden Defizite mit ihren eigenen reicheren Perspektiven. Dies lässt eine sensiblere, maßvollere und somit kreativere Interpretation entstehen, doch diese kann nicht völlig frei von den Einflüssen der Irrtümer sein, die darin vorkommen. Eine pathologische Akzeptanz der Arbeiten entwickeln Menschen mit eigenen psychologischen Mängeln, also Personen mit verschiedensten Abweichungen, ob ererbt oder erlangt, wie auch viele Leute mit Persönlichkeitsfehlbildungen oder Menschen, denen soziales Unrecht angetan wurde. Dies erklärt, warum die Bandbreite dieses Kreises größer ist als der Wirkungsbereich pathologischer Faktoren durch direkten Handlungen. Eine pathologische Akzeptanz von schizoiden Texten oder Deklarationen durch abweichender Menschen lässt die Konzepte des Autors verrohen und fördert gewalttätige und revolutionäre Ideen. Der Lauf der Zeit und auch bittere Erfahrungen konnten unglücklicherweise nicht verhindern, dass dieses schizoide Missverständnis, das aus der schizoiden Kreativität des 19. Jahrhunderts entstammt und das die Arbeiten von Karl Marx an ihrer Spitze stehen hat, Menschen beeinflusste und sie ihres gesunden Menschenverstandes beraubte. Es ist eine gute Übung für die Entwicklung des Bewusstsein über diesen pathologischen Faktor, wenn auch nur zum Zweck des bereits erwähnten psychologischen Experiments, die Arbeiten von Karl Marx nach verschiedenen Aussagen zu durchforsten, die diese charakteristischen Mängel aufweisen. Falls eine solche Arbeit von Menschen mit unterschiedlichsten Sichtweise durchgeführt würde, zeigte ein solches Experiment, wie ein klares Bild der Realität wiederhergestellt werden kann und es leichter wäre, eine gemeinsame Sprache zu finden. Schizoidität hat als einer der Faktoren der Entstehung des Bösen, das unsere heutige Welt bedroht, eine essentielle Rolle gespielt. Eine praktizierte Psychotherapie der Welt würde deshalb verlangen, dass die Resultate eines solchen Bösen so geschickt wie möglich eliminiert werden. Die ersten Forscher - der Autor und seine Kollegen - geleitet vom Gedanken, dieses Phänomen objektiv zu verstehen, scheiterten zunächst daran, die Rolle von charakteropathischen Persönlichkeiten bei der Entstehung des Bösen entsprechend wahrzunehmen. Als wir jedoch versuchten die frühen Phasen besagter Entstehung zu rekonstruieren, mussten wir anerkennen, dass in diesem Prozess Charakteropathen eine bedeutende Rolle einnehmen. Wir wissen bereits aus dem vorigen Kapitel, wie ihre mangelhaften Erfahrungs- und Denkmuster sich im menschlichen Verstand durchsetzen und heimtückisch ihre Denkweise und ihre Fähigkeit zu gesundem Menschenverstand zerstören. Diese Funktion stellte sich auch deswegen als essentiell heraus, da die Aktivitäten dieser Menschen als fanatische Führer oder Redekünstler in den verschiedenen Ideologien den Weg für psychopathische Menschen und die Weltsicht, die sie anderen aufbürden wollen, bereiten. Im ponerogenischen Prozess des pathokratischen Phänomens übernehmen charakteropathische Individuen Ideologien, die durch doktrinäre und oft schizoide Menschen geschaffen wurden, gestalten diese Ideologien in aktive Propagandaformen um und verbreiten sie mit ihrem charakteristischen Egotismus und einer paranoiden Intoleranz gegenüber jeder Philosophie, die sich von ihrer eigenen unterscheidet. Sie inspirieren auch eine weitere Veränderungen der betreffenden Ideologie in ihr pathologisches Gegenteil. Das, was zuvor einen doktrinären Charakter hatte und in einer geringen Anzahl von Gruppierungen kursierte, wird nun - dank der Aktivitäten der Redekünstler - auf gesellschaftlicher Basis eingerichtet. Es hat ebenfalls den Anschein, dass dieser Prozess sich mit der Zeit verstärkt; die anfänglichen Aktivitäten werden von Menschen gesetzt, die geringere charakteropathische Eigenschaften aufweisen und die ihre Abweichungen leicht vor anderen Personen verbergen können. Darauf werden hauptsächlich paranoide Menschen aktiv. Gegen Ende des Vorgangs kann jemand mit einer frontalen Charakteropathie und dem höchsten Grad an pathologischem Egotismus mit Leichtigkeit die Führung übernehmen. So lange charakteropathische Menschen in einer sozialen Bewegung, die vom ponerogenischen Prozess befallen ist, eine dominante Position einnehmen, erhält und bewahrt die Ideologie, ob sie von Anfang an doktrinär war oder erst später durch solche Menschen verroht und pervertiert wurde, die Verbindung zu ihren originalen Inhalten. Die Ideologie beeinflusst kontinuierlich die Aktivitäten der Bewegung und bleibt für viele Mitglieder die wesentliche rechtfertigende Motivation. Deshalb bewegt sich in dieser Phase solch eine Vereinigung nicht in Richtung krimineller Handlungen auf breiter Basis. Zu einem gewissen Ausmaß kann man in dieser Stufe solch eine Bewegung oder Vereinigung immer noch als originale Ideologie bezeichnen. In der Zwischenzeit sind jedoch Träger anderer (hauptsächlich vererbter) pathologischer Faktoren in die Handlungsweisen der bereits kranken sozialen Bewegung involviert. Sie treiben die schlussendliche Transformation der Inhalte solch einer Bewegung voran - sowohl die Ideologischen als auch die Menschlichen. Dies tun sie auf solch eine Weise, dass die Bewegung zu einer pathologischen Karikatur ihrer originalen Ideologie wird. Dieser Vorgang wird durch den immer größer werdenden Einfluss psychopathischer Persönlichkeiten verschiedenster Arten erreicht, wobei wir die inspirierende Rolle der essentiellen Psychopathie besonders hervorheben wollen. Eine solche Situation erzeugt schließlich einen massiven Showdown: die Anhänger der ursprünglichen Ideologie werden beiseite geschoben oder entfernt. (Eine solche Gruppe enthält viele Charakteropathen, besonders welche mit geringeren Ausformungen und paranoiden Verschiedenheiten). Die ideologischen Motivationen und die durch sie geschaffene Doppelzüngigkeit werden daraufhin dazu benutzt, die eigentlichen, neuen Inhalte des Phänomens zu verbergen. Ab diesem Zeitpunkt wird die Benutzung des ideologischen Namens der Bewegung für das Verständnis ihrer Kernaussage zu einem Hauptgrund für Fehler. Psychopathen halten sich im Allgemeinen von sozialen Organisationen, die durch Vernunft und ethische Disziplin gekennzeichnet sind, fern. Letztendlich werden solche Organisation von jener anderen Welt der normalen Menschen geschaffen, die ihnen so fremd ist. Sie missachten die verschiedenen sozialen Ideologien, während sie gleichzeitig ohne Probleme deren tatsächliche Fehler erkennen können. Wenn jedoch einmal der Prozess der ponerogenischen Transformation einer menschlichen Vereinigung in ihr noch unbestimmt karikiertes Gegenstück begonnen hat und schon weit genügend fortgeschritten ist, erfassen sie diese Tatsache mit einer nahezu unfehlbaren Sensitivität. Es wurde ein Kreislauf geschaffen, in dem sie ihre Mängel und ihre psychologische Unterschiedlichkeit verstecken, ihren eigenen Modus Vivendi finden und vielleicht sogar ihren jugendlichen utopischen Traum einer Welt verwirklichen können, wo sie an der Macht sind und all jene anderen „normalen Menschen“ in die Sklaverei gedrängt werden. Sie beginnen sodann die Basis einer solchen Bewegung zu infiltrieren; es bereitet ihnen keinerlei Schwierigkeiten vorzutäuschen, ehrliche Anhänger zu sein, da es ihre zweite Natur ist, schauzuspielen und sich hinter der Maske eines normalen Menschen zu verbergen. Das Interesse des Psychopathen an solchen Bewegungen ist nicht das ausschließliche Ergebnis ihres Egoismus und ihrer moralischen Skrupellosigkeit. Diese Menschen wurden tatsächlich von Natur und Gesellschaft verletzt.5 Eine Ideologie, die eine soziale Schicht oder eine Nation von Ungerechtigkeit befreit, mag ihnen deshalb sympathisch erscheinen; leider lässt sie auch die unrealistische Hoffnung entstehen, dass sie selbst ebenfalls befreit werden. Die pathologischen Motivationen, die in einer Vereinigung zu Beginn des ponerogenischen Prozesses vorhanden sind, sind für sie vertraut und wecken ihre Hoffnungen. Aus diesem Grund begeben sie sich in eine Bewegung, die Revolution und Krieg gegen diese unfaire Welt predigt, die ihnen so fremd ist. Anfänglich führen sie dort untergeordnete Funktionen aus und befolgen die Anweisungen des Anführers, besonders wenn etwas ausgeführt werden muss, das in anderen Menschen Abscheu erzeugt.6 Ihr evidenter Fanatismus und ihr Zynismus lassen bei den eher vernünftigen Mitgliedern der Vereinigung Kritik entstehen, doch gleichzeitig ernten sie dafür auch Respekt von den revolutionäreren, den extremeren Mitgliedern. Sie finden bei jenen Leuten Schutz, die zuvor ihren Part bei der Ponerisation der Bewegung geleistet haben und vergelten ihnen diese Begünstigung durch Komplimente oder indem sie ihnen das Leben erleichtern. So steigen sie in der Organisation auf, erreichen Einfluss und verdrehen nahezu unabsichtlich die Inhalte für die gesamte Gruppe zu ihrer eigenen Weise, die Realität zu erfahren und zu den Zielen, die sie aus ihrer abweichenden Natur herleiten. Innerhalb der Vereinigung wütet bereits eine mysteriöse Krankheit. Die Anhänger der ursprünglichen Ideologie fühlen sich immer mehr von den Mächten, die sie nicht verstehen, eingeschränkt. Sie beginnen gegen Dämonen zu kämpfen und Fehler zu machen. Wenn eine Bewegung dieser Art mit revolutionären Mitteln und im Namen der Freiheit, des Wohlstandes und der sozialen Gerechtigkeit triumphiert, führt dies nur zu noch stärkeren Transformationen eines Regierungssystems, dass sich solcherart zu einem makrosozialen pathologischen Phänomen verwandelt. Innerhalb dieses Systems wird der Normalbürger dafür verantwortlich gemacht, nicht als Psychopath geboren zu sein. Er wird als Nichtsnutz angesehen, der nur für harte Arbeit zu gebrauchen ist - und für den Schutz eines Systems zu kämpfen und zu sterben, das er nicht ausreichend versteht, und das er auch niemals als sein eigenes angesehen hat. Ein immer stärker werdendes Netzwerk von Psychopathen und ähnlichen Menschen beginnt schrittweise zu herrschen und die anderen zu überschatten. Charakteropathen, die bei der Ponerisation der Bewegung und bei der Vorbereitung der Revolution eine ausschlaggebende Rolle innehatten, werden ebenfalls eliminiert. Anhänger der revolutionären Ideologie werden skrupellos in eine „konterrevolutionäre Position gedrängt“. Nun werden diese Menschen wegen „moralischen“ Gründen missachtet - aus der Perspektive der neuen Kriterien, deren paramoralische Essenz sie nicht verstehen können, da sie sich nicht in der entsprechenden Position befinden. Es folgt eine gewalttätige negative Auswahl aus der ursprünglichen Gruppe. Die inspirierende Rolle der essentiellen Psychopathie wird nun ebenfalls gefestigt; sie verbleibt für die gesamte Zukunft dieses makrosozialen pathologischen Phänomens kennzeichnend. Trotz dieser Veränderungen bleibt der pathologische Block der revolutionären Bewegung eine Minderheit - eine Tatsache, die auch nicht durch propagandistische Behauptungen über die moralische Mehrheit verändert werden kann, die der neuen, ruhmreicheren Version der Ideologie nachfolgt. Die abgewiesene Mehrheit und genau jene Kräfte, die naiv solch eine Macht geschaffen haben, beginnen gegen den Block der Psychopathen, die die Macht übernommen haben, zu mobilisieren. Eine rücksichtslose Konfrontation mit solchen Kräften wird vom psychopathischen Block als der einzige Weg angesehen, ein langanhaltendes Überleben der pathologischen Autoritäten zu sichern. Aus diesem Grund müssen wir den blutigen Sieg einer pathologischen Minderheit über die Mehrheit einer Bewegung als Übergangsphase betrachten, in der sich die neuen Inhalte des Phänomens festigen. Das gesamte solcherart betroffene gesellschaftliche Leben wird sodann abweichenden Denkprozessen untergeordnet und von ihren spezifischen Erfahrungswerten durchdrungen, besonders von jenen Werten, wie sie im Abschnitt über die essentielle Psychopathie beschrieben wurden. Zu diesem Zeitpunkt ist die Verwendung des Namens der ursprünglichen Ideologie zur Zuordnung des Phänomens bedeutungslos und wird zu einem Irrtum, der ein Verständnis des Phänomens noch schwieriger werden lässt. Ich werde die Bezeichnung Pathokratie für ein Regierungssystem akzeptieren, in dem eine kleine pathologische Minderheit die Kontrolle über die Gesellschaft normaler Menschen übernimmt. Der aus diesem Grund gewählte Name betont vor allem die grundlegende Beschaffenheit des makrosozialen psychopathologischen Phänomens und unterscheidet es von den vielen möglichen sozialen Systemen, die von der Struktur normaler Menschen, ihren Gewohnheiten und Gesetzen dominiert werden. Ich habe versucht einen Namen zu finden, der eindeutiger die psychopathologische und selbst die psychopathische Beschaffenheit solch einer Regierung bezeichnet, doch ich musste aufgrund bestimmter gesichteter Phänomene (die ich noch ausführen werde) und aus praktischen Überlegungen (um eine zu lange Bezeichnung zu vermeiden) dieses Vorhaben aufgeben. Der Name stellt die Grundeigenschaften des Phänomens ausreichend dar und hebt auch den ideologischen Deckmantel (oder jede andere Ideologie, die ähnliche Erscheinungen in der Vergangenheit verhüllt hat) hervor, doch er bezeichnet nicht die Essenz des Phänomens. Als mir zu Ohren kam, dass ein mir unbekannter ungarischer Wissenschafter diesen Namen bereits verwendet hatte, stand meine Entscheidung fest. Meiner Ansicht nach ist diese Bezeichnung in Bezug auf die Semantik konsistent, da kein prägnanter Ausdruck solch ein komplexes Phänomen passend charakterisieren kann. Ich werde deshalb fortan jene sozialen Systeme, in welchen die Verbindungen normaler Menschen in allen Bereichen dominieren als „Systeme normaler Menschen“ bezeichnen.
In einer Pathokratie müssen sämtliche Führungspositionen (bis hin zu Bürgermeistern, Abteilungsleitern in Gemeinden, leitenden Polizisten und dem Personal in Spezialeinheiten der Polizei, sowie Aktivisten der pathokratischen Partei) von Personen ausgeübt werden, die entsprechende psychologische Abweichungen aufweisen, die in der Regel vererbt werden. Solche Leute machen jedoch nur einen kleinen Prozentsatz der Gesamtbevölkerung aus, was sie für Pathokraten noch wertvoller werden lässt. Ihre intellektuellen oder professionellen Fähigkeiten können hier nicht als Massstab herangezogen werden, da Menschen mit herausragenden Fähigkeiten noch viel schwieriger zu finden sind. Nachdem solch ein System einige Jahre bestanden hat, sind 100% aller Fälle von essentieller Psychopathie in pathokratische Handlungen verstrickt. Essentielle Psychopathen werden als besonders loyal angesehen, obwohl einige von ihnen zuvor mit der Gegenseite kooperierten. Unter solchen Umständen kann sich kein Bereich des Lebens normal entwickeln, sei es nun Wirtschaft, Kultur, Wissenschaft, Technologie, Verwaltung und so weiter. Eine Pathokratie paralysiert schrittweise alles. Normale Menschen müssen eine Stufe der Geduld erreichen, die weit über dem Fassungsvermögen eines jeden Menschen steht, der in einem System normaler Menschen lebt, damit sie sich erklären können, wie sie mit dieser Situation umgehen, und wie sie einem begriffsstutzigen, psychologisch abweichenden Durchschnittsmenschen begegnen können, dem die Verantwortung für ein Projekt übertragen wurde, das sie nicht einmal verstehen und mit dem sie schon gar nicht zurechtkommen. Diese besondere Art der Pädagogik - abweichende Menschen zu instruieren, während man ihren Zorn vermeidet - verlangt nach viel Zeit und Anstrengungen, doch anders es ist nicht möglich, erträgliche Lebensumstände und die für das wirtschaftliche und intellektuelle Leben einer Gesellschaft nötigen Leistungen aufrecht zu erhalten. Doch sogar bei solchen Bemühungen dringt die Pathokratie schrittweise in alle Lebensbereiche ein und lässt sie abstumpfen. Diejenigen Menschen, die anfänglich an der ursprünglichen Ideologie Gefallen gefunden hatten, realisieren letztendlich, dass sie in Wahrheit etwas Anderem gegenüberstehen, das seinen Platz unter dem alten Namen eingenommen hat. Diese Desillusionierung der früheren Anhänger einer Ideologie ist eine außergewöhnlich bittere Erfahrung. Nicht zuletzt aus diesem Grund sind die Versuche der pathologischen Minderheit, ihre Macht zu erhalten, zunehmend von der Gesellschaft der normalen Menschen bedroht, deren Kritik immer stärker wird. Um die Gefährdung ihrer Macht zu verringern, müssen deshalb Pathokraten alle verfügbaren Methoden des Terrors und anderer Vernichtungstaktiken gegen Personen anwenden, die aufgrund ihres Patriotismus und ihrer militärischen Kenntnis bekannt sind. Auch werden weitere Methoden der „Indoktrination“ angewandt, die wir bereits angesprochen haben. Menschen, die kein natürliches Gefühl der Verbindung zur normalen Gesellschaft besitzen, sind bei solchen Aktivitäten unersetzbar. Und wieder stehen bei solchen Arten der Aktivität essentielle Psychopathen im Vordergrund, gefolgt von Personen mit ähnlichen Anomalien, und schließlich von Leuten, die sich als Resultat rassischer oder nationaler Meinungsverschiedenheiten von der betreffenden Gesellschaft entfremdet haben. In dieser Periode reift das Phänomen der Pathokratie. Es entsteht ein umfassendes und aktives Indoktrinationssystem mit einer entsprechend aufpolierten Ideologie, das einem trojanischen Pferd gleicht, dessen Zweck die Pathologisierung der Gedankengänge von Menschen und Gesellschaft ist. Das eigentliche Ziel - den menschlichen Verstand dazu zu drängen, pathologisch experimentelle Methoden und Gedankengänge anzunehmen - wird niemals offen zugegeben. Dieses Ziel ist von pathologischem Egotismus bestimmt. Die Möglichkeit, es zu erreichen, ist für den Pathokraten nicht nur unerlässlich, sondern auch realisierbar. Deshalb benötigt er tausende Arbeiter für seine Sache. Zeit und Erfahrungen bestätigen jedoch, was ein Psychologe schon lange vorhersehen konnte: All diese Bemühungen bringen derart geringe Ergebnisse hervor, dass man sie als Sisyphusarbeit bezeichnen könnte. Sie erzeugen bloß ein allgemeines Ersticken der intellektuellen Entwicklungen und einen tiefsitzenden Protest gegen diese beleidigende „Scheinheiligkeit“. Die Verfasser und Vollstrecker dieses Programms sind nicht in der Lage zu verstehen, dass der entscheidende Faktor, der ihre Arbeit schwierig werden lässt, die fundamentale Natur normaler menschlicher Wesen - der Mehrheit - ist. Das gesamte System aus Macht, Terror und aufgezwungener Indoktrination - oder besser Pathologisierung - beweist sich deshalb als höchst unbrauchbar, was einen Pathokraten kein bisschen überrascht. Die Wirklichkeit stellt hinter ihre Überzeugung, dass solche Methoden in der Lage seien, Menschen so grundlegend zu verändern, dass sie schließlich einen pathokratischen Führungsstil einer Regierung als „Normalzustand“ betrachten, ein Fragezeichen. Im Zuge des ersten Schocks verschwindet das Gefühl für soziale Verbindungen zwischen normalen Menschen. Nachdem dies überwunden wurde, beginnt die überwältigende Mehrheit der Menschen, ihr eigenes Phänomen der psychologischen Immunisierung zu entwickeln. Gleichzeitig beginnt die Gesellschaft als Ganzes praktisches Wissen in Bezug auf diese neue Realität und ihre psychologischen Eigenschaften zu sammeln. Die normalen Menschen lernen langsam, die Schwachpunkte eines solchen Systems wahrzunehmen und die Möglichkeiten einer sinnvolleren Ausrichtung ihrer Leben zu nutzen. Sie beginnen sich gegenseitig Hilfe in dieser Sache zu leisten und regenerieren auf diese Weise langsam die Gefühle sozialen Miteinanders und gegenseitigen Vertrauens. Nun entsteht ein neues Phänomen: Die Trennung zwischen Pathokraten und der Gesellschaft normaler Menschen. Die Gesellschaft hat dabei den Vorteil der Talente, professioneller Fähigkeiten und des gesunden Menschenverstandes. Sie hält deshalb gewisse Trümpfe in ihren Händen. Die Pathokratie realisiert schließlich, dass sie einen Modus Vivendi finden oder Beziehungen mit der gesellschaftlichen Mehrheit eingehen muss: „Schließlich muss ja irgendwer die Arbeit für uns verrichten.“ Auf Pathokraten liegt ein anderer Druck - andere Bedürfnisse - besonders von aussen. Das pathologische Gesicht muss irgendwie vor der Aussenwelt verborgen werden, da ein Bemerken der abweichenden Führungsweise von der öffentlichen Meinung eine Katastrophe wäre. Ideologische Propaganda allein wäre in diesem Fall eine unangemessene Verkleidung. Ein pathokratischer Staat muss - hauptsächlich im Interesse der neuen Elite und ihrer Expansionspläne - mit Nationen normaler Menschen wirtschaftliche Verbindungen aufrecht erhalten. Ein pathokratischer Staat zielt auf internationale Anerkennung ab - als eine bestimmte Art politischer Struktur; und er fürchtet Anerkennung im Sinne einer wahren klinischen Diagnose. All dies lässt Pathokraten dazu tendieren, ihre Schreckensherrschaft abzuschwächen, ihre Propaganda und Indoktrinationsmethoden einer gewissen Kosmetik zu unterziehen und der von ihnen kontrollierten Gesellschaft etwas Autonomie zu gewähren, besonders im kulturellen Leben. Liberalere Pathokraten wären auch nicht abgeneigt, einer solchen Gesellschaft ein Mindestmaß an wirtschaftlichem Wachstum zuzugestehen, um Irritationen zu reduzieren, doch ihre eigene Bestechlichkeit und ihre Unfähigkeit, die Ökonomie zu regeln, hält sie davon ab. Und so, wenn wir die eben gemachten Betrachtungen in den Vordergrund der pathokratischen Aufmerksamkeit stellen, dauert diese große gesellschaftliche Krankheit weiter an und sie durchläuft nun eine neue Phase: Die Methoden werden milder und es besteht eine Koexistenz mit Ländern mit einer Struktur normaler Menschen. Jeder Psychopathologe, der dieses Phänomen studiert, wird sofort an die verheimlichende Phase eines Patienten erinnert werden, in welcher er versucht, in die Rolle eines normalen Menschen zu schlüpfen und dabei seine pathologische Realität zu verbergen, obwohl er weiterhin krank oder abnormal ist. Wir wollen deshalb für einen solchen Zustand, worin ein pathokratisches System immer geschickter die Rolle eines normalen soziopolitischen Systems mittels „unterschiedlicher“ doktrinärer Institute vortäuscht, die Bezeichnung „verheimlichende Phase der Pathokratie“ benutzen. In dieser Phase werden die normalen Menschen in dem Land, das von Pathokraten beherrscht wird, widerstandsfähiger. Sie passen sich an die Situation an. Von aussen her gesehen ist diese Phase jedoch durch aussergewöhnlich starke ponerogenische Aktivitäten gekennzeichnet. Das pathologische Material dieses Systems kann nun allzu leicht andere Gesellschaften infiltrieren, besonders dann, wenn diese primitiver als das pathokratische System sind. Die Möglichkeiten einer pathokratischen Expansion werden aufgrund der Verminderung einer auf gesundem Menschenverstand beruhenden Kritikfähigkeit in jenen Ländern erleichtert, die sich im Erweiterungsgebiet der Pathokratie befinden. Zwischenzeitlich befindet sich im pathokratischen Staat die aktive Struktur der Regierung in der Hand von Psychopathen - und der essentielle Psychopath spielt besonders während der verheimlichenden Phase eine Hauptrolle. Trotzdem müssen Personen mit offenkundig pathologischen Charakterzügen aus bestimmten Aufgabengebieten entfernt werden: Nämlich aus internationalen politischen Positionen, in welchen solche Persönlichkeiten den pathologischen Inhalt des Phänomens verraten könnten. Menschen mit offenkundig pathologischen Zügen sind auch in ihrer Fähigkeit eingeschränkt, diplomatische Funktionen auszuüben oder sich völlig mit den politischen Situationen in Ländern normaler Menschen vertraut zu machen. Aus diesem Grund werden für solche Positionen Leute gewählt, deren Gedanken ähnlicher der Welt der normalen Menschen verlaufen. Allgemein sind sie jedoch ausreichend genug mit dem pathologischen System verbunden, um Loyalität zu garantieren7. Ein Experte in den verschiedenen psychologischen Anomalien kann nichtsdestotrotz die diskreten Abweichungen unterscheiden, auf welchen solche Verbindungen beruhen. Ein weiterer Faktor, den wir bemerken müssen, sind die großen persönlichen Vorteile, die solche halbnormalen Menschen aus der Pathokratie beziehen. Es wundert kaum, dass eine solche Loyalität manchmal vorgetäuscht wird. Dies trifft im Besonderen auf Söhne typischer Pathokraten zu, denen natürlich Vertrauen entgegengebracht wird, da sie von Kindheit an zu Treuepflicht erzogen wurden. Wenn sie durch glückliche Zufälle die pathologischen Eigenschaften nicht vererbt bekamen, hat ihre Natur gegenüber ihrer Erziehung Vorrang. Ähnliches gilt auch für andere Bereiche. Der Baumeister einer neuen Fabrik ist oft jemand, der nur wenig mit dem pathokratischen System verbunden ist, dessen Fähigkeiten jedoch benötigt werden. Wenn das Gebäude dann in Betrieb ist, wird die Administration von Pathokraten übernommen, was häufig zu technischem und finanziellem Ruin führt. Auch die Armee benötigt gleichermaßen Personen, die mit Scharfsinn und wesentlichen Qualifikationen ausgestattet sind, besondern in den Bereichen moderner Waffensysteme und der Kriegsführung. In entscheidenden Situationen kann sich der gesunde Menschenverstand über die Resultate pathokratischen Drills hinwegsetzen. In solchen Situationen sind viele Menschen dazu gedrängt, das herrschende System als Status Quo zu anzunehmen und zu akzeptieren, während sie es gleichzeitig kritisieren. Sie erfüllen ihre Pflicht mit Zweifel und Gewissensbissen. Sie suchen immer nach einem vernünftigeren Ausweg, den sie unter Ihresgleichen diskutieren. Tatsächlich befinden sich diese Menschen in der Klemme zwischen der Pathokratie und der Welt normaler Menschen. Unzureichend ergebene Menschen waren und sind ein Faktor der inneren Schwächen eines pathokratischen Systems. Die folgenden Fragen stellen sich deshalb von selbst: Was geschieht, wenn das Abmachungsnetzwerk der Psychopathen Macht in führenden internationalen Positionen erlangt? Dies kann besonders während der späteren Phasen des Phänomens auftreten. Angetrieben durch ihren Charakter dürsten diese abweichenden Menschen nach genau diesem Ziel, auch wenn es letztendlich mit ihren eigenen Lebensinteressen in Konflikt steht, und so werden sie vom weniger pathologischen, oder logischeren Flügel des herrschenden Systems wieder aus solchen Positionen entfernt. Diese abweichenden Personen verstehen nicht, dass ansonsten eine Katastrophe entstehen würde. Bakterien sind sich nicht bewusst, dass sie gemeinsam mit dem menschlichen Körper lebendig begraben oder verbrannt werden, dessen Tod sie verursacht haben. Wenn die vielen leitenden Positionen von Menschen übernommen werden, die ausreichender Fähigkeiten beraubt sind, die Mehrheit der anderen Menschen zu verstehen und die auch Mängel in technischer Vorstellungskraft und praktischem Können aufweisen - Eigenschaften, die für wirtschaftliche und politische Angelegenheiten unabdingbar sind - dann resultiert dies in einer außerordentlich ernsten Krise in allen Bereichen, sowohl im Land selbst, als auch bei allen internationalen Beziehungen. Im Inneren wird die Situation sogar für jene Bürger untragbar, die in der Lage waren, ihr Leben in einem relativ angenehmen Modus Vivendi zu führen. Im Äusseren beginnen andere Gesellschaften die pathologischen Eigenschaften des Phänomens merklich wahrzunehmen. Solch ein Zustand kann nicht lange andauern. Man muss dann auf immer schnellere Veränderungen vorbereitet sein uns sich auch mit großer Umsichtigkeit verhalten. Pathokratie ist eine Krankheit großer sozialer Bewegungen, die auf ganze Gesellschaften, Nationen und Reiche übergreift. Im Verlauf der menschlichen Geschichte hat sie soziale, politische und religiöse Bewegungen befallen, wie auch die begleitenden Ideologien, die in der jeweiligen Zeit und den ethnologischen Umständen charakteristisch waren, und sie in Karikaturen von sich selbst verwandelt. Dies tritt als Resultat gleichartiger ursächlicher Faktoren in diesem Phänomen auf, nämlich der Beteiligung pathologischer Agenten an einem pathodynamisch gleichartigen Prozess. Dies erklärt, warum alle Pathokratien der Welt in ihren wesentlichen Eigenschaften so ähnlich waren und sind. Zeitgenossen finden deshalb leicht eine gemeinsame Sprache, auch wenn die Ideologien, die sie erhalten und ihre pathologischen Inhalte vor ihrer Bloßstellung schützen, sich völlig unterscheiden. Diese Phänomene historisch zu identifizieren und sie korrekt nach ihrer wahren Natur und ihren Inhalten, und nicht nach den Ideologien, die dem charakteristischen Prozess der Karikaturisierung erlegen sind, zu beschreiben, ist Aufgabe von Historikern. Es muss jedoch verstanden werden, dass die ursächliche Ideologie unzweifelhaft gesellschaftlich dynamisch und inhaltlich kreativ war. Es wäre ihr ansonsten nicht gelungen, das pathokratische Phänomen zu nähren und es für lange Zeit vor Bloßlegung und Kritik zu schützen. Sie wäre auch nicht in der Lage gewesen, die pathologische Karikatur mit Werkzeugen auszustatten, die ihre expansionistischen Ziele nach außen hin ermöglichten. Der Augenblick, an dem sich eine Bewegung in etwas, das wir als Pathokratie als Resultat des ponerogenischen Prozesses bezeichnen können, verwandelt, ist eine Übereinkunft. Der Prozess ist vorübergehend kumulativ und erreicht einen Punkt, an dem plötzlich keine Rückkehr mehr möglich ist. Schließlich tritt eine interne Konfrontation mit den Anhängern der ursprünglichen Ideologie zu Tage, welche letztlich den pathokratischen Charakter des Phänomens besiegelt. Der Nationalsozialismus erreichte höchstwahrscheinlich diesen Punkt ohne Wiederkehr, eine Konfrontation mit den Anhängern der ursprünglichen Ideologie ergab sich jedoch nicht, weil die Armeen der Alliierten die gesamte militärische Macht der Nationalsozialisten vernichteten.
Pathokratie und ihre Ideologie
Eine solche Ideologie mag durch Mängel in Bezug auf Wahrheit und Moral von Anfang gekennzeichnet gewesen sein, oder durch die Auswirkungen von Aktivitäten pathologischer Faktoren. Die ursprüngliche, edel gesinnte Idee mag auch einer frühen kontaminierenden Charakteristik der jeweiligen Zeit und der sozialen Umstände erlegen sein. Wenn eine solche Ideologie von fremdem, lokal kulturellem Material infiltriert wird, das, da es heterogen ist, die ursprünglich schlüssige Struktur der Idee zerstört, wird ihr realer Wert derart geschwächt, dass sie Einiges an Attraktivität für vernünftige Menschen verliert. Einmal geschwächt kann die soziologische Struktur noch weiteren Degenerationen erliegen, einschließlich der Aktivierung pathologischer Faktoren, bis sie zu ihrer eigenen Karikatur transformiert wurde. Der Name ist derselbe, doch die Inhalte sind unterschiedlich. Eine Unterscheidung der Essenz des pathologischen Phänomens von seinem ideologischen Wirt ist deshalb eine grundlegende und notwendige Aufgabe, sowohl für wissenschaftlich-theoretische Zwecke, als auch für eine praktische Lösung der Probleme, die aus der Existenz dieses makrosozialen Phänomens entstehen. Wenn wir, um ein pathologisches Phänomen benennen zu können, den Namen akzeptieren, der von der Ideologie einer sozialen Bewegung, die einem degenerativen Prozess unterlegen ist, vorgehalten wird, dann verlieren wir jegliche Möglichkeiten, diese Ideologie und ihre ursprünglichen Inhalte zu verstehen und zu evaluieren. Auch das Phänomen an sich können wir dann nicht mehr korrekt klassifizieren. Das ist kein semantischer Irrtum, sondern der Schlüssel für ein Verständnis aller anderen Irrtümer in Bezug auf solche Phänomene, die uns intellektuell hilflos zurücklassen und uns unserer Kapazität berauben, gezielte und praktische Gegenmaßnahmen zu ergreifen. Dieser Irrtum beruht auf kompatiblen Propagandaelementen inkompatibler sozialer Systeme. Unglücklicherweise verbreitete sich dieser Irrtum allzu sehr. Er ist ein Überrest der allerersten, plumpen Versuche, mentale Krankheiten nach den Wahnvorstellungen der Patienten zu klassifizieren. Auch heute noch werden Menschen, die in diesem Gebiet ungeübt sind, jemanden, der sexuelle Wahnvorstellungen hat, als kranke, verrückte Person einstufen, oder jemanden mit religiösem Wahn als „religiösen Fanatiker“. Der Autor begegnete sogar einem Patienten, der darauf beharrte, dass er zum Ziel von kalter und heißer Strahlung wurde (Parästhesie), denen er aufgrund einer Abmachung der UdSSR und der USA ausgesetzt war. Bereits Ende des 19. Jahrhunderts konnten berühmte Pioniere der heutigen Psychiatrie die Krankheit selbst von den Wahnsystemen der Patienten korrekt unterscheiden. Eine Krankheit hat ihre eigenen, ursächlichen Gründe, ob diese nun diagnostiziert sind oder nicht, wie auch ihre eigene Pathodynamik und Symptomatik. Alles zusammen kennzeichnet die Natur einer Krankheit. In einer Krankheit können verschiedene Wahnsysteme auftreten und Wahnsysteme ähnlicher Art können in verschiedenen Krankheiten ausbrechen. Die Wahnvorstellungen, die zum Teil derart systemisch wurden, dass sie den Eindruck einer wahren Begebenheit erweckten, entsprangen der Natur und der Intelligenz des Patienten, insbesondere aus den Vorstellungen seines Kindheitsumfeldes. Dies können krankheitsbedingte Karikaturisierungen seiner früheren politischen und sozialen Überzeugungen sein. Letzten Endes hat jede Geisteskrankheit ihre besondere Weise, den menschlichen Verstand zu deformieren. Sie erzeugt ihre eigenen nuancierten und doch charakteristischen Unterschiede, die Psychiatern seit geraumer Zeit bekannt sind und ihnen helfen, eine Diagnose zu erstellen. Solcherart deformiert arbeitet die Welt aus Fantasien früherer Tage für einen anderen Zweck: den dramatischen Zustand der Krankheit vor dem eigenen Bewusstsein und der öffentlichen Meinung so lange wie möglich zu verbergen. Ein erfahrener Psychiater wird in diesem Fall keine voreilige Desillusionierung solch eines Wahnsystems versuchen. Dies würde nur zu einer Selbstmordgefährdung des Patienten führen. Das Hauptziel des Arztes ist die Krankheit, die er versucht zu heilen. Normalerweise ist für eine Diskussion über die Wahnvorstellungen eines Patienten mit ihm zuwenig Zeit vorhanden, außer es wird aus Sicherheitsgründen für den Patienten oder für andere Personen notwendig. Wenn die Krankheit einmal geheilt ist, ist jedoch für die Wiedereingliederung des Patienten in die Welt normaler Gedanken psychotherapeutische Hilfe definitiv angebracht. Wenn wir eine eindringliche Analyse des Phänomens der Pathokratie und ihrer Beziehung zu ihrer Ideologie anstellen, können wir eindeutig eine Analogie mit dieser eben beschriebenen Situation erkennen, die allen Psychiatern wohlbekannt ist. Später treten in den Details und statistischen Daten einige Unterschiede auf, die sowohl Funktionen der oben erwähnten, charakteristischen Weise der Karikaturisierung einer Ideologie sein können, die durch eine Pathokratie entsteht, wie auch das Ergebnis des makrosozialen Charakters des Phänomens. Entsprechend einer Krankheit weist auch die Pathokratie ihre eigenen ursächlichen Faktoren auf, die sie in jeder Gesellschaft potentiell vorhanden sein lassen, unabhängig davon, wie gesund diese ist. Pathokratie besitzt auch ihre eigenen pathodynamischen Prozesse, die wir folgendermaßen abgrenzen können: Ist die betreffende Pathokratie in demselben Land entstanden (primäre Pathokratie), oder wurde sie durch ein anderes, ähnliches System ins Land gebracht, bzw. wurde sie mit Gewalt aufgezwungen? Wir haben bereits die Ponerogenese und den Verlauf solch eines makrosozialen Phänomens in ihrem Anfangsstadium umrissen und dabei absichtlich unterlassen, bestimmte Ideologien zu erwähnen. Wir werden nun die beiden anderen Varianten behandeln. Die Ideologie der Pathokratie wird durch die Karikaturisierung der ursprünglichen Ideologie einer sozialen Bewegung erzeugt. Dies auf eine Weise, die für für das jeweilige pathologische Phänomen charakteristisch ist. Die bereits angesprochenen hysteroiden Zustände von Gesellschaften deformieren ebenfalls die jeweils geltenden Ideologien in den betreffenden Zeiten, indem sie eine für sie kennzeichnende Art und Weise annehmen. So wie Ärzte an Krankheiten interessiert sind, ist der Autor hauptsächlich am pathokratischen Phänomen und seiner Analyse interessiert. Auf ähnliche Weise sollte das Hauptaugenmerk von Personen, die für das Schicksal der Nationen verantwortliche Positionen angenommen haben, auf der Heilung der Welt von dieser bislang mysteriösen Krankheit liegen. Es wird die Zeit kommen, in der eine kritische und analytische Haltung gegenüber jenen Ideologien eingenommen wird, welche die „Wahnsysteme“ solcher Ideologien in der Geschichte waren. Wir wollen deshalb nun unsere Aufmerksamkeit auf die Essenz des makrosozialen pathologischen Phänomens lenken. Das Verständnis der Natur einer Krankheit ist für die Suche nach wirkungsvollen Behandlungsmethoden von grundlegender Bedeutung. Dasselbe gilt analog auch für dieses makrosoziale pathologische Phänomen. Dies ganz besonders deshalb, weil bei der zweiten Variante schon das Verständnis über die Natur der Krankheit allein ausreicht, um die Heilung der menschlichen Psyche und Seele einzuleiten. Während des gesamten Prozesses ist eine solche Herangehensweise, wie sie von der Medizin angewandt wird, die passende Methode, die zur Entwirrung des heutigen gordischen Knotens führt. Die Ideologie einer Pathokratie verändert ihre Funktion auf dieselbe Weise, wie das Wahnvorstellungssystem eines Geisteskranken ihn selbst verändert. In diesem Fall sind es nicht mehr die menschlichen Überzeugungen, die die Handlungsweisen bestimmen, sondern das Wahnsystem übernimmt andere Aufgaben, die nicht klar deklariert sind. Es bildet sich ein Deckmantel, der die neue Realität vor dem kritischen Bewusstsein der Menschen verbirgt, sowohl nach innen als auch nach außen. Die erste Funktion - eine Überzeugung, die eine Handlungsweise bestimmt - wird aus zweierlei Gründen wirkungslos: einerseits stellt die Wirklichkeit die Handlungsweisen als undurchführbar bloß; und andererseits bemerkt die Mehrheit normaler Menschen die verachtende Haltung gegenüber der Ideologie, die von den Pathokraten selbst vertreten wird. Aus diesem Grund besteht das hauptsächliche Auftreten der Ideologie aus Nationen, die sich außerhalb des unmittelbaren Geltungsbereiches der Pathokratie befinden, da diese Welt weiterhin dazu neigt, an Ideologien zu glauben. So wird die Ideologie zu einem Instrument für äußere Handlungen. Dies in einem Ausmaß, das noch größer ist als die erwähnte Beziehung zwischen einer Geisteskrankheit und ihrem Wahnvorstellungssystem. Psychopathen sind sich darüber bewusst, dass sie anders als normale Menschen sind. Deshalb kann ein durch sie inspiriertes „politisches System“ dieses Bewusstsein über die Andersartigkeit verbergen. Sie tragen eine persönliche Maske der Vernunft und wissen, wie sie eine makrosoziale Maske aus derselben verheimlichenden Natur erschaffen können. Wenn wir die Rolle der Ideologie bei diesem makrosozialen Phänomen beobachten und uns über das Vorhandensein dieses besonderen Bewusstseins des Psychopathen klar sind, können wir verstehen, warum Ideologien zu Werkzeugen degradieren; zu etwas Nützlichem, wenn mit diesen anderen naiven Menschen und Nationen umgegangen werden muss. Nichtsdestotrotz müssen Pathokraten die Funktion der Ideologie, in einer ponerogenischen Gruppierung essentiell zu sein, akzeptieren. Dies trifft besonders auf das makrosoziale Phänomen zu, das ihre „Heimat“ ist. Dieser Faktor des Bewusstseins macht gleichzeitig einen gewissen qualitativen Unterschied zwischen den beiden erwähnten Varianten aus. Pathokraten wissen, dass ihre wahre Ideologie aus ihrer abweichenden Natur abgeleitet ist. Sie behandeln die „andere“ - die maskierende Ideologie - mit einer kaum verhehlten Verachtung. Und, wie schon gesagt, beginnen die normalen Menschen dies unter Umständen wahrzunehmen. Aus diesem Grund hat ein gut entwickeltes pathokratisches System keine klare und direkte Verbindung mehr zu seiner ursprünglichen Ideologie. Sie wird nur mehr als traditionelles Hauptwerkzeug benutzt, um seine Handlungsweisen zu verbergen. Aus praktischen Gründen können für eine pathokratische Expansion auch andere Ideologien nützlich sein, auch wenn diese der Hauptideologie widersprechen und sie moralisch angreifen. Diese anderen Ideologien müssen jedoch sorgfältig benutzt werden. Eine offizielle Anerkennung innerhalb jener Umgebungen, in welchen die ursprüngliche Ideologie als zu fremd, verrufen oder nutzlos erscheinen könnte, muss unterbleiben. Die Hauptideologie ist einer symptomatischen Deformation unterworfen. Dabei behält sie die charakteristische Art der Krankheit und auch die bereits beschriebenen Merkmale. Die Bezeichnungen und die offiziellen Inhalte werden beibehalten, während darunter gleichzeitig völlig andere Inhalte angedeutet werden. Dies lässt das wohlbekannte Phänomen der Mehrdeutigkeit entstehen, wobei dieselben Bezeichnungen unterschiedliche Bedeutungen haben: die eine für Eingeweihte, die andere für den Rest. Die Bedeutung für die restlichen Menschen ist aus der ursprünglichen Ideologie abgeleitet; die Bedeutung für Eingeweihte hat einen besonderen pathokratischen Sinngehalt, der manchmal nicht nur den Pathokraten selbst bekannt ist, sondern der auch von Personen übernommen wird, die lange Zeit den Gesetzen der Pathokratie unterworfen sind. Mehrdeutigkeit ist nur eines der vielen Symptome. Ein weiteres Merkmal ist die besondere Leichtigkeit, mit der neue Bezeichnungen geprägt werden, die suggestive Auswirkungen haben und nahezu unkritisch akzeptiert werden - besonders außerhalb des unmittelbaren Wirkungsbereiches eines solchen Systems.8 Wir müssen aus diesem Grund den paramoralistischen Charakter und die paranoiden Eigenschaften herausstreichen, die häufig in solchen Bezeichnungen enthalten sind. Die Handlungsweisen der Paralogismen und Paramoralismen in einer solcherart deformierten Ideologie werden für uns im Rahmen der in Kapitel 4 dargestellten Informationen verständlich. Alles, was die pathokratische Herrschaft bedroht, wird zutiefst unmoralisch.9 Dies trifft auch auf das Konzept der Vergebung für Pathokraten selbst zu; es ist höchst gefährlich und deshalb „unmoralisch“. Wir haben deshalb das Recht, zutreffende Bezeichnungen zu erfinden, die die Natur des Phänomens so passend wie möglich bezeichnen, während wir unsere Anerkenntnis und unseren Respekt für wissenschaftliche Methodologie und Semantik beibehalten. Solch treffende Namen werden auch dazu dienen, unseren Verstand vor den suggestiven Auswirkungen jener anderen Bezeichnungen und Paralogismen zu schützen, einschließlich der pathologischen Materialien, die sie enthalten.
Die Expansion der Pathokratie
Der Irrtum, dass angeblich autokratische Herrscher in Ländern, die von der Pathokratie beeinflusst sind, in der Lage sind, in Bereichen Entscheidungen zu treffen, in welchen sie keinen Einfluss haben, ist allzu weit verbreitet. Millionen von Menschen, einschließlich Minister und Parlamentsangehörige, sinnen über das Dilemma nach, ob solch ein Herrscher nicht - unter bestimmten Umständen - seine Überzeugungen überdenken und seine Träume die Welt zu erobern zurückstellen könnte. Sie hoffen inständig, dass dies möglicherweise funktioniert.10 Personen mit persönlichen Erfahrungen in einem solchen System könnten versuchen sie zu überreden, dass ihre Träume, obgleich sie durchaus anständig seien, in der Wirklichkeit keine Basis haben, doch gleichzeitig merken sie, dass sie keine konkreten Argumente vorweisen können. Solch ein Versuch ist im Rahmen der natürlichen Sprache psychologischer Konzepte tatsächlich unmöglich. Nur ein objektives Verständnis der historischen Phänomene und ihrer essentiellen abweichenden Natur erlaubt es, die Sache zu erhellen und Licht auf die Gründe für die ewige Arglist dieses makrosozialen pathologischen Phänomens zu werfen. Die Handlungsweisen dieses Phänomens beeinflussen eine ganze Gesellschaft. Es beginnt bei den Oberhäuptern und infiltriert nach und nach jedes Dorf, jede Kleinstadt, jede Fabrik, jeden Betrieb und jeden Bauernhof. Die pathologische soziale Struktur überzieht schrittweise das ganze Land. Die privilegierte Klasse der abweichenden Menschen fühlt sich andauernd von den „Anderen“, d.h. von der Mehrheit normaler Menschen, bedroht. Pathokraten hegen auch keine Zweifel über ihr persönliches Schicksal, falls es eine Kehrtwendung zurück zum System der normalen Menschen geben sollte. Ein normaler Mensch, der seiner Privilegien oder einer hohen Position beraubt wurde, wird einen Weg finden, zu einer Arbeit zu kommen, die ihm sein Leben ermöglicht. Pathokraten besitzen jedoch niemals irgendwelche solide, praktische Talente. Auch eliminiert die Zeitspanne ihrer Herrschaft jegliche Restmöglichkeiten, die ihnen eine Anpassung an die Anforderungen normaler Arbeit ermöglichen könnten. Wenn die Regeln der normalen Menschen wieder in Kraft träten, wären sie und ihresgleichen der allgemeinen Verurteilung ausgesetzt, was eine moralisierende Interpretation ihrer psychologischen Abweichungen beinhaltet. Sie wären vom Verlust ihrer Freiheit und ihres Lebens bedroht, nicht nur vom Verlust ihrer Positionen und Privilegien. Da sie zu einem solchen Opfer nicht fähig sind, wird das Überleben eines Systems, das für sie am Besten ist, zu einer moralischen Notwendigkeit. Solch eine Bedrohung muss mit allen psychologischen und politischen Mitteln bekämpft werden, die skrupellos und abgefeimt gegen diese anderen „inferioren“ Menschen eingesetzt werden. Dieser Kampf kann in seiner Verderbtheit schockierend sein.11 Im Allgemeinen ist diese neue Klasse in der Position, sich ihrer Führer zu entledigen, falls deren Verhalten die Existenz eines solchen Systems gefährdet. Dies tritt besonders dann auf, wenn das Führungsverhalten allzu sehr die Gesellschaft normaler Menschen kompromittiert, da deren Qualifikationen sie aus Produktionsgründen unersetzbar macht. Daraus entsteht eher eine direkte Bedrohung für die unteren Gefilde der pathokratischen Elite, als für die Führer selbst. Die Pathokratie überlebt dank des Gefühl der Bedrohung durch die Gesellschaft normaler Menschen, wie auch anderer Länder, in denen die verschiedensten Formen der Systeme normaler Menschen bestehen bleiben. Für die Herrscher ist deshalb das an der Spitze bleiben das klassische Problem von „sein oder nicht sein.“ Wir können deshalb vorsichtig die folgende Frage formulieren: Kann solch ein System jemals territorial und politisch auf andere Länder übergreifen und gleichzeitig die Herrschaft aufrecht erhalten? Was würde geschehen, wenn solch ein Umstand den inneren Frieden, samt entsprechenden Gesetzen, und innerhalb des Landes relativen Wohlstand sichern würde? Die überwältigende Mehrheit der Bevölkerung dieses Landes würde geschickt all die entstehenden Möglichkeiten nutzen. Sie würde aus ihren überlegenen Qualifikationen ihre Vorteile ziehen, um einen immer größer werdenden Spielraum für ihre Aktivitäten zu erlangen. Dank hoher Geburtenzahlen wird ihre Macht ansteigen. Dieser Mehrheit würden sich so manche Söhne der privilegierten Klasse zugesellen, die die pathologischen Gene nicht vererbt bekamen. Die Dominanz der Pathokratie würde kaum wahrnehmbar, doch stetig zurückgehen, was schließlich in einer Situation münden würde, in der die Gesellschaft normaler Menschen an die Macht kämen. Solch eine Vision ist für Psychopathen ein Albtraum. Deshalb wird die biologische, psychologische, moralische und wirtschaftliche Zerstörung der Mehrheit der normalen Menschen für die Pathokraten zu einer „biologischen“ Notwendigkeit. Diesem Ziel dienen viele Methoden, beginnend von Konzentrationslagern bis hin zu Kriegen gegen starrsinnige, gut bewaffnete Feinde, die die Macht, die sie unterdrückt, vernichten und ausmerzen wollen. Und zwar genau jene Macht, welche die Herrschaft der Pathokraten gefährdet: Die Söhne normaler Menschen, die ausgesandt werden, um für ein illusorisches „nobles Ziel“ zu kämpfen. Wenn der Tod der Soldaten den Pathokraten dann Sicherheit gibt, werden die Kämpfer zu Helden gemacht und mit Lobgesängen verehrt, was für das Heranziehen neuer, der Pathokratie ergebener, Generationen, die ihr Leben bereitwillig dem Schutz der Pathokratie hingeben, sehr zuträglich ist. Jeder Krieg, der von einer pathokratischen Nation begonnen wird, hat zwei Fronten, die Innere und die Äußere. Die innere Front ist für die Anführer und die regierende Elite von größerer Wichtigkeit. Die Bedrohung von Innen ist der entscheidende Faktor für den Beginn eines Krieges. Wenn andere Länder überlegen, gegen ein pathokratisches Land einen Krieg zu beginnen, müssen sie deshalb besonders in Betracht ziehen, dass ein solcher Krieg als Scharfrichter gegen die Bevölkerung genutzt werden kann, deren stärker werdende Macht für die Pathokratie eine aufkommende Gefahr darstellt. Letzten Endes machen Pathokraten mit anders denkenden Personen kurzen Prozess und nehmen keine Rücksicht auf deren Leid. Könige mögen wegen des Todes ihrer Ritter gelitten haben, doch Pathokraten leiden deswegen niemals: „Wir haben genügend Leute“. Sollte die Situation in solch einem Land reif sein oder werden, wird ein jeder, der dem Land hilft, von ihm unterstützt werden; und jeder, der dies nicht macht, wird bestraft werden. In einer Pathokratie bestehen für deren Erweiterung mit allen Mitteln andere interne Gründe. So lange diese „andere“ Welt, von den Systemen normaler Menschen regiert, besteht, gibt sie der nichtpathologischen Mehrheit ein gewisses Gefühl von Richtung. Die nichtpathologische Mehrheit der Bevölkerung eines Landes wird niemals aufhören, von der Wiederherstellung des Systems normaler Menschen in jeder möglichen Form zu träumen. Diese Mehrheit wird niemals aufhören, andere Länder zu beobachten und auf den passenden Augenblick zu warten. Aus diesem Grund muss ihre Aufmerksamkeit von dieser Perspektive abgelenkt werden. Die Massen müssen „erzogen“ und in die Richtung imperialistischen Strebens gelenkt werden. Dieses Ziel muss hartnäckig verfolgt werden, damit jedem klar ist, wofür gekämpft wird und in wessen Namen strenge Disziplin und Armut erduldet werden muss. Der zweite Faktor - das Erzeugen von Armut und Härte - schränkt die Möglichkeit von „subversiven“ Aktivitäten seitens der Gesellschaft normaler Menschen effektiv ein. Die Ideologie muss natürlich auch eine entsprechende Rechtfertigung für ihr angebliches Recht die Welt zu erobern bieten, die genauestens ausgearbeitet sein muss. Der Expansionismus entstammt aus der Natur der Pathokratie und nicht aus ihrer Ideologie, doch diese Tatsache muss durch die Ideologie versteckt werden.12 Wann immer dieses Phänomen in der Geschichte beobachtet werden konnte, zeigte sich Imperialismus in seiner ausgeprägtesten Form. Andererseits gibt es aber Länder mit Regierungen normaler Menschen, in denen die überwältigende Mehrheit der Gesellschaften beim dem Gedanken, dass ihnen ein ähnliches System auferlegt werden könnte, schaudert. Die Regierungen dieser Länder unternehmen sodann alles in ihrer Macht stehende, alles, was im Rahmen ihres Verständnisses des Phänomens möglich ist, um die Expansion einer Pathokratie im Zaum zu halten. Die Bürger dieser Länder würden vor Erleichterung durchatmen, wenn es gelänge, solch ein übelwollendes und unverständliches System durch menschlichere, leichter zu verstehende Regierungsmethoden zu ersetzen, mit denen eine friedliche Koexistenz möglich wäre.
Solche Länder unternehmen zu diesem Zweck verschiedenste Handlungen,
deren Qualitäten davon abhängen, wie sie diese andere Realität verstehen können. Diese Art von Bemühung findet bei den Bevölkerungen Anklang. Die militärische Macht der Länder normaler Menschen schränkt die Möglichkeiten der Pathokratie ein, bewaffnete Angriffe durchzuführen. Deshalb ist für die Pathokratie eine Schwächung jener Länder überlebenswichtig, die in der Lage sind, gegen eine Pathokratie aufzustehen. Dies geschieht insbesondere durch die Nutzung der reaktiven Pathokratie, die in einigen ihrer abweichenden Bürger erweckt wird.
Jedoch haben auch viele Länder mit Systemen normaler Menschen, die industrielle Produkte im Überfluss besitzen, Probleme mit der Nahrungsversorgung und zeitweiliger wirtschaftlicher Rezession, obwohl deren Bürger in keinster Weise überarbeitet sind. Folglich wird die Versuchung, solch ein Land samt seines Wohlstandes zu beherrschen - das konstante imperialistische Motiv - in einer Pathokratie noch mehr verstärkt. Der gesammelte Wohlstand eines eroberten Landes kann dann eine Zeit lang ausgebeutet werden und die Bürger werden dazu gedrängt gegen geringe Entlohnung viel härter zu arbeiten. In diesem Augenblick wird kein Gedanke an die Tatsache verschwendet, dass die Einführung eines pathokratischen Systems in einem solchen Land letzten Endes zu ähnlich unproduktiven Zuständen führt. Immerhin zeigt eine psychologische Abweichung - definitionsgemäß - das Fehlen von Selbsterkenntnis an. Unglücklicherweise regt die Idee, reiche Länder zu erobern, auch die Gehirne vieler armer, nichtpathologischer Leute an, die unter der Pathokratie leiden, jedoch nicht ein Verständnis darüber, warum dies geschehen kann und wem eine solche Gelegenheit nützt, sich etwas anzueignen und damit seinen eigenen Wanst zu stopfen. Wie es bereits seit Jahrhunderten der Fall ist, ist militärische Kraft das Hauptinstrument mit dem solche Ziele erreicht werden. Dennoch wurde im Verlauf der Jahrhunderte, wann immer in der Geschichte das Phänomen der Pathokratie registriert wurde (unabhängig des ideologischen Mantels, der es verdeckte), auch ein bestimmtes Maß verschiedener Einflüsse offenbar: etwas im Auftrag einer speziellen Intelligenz im Dienst internationaler Intrige, das eine Eroberung erleichterte. Diese Eigenschaften entstammen den bereits besprochenen Persönlichkeitsmerkmalen, die das gesamte System inspirieren; dies sollte für Historiker die entsprechende Daten darstellen, womit sie dieses Phänomen in der aufgezeichneten Geschichte identifizieren können. Überall auf der Welt gibt es Menschen mit besonders anfälligen abweichenden Persönlichkeiten. In solchen Menschen erweckt sogar eine weit entfernte Pathokratie eine entsprechende Resonanz, die auf ihr darunter liegendes Gefühl wirkt, dass „es einen Platz für Leute wie uns gibt.“ Gleichermaßen leben ebenfalls überall unkritische, frustrierte und missbrauchte Menschen, die über eine passend ausgeklügelte Propaganda erreicht werden können. Die Zukunft einer Nation hängt stark davon ab, wieviele solche Personen in ihr leben. Eine Pathokratie kann Dank ihres spezifischen psychologischen Wissens und ihrer Überzeugung, dass normale Menschen naiv sind, ihre „anti-psychotherapeutischen“ Techniken verfeinern und auf bekannt egotistische Weise ihre abweichende Konzeptwelt anderen Menschen in anderen Ländern einflüstern und sie auf diese Weise für Eroberung und Beherrschung empfänglich machen. Die am häufigsten benutzten Methoden beinhalten paralogistische und konversive Vorgehensweisen, wie die Projektion der eigenen Qualitäten und Absichten auf andere Menschen, soziale Gruppierungen oder Nationen, paramoralische Empörung und das Abblocken von Argumenten. Diese letzte Methode ist die pathokratische Nummer Eins; sie wird auf breiter Basis eingesetzt und führt den Verstand eines durchschnittlichen Menschen in eine Sackgasse, da diese dann als Resultat die Wahrheit in der „goldenen Mitte“ zwischen der Realität und deren Gegenteil suchen.13 Wir sollten deshalb besonders hervorheben, dass obgleich verschiedene Arbeiten im Bereich der Psychopathologie Beschreibungen der meisten dieser nahezu heuchlerischen Methoden enthalten, eine komplette Aufstellung, die die beobachteten Lücken schließt, nicht vorhanden ist und dringend benötigt wird. Um wie viel besser wäre es, wenn die Menschen und Regierungen in Ländern mit Systemen normaler Menschen aus einer solchen Arbeit ihren Vorteil ziehen könnten und sich wie erfahrende Psychologen verhalten könnten. Wenn sie die Vorwürfe, die ihnen gemacht werden, im Rahmen von Projektionen und verdrehten Aussagen betrachten könnten, deren Charakter ein Abblocken von Argumenten kennzeichnet. Ein wenig analytische Kosmetik könnte auf diese Weise eine praktische Liste der Absichten eines pathokratischen Reiches herstellen.14 In Ländern mit normalen menschlichen Systemen wurde das Gesetz zum Massstab der Rechtsauffassung. Wir vergessen jedoch oft, wie unvollständig solch eine Schöpfung des menschlichen Geistes in Wirklichkeit ist, wie abhängig sie von den Formulierungen ist, die auf Informationen beruhen, die von den Gesetzgebern verstanden werden. In der juristischen Theorie akzeptieren wir die regelnde Natur von Gesetzen als vorgegeben und akzeptieren in der Folge, dass in bestimmten Fällen deren Wirksamkeit mit der menschlichen Realität nicht unbedingt übereinstimmt. Solcherart verstanden stattet uns die Gesetzgebung mit nur unzureichender Unterstützung aus, die wir für ein Entgegenwirken gegenüber Phänomenen benötigten, deren Charakteristika ausserhalb der Möglichkeiten der Vorstellungen der Gesetzgeber liegen. Das Gegenteil ist der Fall: Eine Pathokratie ist sich darüber bewusst, wie sie aus den Schwächen solch einer legalistischen Denkweise ihre Vorteile ziehen kann. Die interne Handlungsweisen dieses makrosozialen Phänomens und ihrer externen Expansion beruhen indes auf psychologischen Daten. Es ist beispielsweise, unabhängig davon wie diese Daten innerhalb der Persönlichkeiten von Pathokraten deformiert sind, in seiner Durchtriebenheit den Gesetzessystemen normaler Menschen weitaus überlegen. Dies macht die Pathokratie zum sozialen System der Zukunft, obgleich es die Form einer Karikatur annimmt. Aus diesem Grund liegt die Zukunft für normale Menschen in sozialen Systemen, die auf einem verbessertem Verständnis der Menschheit in all ihren psychologischen Variationen beruhen; eine Entwicklung in diese Richtung kann unter anderem größeren Widerstand gegenüber den expansionistischen Methoden dieses makrosozialen Phänomens gewährleisten, die dieses bei bei seinen Versuchen, die Welt zu beherrschen, anwendet.
Durch Gewalt aufgezwungene Pathokratie
Wann immer eine Nation eine „Systemkrise“ oder eine Hyperaktivität des ponerogenischen Prozesses im Inneren erfährt, wird sie zum Ziel einer pathokratischen Penetration, deren Zweck es ist, das Land wie Beutegut zu behandeln. Es wird daraufhin leicht, Vorteile aus den inneren Schwächen und revolutionären Bewegungen zu ziehen, damit Gesetze auf Basis von eingeschränkter Machtausübung eingeführt werden können. Zustände wie ein großer Krieg oder eine kurzfristige Schwäche eines Landes können manchmal auch dazu führen, dass sich das Land (gegen seinen Willen) der Gewalt eines ihrer pathokratischen Nachbarländer unterwirft, dessen System solch große Schwächen noch nicht gezeigt hat. Nach dem gewaltsamen Aufzwingen solch eines Systems verändert sich der Verlauf der Pathologisation des Lebens. Eine solche Pathokratie wird weniger stabil sein. Ihre Existenz hängt dann von niemals endender äußerer Gewalt ab. Wir wollen nun diese zweite Situation als erstes betrachten: Zuerst muss der Widerstand einer erschöpften Nation mit brutaler Gewalt erstickt werden. Jene Personen, die militärische oder Führungsfähigkeiten besitzen, müssen entfernt und jeder Bürger, der moralische Werte und gesetzestreue Prinzipien hat, muss zum Schweigen gebracht werden. Die neuen Richtlinien werden niemals deutlich verkündet. Die Menschen müssen die neuen, ungeschriebenen Gesetze über schmerzvolle Erfahrungen lernen. Der lähmende Einfluss dieser abweichenden Konzeptwelt erledigt den Rest. Der gesunde Menschenverstand benötigt nun Achtsamkeit und Ausdauer. Dieser Phase folgt ein Schock, der genauso tragisch wie angsteinflößend wahrgenommen wird. Einige Personen aus jeder sozialen Gruppierung, ob sie nun missbrauchte Almosenempfänger, Aristokraten, Beamte, Literaten, Studenten, Wissenschafter, Priester, Atheisten oder sonst irgendwer sind, beginnen plötzlich ihre Persönlichkeiten und ihre Weltsichten zu verändern. Menschen, die gestern noch anständige Christen oder Patrioten waren, vertreten nun die neue Ideologie und verhalten sich gegenüber jedem, der weiterhin an den alten Werten festhält, mit Missachtung. Es wird erst später klar, dass dieser ganz offensichtlich lawinenartige Vorgang seine natürlichen Grenzen hat. Mit der Zeit wird die Gesellschaft auf Grundlage von Faktoren umgeschichtet, die von den alten politischen Überzeugungen und sozialen Verbindungen völlig unterschiedlich sind. Wir kennen bereits die Ursachen dafür. Durch direkten Kontakt mit der Pathokratie beginnt gleichzeitig die Gesellschaft zu spüren, dass sich die eigentlichen Inhalte der Pathokratie von den Ideologien unterscheiden, die zuvor verbreitet wurden, als das Land noch unabhängig war. Diese Divergenz ist ein traumatisierender Faktor, da dadurch die Werte akzeptierter Überzeugungen in Frage gestellt werden. Es vergehen Jahre, bis der Verstand sich an die neuen Konzepte angepasst hat. Wenn diejenigen Menschen, die dies bereits erlebt haben und die immer noch an die ursprünglichen Ideologien glauben, daraufhin nach Westeuropa oder in die USA reisen, kommt ihnen die Maske, die von der Pathokratie präsentiert wird, völlig blödsinnig vor. Eine durch Gewalt aufgezwungene Pathokratie kommt in fertiger Form daher, die wir sogar als reif bezeichnen können. Menschen, die dies aus der Nähe beobachten konnten, waren nicht in der Lage, die frühen Phasen ihrer Entwicklung auszumachen, als Schizoide und Charakteropathen an der Macht waren. Dass Vorhandensein dieser Phasen und ihrer Eigenschaften musste im Zuge dieser Arbeit auf Grundlage von historischen Informationen rekonstruiert werden. In einem aufgezwungenen System ist psychopathisches Material bereits vorherrschend; es wird als von der menschlichen Natur gegenteilig wahrgenommen, fast als bar jeglicher ideologischer Maske, die in einem eroberten Land immer weniger vonnöten ist, doch trotzdem in seiner Unverständlichkeit für Menschen maskiert, die weiterhin versuchen in den Kategorien einer natürlichen Weltsicht zu denken. Zuerst nehmen wir das alten System aus Kategorien und Übereinkünften als schmerzvoll unzureichend für das Verständnis der Realität, die uns überwältigt hat, wahr. Die essentiellen objektiven Kriterien, die wir für eine Klassifizierung unserer Beobachtungen benötigten, können ohne jahrelange harte Arbeit nicht geschaffen werden. Menschen mit abweichenden Charakteren, die über die gesamte Gesellschaft verstreut sind, merken jedoch mit untrüglicher Sicherheit, dass die Zeit gekommen ist, in der ihre Träume wahr werden, die Zeit, in der sie sich an jenen „anderen“ Menschen rächen können, die ihnen zuvor Schmach und Demütigung zugefügt haben. Dieser gewalttätige Entwicklungsprozess der Pathokratie dauert etwa acht Jahre an. Danach durchläuft er eine ähnlich eskalierende Transformation in die verheimlichende Phase. Die Systemfunktionen, psychologischen Mechanismen und mysteriösen ursächlichen Verbindungen eines Landes, dem eine quasi-politische Struktur auferlegt wurde, gleichen im Wesentlichen jenem Land, das der Ausgangspunkt des Phänomens ist. Das System verbreitet sich bis in die kleinsten Einheiten, bis es jedes Dorf und jeden Menschen erreicht. Die realen Inhalte und inneren Ursachen dieses Phänomens zeigen ebenfalls keine nennenswerte Unterschiede, unabhängig davon, ob wir unsere Beobachtungen in der Hauptstadt oder in einem entlegenen kleinen Dorf anstellen. Wenn ein gesamter Organismus krank ist, kann ihm an jeder zweckdienlichen Stelle Gewebe zu Diagnosezwecken entnommen werden. Jene Menschen, die in Ländern mit normalen menschlichen Systemen leben und versuchen dieses andere System mittels ihrer Vorstellungskraft zu verstehen, oder indem sie die Mauern des Kreml versuchen dort zu durchdringen, wo sie annehmen, dass die Absichten der höchsten Behörden verborgen werden, realisieren nicht, dass dies eine äußerst beschwerliche Methode für ein Ziel ist, das weit effizienter erreicht werden kann. Um die Essenz des Phänomens erkennen zu können, müssen wir uns nur in eine Kleinstadt begeben, wo es viel leichter ist, von hinter den Kulissen aus die Situation zu betrachten und die Natur eines solchen Systems zu analysieren. Es stellt sich dabei heraus, dass manche der Unterschiede in der Natur des pathokratischen Phänomens zwischen dem Ausgangsland und dem Land, dem das System mit Gewalt aufgezwungen wurde, beständig sind. Das System wird die eroberte Gesellschaft immer als etwas Fremdes behandeln, das weiterhin mit seinen Wurzeln auf eine Weise verbunden ist. Die historischen Traditionen und die Kultur einer Gesellschaft stellen eine Verbindung zu jenen Bestrebungen dar, deren Ziel es ist, wieder normale menschliche Strukturen herzustellen. Es zeigt sich besonders, dass je besser die kulturelle Entwicklung ausgeprägt ist, desto widerstandsfähiger sich das Land gegenüber den destruktiven Handlungsweisen des Systems verhalten kann. Die unterworfene Nation findet in ihren eigenen kulturellen, religiösen und moralischen Traditionen Unterstützung und Inspiration für ihren psychologischen und moralischen Widerstand. Diese über Jahrhunderte entwickelten Werte können nur schwer zerstört oder von der Pathokratie kooptiert werden. Das Gegenteil ist der Fall: sie fördern sogar ein intensiveres Leben in der neuen Gesellschaft. Diese Werte reinigen sich selbst schrittweise von patriotischem Getue und deren wesentlichen Inhalte werden in ihren ewigen Bedeutungen realer. Nötigenfalls wird die Kultur des betreffenden Landes im privaten Bereich verborgen, oder mittels Konspiration verbreitet. Jedenfalls überlebt sie solche Zeiten, sie entwickelt sich weiter und erschafft so Werte, die sich in glücklicheren Zeiten niemals hätten entwickeln können. Als Resultat wird der Widerstand der betroffenen Gesellschaft ausdauernder und immer geschickter. Es wird mit der Zeit klar, dass diejenigen, die daran glaubten, ein solches System dem Land aufzuerlegen und die auf die autonomen pathokratischen Mechanismen vertrauten, viel zu optimistisch waren. Eine aufgezwungene Pathokratie ist immer ein fremdes System. Selbst wenn eine Pathokratie in das Land seiner eigenen Entstehung zurückkommt liegt ihre Lebensdauer in der nun unterworfenen Nation bei nur ein paar Wochen.
Künstlich infizierte Pathokratie und psychologische Kriegsführung
Ob nun direkt oder indirekt (d.h. über abweichende „Agenten“), dieser Ruf der Pathokratie erreicht, wenn er einmal entsprechend herausgeputzt wurde, einen bedeutend größeren Personenkreis, die aus sowohl abweichenden Menschen, als auch aus Personen bestehen, die frustriert sind, die keine Chance auf Bildung hatten, die ihre Talente nicht einsetzen können, die körperlich oder moralisch verletzt oder einfach nur primitiv sind. Der Umfang der Reaktionen auf diesen Ruf kann unterschiedlichen Ausmasses sein, doch nirgendwo wird er die Mehrheit umfassen. Nichtsdestotrotz beachten die aufkommenden Redekünstler aus den eigenen Reihen die Tatsache nicht, dass sie die Mehrheit niemals hinreissen können.15 Die unterschiedlichen Grade des Widerstands in den verschiedenen Ländern hängen von vielen Faktoren ab. So spielen dabei der Wohlstand und dessen gleichmäßige Verteilung, der Bildungsstand einer Gesellschaft (besonders in den ärmeren Schichten), die Anzahl von primitiven oder verschiedenartig abweichenden Menschen und auch die augenblickliche Phase im hysteroiden Kreislauf eine Rolle. Einige Länder wurden als Resultat eines direkteren Kontaktes mit dem Phänomen immun, eine Erscheinung, die wir im nächsten Kapitel behandeln werden. In Ländern, die frisch entstanden sind und die wenig politische Erfahrung besitzen, erreicht eine ausgefeilte revolutionäre Doktrin das autonome Substrat der Gesellschaft und findet so Menschen, die diese als ideelle Realität betrachten. Dies tritt auch in Nationen auf, in denen eine übermäßig egoistische Oberschicht ihre Positionen durch naive moralisierende Standpunkte verteidigt, worin Ungerechtigkeit weit verbreitet ist oder worin eine Intensivierung der Hysterie das Funktionieren des gesunden Menschenverstandes erstickt. Leute, die sich an revolutionäre Schlagwörter gewöhnt haben vergewissern sich nicht mehr, ob derjenige, der eine solche Ideologie darlegt, auch wirklich ein ehrlicher Anhänger ist und nicht einfach jemand, der die Ideologie als Maske benutzt, um damit andere Motive, die seiner abweichenden Persönlichkeit entstammen, zu verbergen. Zusätzlich zu diesen Redekünstlern finden wir auch eine weitere Form von Predigern revolutionärer Ideen, deren Status im wesentlichen mit dem Geld verbunden ist, das sie für ihre Aktivitäten erhalten. Es ist jedoch unwahrscheinlich, dass unter ihnen Personen gefunden werden können, die auf Basis der bereits erwähnten Kriterien als psychologisch normal charakterisiert werden können. Ihre Indifferenz gegenüber menschlichem Leid, das von ihren Aktivitäten verursacht wurde, stammt aus den Mängeln in ihrer Sichtweise bezüglich den Werten zu gesellschaftlichen Verbindungen oder bezüglich ihrer Fähigkeit, die Ergebnisse ihrer Handlungen vorhersehen zu können. In ponerogenischen Prozessen überschneiden sich moralische Mängel, intellektuelle Schwächen und pathologische Faktoren in einem ursächlichen Raum-Zeit Netzwerk, das individuelles und nationales Leid hervorbringt. Jeder begonnene Krieg, der mit psychologischen Waffen geführt wird, kostet nur einen Bruchteil eines klassischen Krieges. Solch ein Krieg hat jedoch auch seinen Preis, besonders dann, wenn er gleichzeitig und weltweit in vielen Ländern geführt wird. Leute, die im Namen der Interessen einer Pathokratie agieren, können dies parallel unter der Flagge einer traditionellen oder anderen Ideologie, wie auch mithilfe dieser gegenüber widersprüchlichen Ideologien tun, die die traditionelle Ideologie bekämpfen. Im zweiten Fall muss dies mit Personen bewerkstelligt werden, deren Reaktion auf den Ruf der Pathokratie stark genug ist, um die selbstsuggestiven Handlungsweisen der zweiten Ideologie, die sie nutzen, vor einer Schwächung der Verbindungen mit ihrem eigentlichen Machthunger zu schützen. Wann immer in einer Gesellschaft ernsthafte soziale Probleme bestehen, wird es auch sensible Gruppen von Menschen geben, die sich um eine Verbesserung der sozialen Situation mittels energetischer Reformen bemühen, um die Ursache der sozialen Spannungen abzubauen. Andere wiederum betrachten es als ihre Pflicht, eine moralische Verjüngung der Gesellschaft herbeizuführen. Das Ausräumen von sozialer Ungerechtigkeit und eine Wiederherstellung der Moral und der Kultur eines Landes kann einer Pathokratie jede Chance nehmen, das Land zu übernehmen. Reformer und Moralisten, die in einem solchen Sinne arbeiten, müssen deshalb von der Pathokratie beständig mittels liberaler oder konservativer Standpunkte und entsprechender suggestiver Schlagworte und Paramoralismen kaltgestellt werden; wenn nötig, muss die Pathokratie die Besten unter ihnen töten. Strategen der psychologischen Kriegsführung müssen sich recht früh entscheiden, welche Ideologie aufgrund ihrer Anpassungsfähigkeit an die Traditionen in einem speziellen Land am effektivsten wirken kann. Letzten Endes muss die entsprechend adaptierte Ideologie die Funktion eines trojanischen Pferdes erfüllen, das die Pathokratie in das Land bringt. Diese verschiedenen Ideologien werden dann schrittweise nach dem ursprünglichen Master-Plan angepasst. Schlussendlich fällt die Maske. Organisierte und bewaffnete Partisanen, die zur richtigen Zeit ihre Rekruten aus unzufriedenen Schichten auflesen; deren Führung wird von Offizieren übernommen, die mit der geheimen Idee wie auch mit der operativen Idee, die für die Verbreitung im betreffenden Land ausgeheckt wurde, vertraut sind. Danach wird Gruppierungen von Verschwörern Unterstützung gewährt, die der ausgeheckten Idee anhängen und die einen Staatsstreich ausführen können, woraufhin eine Regierung installiert wird, die mit eiserner Faust regiert. Wenn dies erfolgt ist, hören die Ablenkungsmanöver der Partisanen auf - sie werden dann zu Sündenböcken gemacht - damit die neue Obrigkeit die Lorbeeren dafür ernten kann, inneren Frieden gebracht zu haben. Jeder Ganove, der sich den neuen Vorschriften nicht unterwerfen will oder kann, wird „freundlich“ zu seinem neuen Anführer zitiert, wo er hinterrücks niedergeschossen wird. Das ist die neue Realität. Auf diese Weise werden solche Regierungssysteme geboren. Ein Netzwerk aus pathologischen ponerogenischen Faktoren ist bereits aktiv, wie auch die inspirierende Rolle der essentiellen Psychopathie. Dies stellt jedoch noch nicht das ganze Bild der Pathokratie dar. Viele örtliche Anführer und ihre Anhänger beharren auf ihren ursprünglichen Überzeugungen. Diese, obgleich radikal, sehen sie für das Wohl von vielen seinerzeit missbrauchten Menschen förderlicher an, als für die paar Prozent von Pathokraten mit ihren Interessen an einem weltweiten Reich, wie sie es sich vorstellen. Regionale Führungspersönlichkeiten denken weiterhin im Sinne einer sozialen Revolution, die ihnen für die Ziele, an die sie wirklich glauben, geeigneter erscheint. Sie verlangen, dass ihnen die „freundliche Macht“ nicht nur die versprochene Hilfestellung leistet, sondern ihnen auch ein gewisses Maß an Autonomie gewährt, was sie als besonders wichtig ansehen. Sie sind mit der rätselhaften „wir und sie“ Dichotomie nicht ausreichend vertraut. Gleichzeitig wird ihnen befohlen, sich den Diktaten missverständlicher Botschaften zu unterwerfen, deren Bedeutung und Zweck schwierig zu verstehen sind. So werden ideologische, nationalistische und praktische Frustration und Zweifel immer stärker. Stufenweise werden auch die Auseinandersetzungen stärker, besonders wenn große Teile der Gesellschaft zu zweifeln beginnen, ob die Personen, die im Namen der großen Ideologie agieren, auch wirklich an diese glauben. Dank ihrer Erfahrungen und ihres Kontakts mit der pathokratischen Nation, erhöhen ähnlich weite Teile der Gesellschaft gleichzeitig ihr praktisches Wissen um die Realität und die Verhaltensweisen des betreffenden Systems. Falls solch eine Halb-Kolonie dann zu unabhängig oder sogar abtrünnig wird, kann dieses Wissen daraufhin die Wahrnehmung der Länder normaler Menschen erreichen. Das ist für eine Pathokratie eine ernsthafte Bedrohung. So wird eine immer stärker werdende Kontrolle vonnöten, bis die totale Pathokratie erreicht ist. Diejenigen Staatschefs, die von den zentralen Behörden als Übergangslösung angesehen wurden, werden eliminiert, außer sie sind bereit sich entsprechend zu unterwerfen. Hier spielen im Allgemeinen geopolitische Gegebenheiten eine entscheidende Rolle. Das erklärt, warum es für solche Oberhäupter leichter ist, auf einer entlegenen Insel zu überleben, als in an das Reich angrenzenden Ländern. Sollten sie es jedoch schaffen, ein größeres Maß an Autonomie zu erreichen, indem sie ihre Zweifel verbergen, können sie möglicherweise - wenn die Umstände günstig sind - aus ihrer geopolitischen Lage Vorteile ziehen. Während solch einer Krise des Misstrauens, kann eine umsichtige Politik in Ländern normaler Menschen dennoch Ansätze einer revolutionären oder linken Form annehmen, doch niemals eine Pathokratische. Dies ist jedoch nicht der einzige fehlende Punkt. Ein weiterer Hauptpunkt ist das Fehlen von objektivem Wissen über das Phänomen selbst, das solch eine politische Linie erst möglich macht. Emotionale Faktoren, gekoppelt mit einer moralisierenden Interpretation pathologischer Phänomene, spielen bei politischen Entscheidungen sehr oft eine allzu große Rolle. Solange nicht ein zweiter Umsturz und die Auswechslung der vorübergehenden Staatsoberhäupter, die nicht ausreichend loyal waren, vollzogen ist, kann sich eine Pathokratie nicht vollständig entwickeln. Dies ist eine Machtprobe mit den wirklichen Anhängern der ursprünglichen Ideologie, die an der Entstehung der Pathokratie beteiligt war und sich danach aufgrund von geeigneten, aufgezwungenen Anführern und der Aktivitäten der autonomen ponerogenischen Mechanismen dieses Phänomens weiterentwickeln konnte. Nach der anfänglichen Regierungsperiode, die brutal, blutig und psychologisch naiv ist, beginnt eine solche Pathokratie daraufhin mit der Transformation in ihre verheimlichende Phase, die wir bereits bei der Entstehung des Phänomens und im Abschnitt über eine durch Gewalt aufgezwungene Pathokratie behandelt haben. Während dieser Periode kann nicht einmal die geschickteste Politik eines aussenliegenden Staates ein solches System untergraben. Doch die Zeit der Schwäche steht noch bevor: wenn sich in der Gesellschaft normaler Menschen ein mächtiges Netzwerk bildet. Die obige lapidare Beschreibung einer infektiös angesteckten Pathokratie zeigt auf, dass dieser Prozess alle Phasen einer unabhängigen Ponerogenese wiederholt, jedoch in Zeit und Inhalt verkürzt ist. Unter der Herrschaft ihrer inkompetenten administrativen Vorgänger können wir sogar eine Periode der Hyperaktivität von schizoiden Menschen ausmachen, die von der Vision ihrer eigenen Herrschaft fasziniert sind, die auf Verachtung gegenüber der menschlichen Natur beruht. Dies ist besonders dann der Fall, wenn in einem Land viele solche Menschen vorhanden sind. Sie realisieren nicht, dass die Pathokratie niemals ihre Träume verwirklichen wird. Im Gegenteil, sie wird sie in den Schatten stellen, da nur solche Individuen an die Macht kommen, die wir bereits ausführlich beschrieben haben. Eine infizierte Pathokratie wird auf ein unterworfenes Land stärkeren Druck ausüben als eine, die durch Gewalt aufgezwungen wurde. Gleichzeitig behält sie jedoch eine gewisse Charakteristik ihrer abweichenden Inhalte, die manchmal als „ideologisch“ bezeichnet werden, obwohl sie in Wirklichkeit ein Derivat der unterschiedlichen ethnologischen Substrate sind, auf welchen ihr Ableger eingepflanzt wurde. Sollten deshalb Umstände wie die numerische Überlegenheit, eine weite Ausdehnung oder eine geographische Isolation eines Landes die Unabhängigkeit von der hauptpathokratischen Nation erlauben, werden so andere messbare Faktoren und die Gesellschaft normaler Menschen Wege finden, das Regierungssystem zu beeinflussen und aus den Möglichkeiten, die durch die verheimlichende Phase entstehen, ihre Vorteile ziehen zu können. Angesichts günstiger Umstände und geschickter Hilfe von aussen könnte dies zu einer Depathologisierung des Systems führen.
Allgemeine Betrachtungen
Wir müssen deshalb ganz besonders auf das Problem der biologischen Ermittlung des Verhaltens abweichender Menschen hinweisen. Wir erkennen hauptsächlich die im Gegensatz zu einem durchschnittlichen Menschen eingeengte Fähigkeit zu moralischen Entscheidungen und die eingeschränkten Möglichkeiten ihrer Verhaltensweisen. Eine innere Haltung zu erreichen, die uns auch unsere Feinde verstehen lässt, ist für uns Menschen eine äußerst schwierige Aufgabe. Auf dem Weg zu einer Heilung der Welt von dieser Krankheit zeigt sich, dass moralische Verachtung ein großes Hindernis darstellt. Es ist ein Resultat des Charakters des Phänomens, das wir in diesem Kapitel behandeln, dass jeder Versuch seine Natur zu verstehen und seinen inneren Gründen auf die Spur zu kommen scheitern wird, wenn wir dafür nur unsere natürliche Sprache von psychologischen, sozialen und moralischen Konzepten, selbst wenn sie in zum Teil perfektionierter Form von den Sozialwissenschaften angewandt wird, zur Verfügung haben. Es wäre so auch unmöglich, die darauf folgenden Phasen in der Entwicklung des Phänomens vorherzusehen oder seine Schwachpunkte und schwachen Zeiten auszumachen, um entsprechende Gegenmaßnahmen entwickeln zu können. Aus diesem Grund ist die Entwicklung einer passenden und ausreichend verständlichen Konzeptsprache ein essentielles Vorhaben. Dies verlangt mehr Zeit und Aufwand, als das Studium des Phänomens selbst. Deshalb wurde es notwendig, den Leser mit der Einführung in diese Konzeptsprache zu langweilen und dies sowohl kurz und bündig als auch angemessen zu tun. Es ermöglicht auch dem im Bereich der Psychopathologie ungeübten Leser ein Verständnis der Lage. Jeder, der ein Fernsehgerät reparieren will, ohne es dabei kaputt zu machen, muss sich vorher mit Elektronik befassen, was gleichfalls außerhalb des Verständnisbereiches unserer natürlichen Konzeptsprache liegt. Wenn ein Wissenschafter jedoch lernt, dieses makrosoziale Phänomen innerhalb eines entsprechenden Bezugsystems zu verstehen, so steht er eine zeitlang voller Fragen davor, - wie von dem soeben geöffneten Schrein des Tut-Ench-Amun - bevor er die Gesetzmäßigkeiten der Phänomene, die hier am Werk sind, versteht. Danach kann er mittels eines breiten Spektrums an detaillierten Informationen dieses Verständnis vervollständigen, immer schneller und immer geschickter. Die erste Schlussfolgerung, die sich kurz nach der ersten Begegnung mit dem „Professor“ - wie in Kapitel 1 beschrieben - von selbst anbot, war die Erkenntnis, dass dieses Phänomen aufgrund der Mitwirkung von beeinflussbaren Menschen in einer x-beliebigen Gesellschaft schon von Natur aus limitiert ist. Die erste Annahme von etwa 6% an anfälligen Personen stellte sich als korrekt heraus. Dies konnte durch eine immer größer werdende Anhäufung von genauen statistischen Daten belegt werden. Dieser Wert variiert je nach Land um ungefähr einen Prozentpunkt auf- oder abwärts. Das bedeutet, dass es ca. 0,6% essentielle Psychopathen gibt, also 1/10 von 6%. Diese Anomalie spielt jedoch eine überdurchschnittliche Rolle, wenn man die Durchdringung des gesamten Phänomens mit ihren Gedanken- und Erfahrungsmustern vergleicht. Andere Psychopathien wie die asthenische, schizoide, anankastische, hysterische, etc. Psychopathie spielen die zweite Geige, obgleich sie in Summe wesentlich zahlreicher vorhanden sind. Relativ primitive, skirtoide Menschen werden zu Mitstreitern, die von ihrer Lust am Leben angetrieben werden, deren Handlungen aber durch ihre auf ihren eigenen Vorteil bedachte Sichtweise eingeschränkt sind. In nichtsemitischen Ländern kommt Schizoidität etwas häufigen vor als essentielle Psychopathie; obwohl schizoide Menschen in der frühen Phase der Entstehung des Phänomens höchst aktiv sind, lassen sie eine Abneigung gegenüber der Pathokratie und eine rationale Distanz zu effektivem Denken erkennen. So stehen sie zwischen solch einem System und der Gesellschaft normaler Menschen. Zu den Menschen, die weniger der Pathokratie zugeneigt sind, gehören auch Personen die sich in Zuständen befinden, die durch toxische Wirkungen bestimmter Substanzen verursacht werden. Zu diesen Substanzen gehören Äther, Kohlenmonoxid16 und möglicherweise auch einige Endotoxine, falls die Personen in ihrer Kindheit damit in Kontakt kamen.17 Unter den Menschen mit anderen Anzeichen von Gehirnschäden weisen nur zwei der beschriebenen Arten eine messbare Neigung auf, die frontalen und die paranoiden Charakteropathen. Im Fall der frontalen Charakteropathen ist dies prinzipiell das Resultat der Unfähigkeit zu selbstkritischer Reflexion und des Unvermögens, sich aus einer Sackgasse zu befreien, in die der Mensch gedankenlos gestolpert ist. Paranoide Menschen erwarten sich von einem solchen System kritiklose Unterstützung. Im Allgemeinen sind Träger verschiedenster Arten von Hirnverletzungen jedoch eindeutig der Gesellschaft normaler Menschen zugeneigt. Als Ergebnis ihrer psychologischen Probleme leiden sie unter der Pathokratie letztendlich mehr als gesunde Menschen.
Es stellte sich auch heraus, dass Personen mit einigen - Psychiatern und manchmal auch Psychologen bekannten -
physiologischen Anomalien, die vererbt werden, gespaltene Tendenzen zeigen, ähnlich wie schizoide Menschen. Auf ähnliche Weise ist das Phänomen für Personen, die unglücklicherweise nur ein kurzes Leben hatten, - wobei hier häufig ein Zusammenhang mit Krebserkrankungen besteht - charakteristisch und irrational anziehend.
Die aktive Struktur der neuen Regierungsform wird von etwas 6% der Bevölkerung gebildet, die ihre eigenen, besonderen Ansichten über ihre Ziele hat. Doppelt so viele Menschen bilden eine zweite Gruppe: jene die es geschafft haben, ihre Persönlichkeit so zu verdrehen, damit sie den Anforderungen der neuen Realität entspricht. Das führt zu Verhaltensweisen, die bereits in den Kategorien der natürlich psychologischen Weltsicht interpretiert werden können, was bedeutet, dass die Irrtümer, die uns unterlaufen können, kleiner werden. Es ist natürlich unmöglich, zwischen diesen beiden Gruppen eine genaue Trennlinie zu ziehen; die vorgenommene Trennung dient nur zur Erläuterung. Diese zweite Gruppe besteht aus Menschen, die im Durchschnitt schwächer, kränker und weniger vital sind. Bekannte Geisteskrankheiten kommen in dieser Gruppierung doppelt so häufig vor wie im nationalen Durchschnitt. Wir können deshalb annehmen, dass bei der Entstehung ihrer unterwürfigen Verhaltensweise gegenüber dem Regime, ihrer größeren Anfälligkeit für pathologische Auswirkungen und ihres launischen Opportunismus verschiedene, relativ unmerkliche Anomalien beteiligt sind. Wir können hier nicht nur physiologische Anomalien beobachten, sondern auch jene, die wir bereit beschrieben haben, allerdings in geringster Ausformung und mit Ausnahme der essentiellen Psychopathie. Die 6% bilden den neuen Adel. Die neue Bourgeoisie wird schrittweise von den 12% belegt, deren wirtschaftliche Situation hervorragend ist. Indem sich diese Gruppe an die neuen Umstände anpasst, nicht ohne Gewissensbisse, verändert sie sich gleichzeitig in sowohl Schwindler als auch in Vermittler zwischen der oppositionellen Gesellschaft und der aktiven ponerologischen Gruppe, mit der sie in ihrer Sprache kommunizieren können. Sie spielen in diesem System solch eine entscheidende Rolle, dass beide Seiten sie beachten müssen. Da ihre technischen Fähigkeiten besser als jene der aktiven pathokratischen Gruppe sind, nehmen sie verschiedene leitende Positionen ein. Normale Menschen betrachten sie als Personen, die sie normalerweise ohne pathologische Arroganz erreichen können. So kommt es, dass nur 18% der Bevölkerung eines Landes vom neuen Regierungssystem begünstigt sind. Wenn wir diese bourgeoise Schicht betrachten, müssen wir jedoch hinsichtlich ihrer Ehrlichkeit unsere Zweifel haben. So war die Situation in der Heimat des Autors. Diese Verhältnismäßigkeit kann in anderen Ländern unterschiedlich sein, von 15% in Ungarn bis zu 21% in Bulgarien, noch niemals ist es mehr als eine relativ kleine Minderheit. Die große Mehrheit der Bevölkerung bildet die Gesellschaft normaler Menschen und schafft sich langsam ein informelles Kommunikationsnetzwerk. Wir müssen uns wundern, warum diese Leute die Vorteile zurückweisen, die das System anbietet und vorsätzlich in der Opposition verbleiben: Armut, Schikanen und die Einschränkung der persönlichen Freiheit. Durch welche Ideale sind sie motiviert? Ist es nur eine Form von Romantik, die an Religion und Traditionen gebunden ist? Und doch ändern so viele Menschen mit religiöser Erziehung sehr schnell ihre Weltsicht in jene der Pathokraten. Dieser Frage werden wir im nächsten Kapitel nachgehen. Im Moment wollen wir uns jedoch auf die Aussage beschränken, dass ein Mensch mit normalem instinktiven Substrat, einer guten Grundintelligenz und mit allen Fähigkeiten zu Kritikfähigkeit große Schwierigkeiten haben würde, solch einen Kompromiss zu akzeptieren. Seine Persönlichkeit wäre niedergeschmettert und er würde neurotisch werden. Gleichzeitig trennt ihn solch ein System mit Leichtigkeit von Seinesgleichen, ungeachtet seines sporadischen Zögerns. Keine Propagandamethode kann die Natur dieses makrosozialen Phänomens oder die Natur eines normalen menschlichen Wesens verändern. Sie werden einander immer fremd bleiben. Die hier beschriebene Unterteilung in drei Bereiche darf nicht mit einer Mitgliedschaft in einer Partei verwechselt werden, was offiziell ideologisch, in Wirklichkeit jedoch pathokratisch ist. In einem solchen System werden viele normale Menschen dazu gedrängt, in allen möglichen Situationen einer solchen Partei beizutreten, die ihr Einverständnis dann so gut wie möglich vortäuschen müssen, um als vernünftiger Parteigenosse zu gelten. Nach einem oder zwei Jahren stumpfsinnig ausgeführter Anweisungen, beginnen sie unabhängiger zu werden und richten ihre abgetrennten Beziehungen zur Gesellschaft wieder ein. Ihre früheren Freunde beginnen den Kern ihres doppelten Spiels zu begreifen. So geht es vielen Anhängern der früheren Ideologie, die nun eine andere Funktion hat. Es sind auch die Ersten, die protestieren, dass das neue System ihre alten politischen Überzeugungen nicht wirklich teilt. Wir müssen uns auch daran erinnern, dass besonders vertrauenswürdigen Leute, deren Loyalität zur Pathokratie aufgrund ihrer psychologischen Natur eine vorherbestimmte Folgerung ist und die Funktionen die sie ausüben, nicht notwendigerweise der Partei zugehören; sie stehen darüber. Nachdem eine typische pathokratische Struktur gebildet wurde, wird die Bevölkerung nachhaltig geteilt - polarisiert - nach völlig unterschiedlichen Standpunkten, die sich jemand, der außerhalb des Einflussbereiches dieses Phänomens aufwuchs, nicht vorstellen kann und auf eine Weise, die in ihrer Art für jemanden unmöglich zu verstehen ist, der darin keine besondere Ausbildung hat. Unter der Mehrheit der Gesellschaft eines von diesem Phänomen betroffenen Landes bildet sich jedoch langsam ein intuitives Gespür für die Gründe dafür. Wer in einem System normaler Menschen aufwuchs ist daran gewöhnt, wirtschaftliche und ideologische Problem in den Vordergrund zu stellen, also möglicherweise die Ergebnisse sozialer Ungerechtigkeiten. Es hat sich gezeigt, dass solche Systeme auf höchst tragische Weise illusorisch und ineffizient sind: das makrosoziale Phänomen hat seine eigenen Eigenschaften und Gesetze, die nur innerhalb der entsprechenden Kategorien studiert und verstanden werden können. Indem wir jedoch unsere alten natürlichen Methoden des Verständnisses hinter uns lassen und lernen, den inneren Ursachen des Phänomens auf die Spur zu kommen, staunen wir über die überraschende Genauigkeit, mit der es selbst seinen eigenen Gesetzmäßigkeiten unterworfen ist. Aufgrund der menschlichen Natur gibt es immer eine größere Bandbreite an individuellen und umweltbedingten Einflüssen. Diese Variablen verschwinden in statistischen Analysen und von der Oberfläche der essentiellen konstanten Charakteristika. Die Ursachen des Systems als Ganzes können deshalb eindeutig festgemacht werden. Dies erklärt warum es relativ leicht möglich ist, vom Studium der Materie zu einer Vorhersage zukünftiger Veränderungen des Phänomens zu gelangen. Nach und nach hat sich die Angemessenheit der gesammelten Erkenntnisse durch das exakte Eintreffen der Vorhersagen bestätigt. Wir wollen nun ein paar individuelle Fälle näher betrachten. Zum Beispiel trafen wir zwei Leute, deren Verhalten uns annehmen ließ, sie seien Psychopathen. Ihr Zugang zum pathokratischen System war jedoch völlig anders: der erste bejahte es, der zweite stand ihm extrem kritisch gegenüber. Studien, die auf Tests beruhten, mit denen Gehirnschäden festgestellt werden können zeigten eine pathologische Neigung in der zweiten Person, doch nicht bei der ersten; im zweiten Fall haben wir es mit einem Verhalten zu tun, das zwar stark an Psychopathie erinnern mag, dessen Substrat jedoch unterschiedlich ist. Wenn ein Träger von Genen essentieller Psychopathie vor dem Krieg Mitglied einer entschieden Antikommunistischen Partei war, wurde er während der Bildung der Pathokratie als „ideologischer Feind“ betrachtet. Bald darauf findet er jedoch einen Modus Vivendi mit den neuen Behörden und kann eine gewisses Maß an Toleranz erwarten. Der Moment, in dem er zu einem Anhänger der neuen „Ideologie“ wird und wieder zur regierenden Partei beitritt ist nur eine Frage der Zeit und der Umstände. Wenn in der Familie eines typischen pflichtversessenen Pathokraten ein Sohn geboren wird, der Dank eines glücklichen biologischen Zufalls (oder der Partner war bio-psychologisch normal) die entsprechenden Gene nicht vererbt bekam, wird dieser Sohn im Rahmen der entsprechenden Jugendorganisationen aufwachsen und der Ideologie und der Partei, in die er früh eintreten muss, treu ergeben sein. Im reifen Mannesalter wird sich jedoch langsam der Gesellschaft normaler Menschen zurechnen. Die Opposition, die normal denkende und fühlende Welt, wird ihm näher sein; dort erkennt er sich wieder und er findet eine Reihe von ihm unbekannten - und doch vertrauten - Werten wieder. Eventuell entsteht ein Konflikt zwischen ihm und seiner Familie, der Partei und seinem Umfeld, die unter Umständen auch mehr oder weniger dramatisch sein können. Es beginnt mit kritischen Aussagen und eher naiven Anfragen an die Partei, etwas zu verändern, die natürlich in Richtung gesunden Menschenverstandes gehen. Diese Menschen beginnen schließlich an der Seite der Gesellschaft zu kämpfen und Leid und Opfer zu ertragen. Andere entscheiden sich ihr Heimatland zu verlassen und durchwandern fremde Länder, alleine unter Menschen, die sie und die Probleme, unter welchen sie aufwuchsen, nicht verstehen können. In Bezug auf das Phänomen als Ganzes sind seine Haupteigenschaften und seine Veränderungsprozesse vorhersehbar. Ebenso kann abgeschätzt werden, wann dies jeweils eintreten wird. Unabhängig von der Entstehung des Phänomens kann keine pathokratische Aktivierung der Bevölkerung eines Landes, das von dem Phänomen befallen ist, über die oben diskutierten |