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Die Welle - Serie
von Laura Knight-Jadczyk |
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Esoterisches Glossar
Die Welle
Einleitung
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Abenteuer mit Cassiopaea EinleitungEine Übung im SehenAn diesem Punkt der vorliegenden Buchserie Die Welle bemerke ich, dass ich die Richtung erneut wechseln muss. Der Inhalt ab hier war ursprünglich nicht Bestandteil der im Frühling des Jahres 2000 im Internet publizierten Erstfassung. Das Veröffentlichen von Die Welle schlug sprichwörtlich in manchen Kreisen Wellen, da ich es wage, die Wahrheit über so viele esoterische Themen aufzudecken. Ich wurde daher "zur Zerstörung ausgewählt". Aber davon werde ich später berichten. Zuerst möchte ich einige generelle Bemerkungen machen. Jene Leser, die Die Welle bis hierher gelesen haben, haben sicher bemerkt, dass die Kernaussage folgende ist: "Nichts ist so wie es scheint und wie es bisher gewesen ist" - die vielen Religionen und "Methoden des Aufstiegs", die durch die Zeitalter hindurch vermarktet wurden, eingeschlossen. Was bisher jedoch fehlt, ist ein klar definierter "Weg", der den Suchenden in seinem Streben nach den Schlüsseln zu seiner Erlösung - wie auch immer diese für ihn definiert sein mag - führt. Ich habe an dieser Buchserie daran gearbeitet, einen "Weg" zu präsentieren, indem ich meine persönlichen Erfahrungen, Lehren und Erkenntnisse aus vielen Studien teile. Jedoch stoßen sich einige Leser an Material, das sich mit den Lügen und Täuschungen, denen wir in unserer Realität ins Auge blicken, beschäftigt. Sie würden viel lieber etwas "Erheiterndes" lesen. Es kommt ihnen aber nicht in den Sinn, dass man nicht "erheitert" werden kann, solange man im Treibsand steckt. Es scheint, als ob wir tatsächlich in einer Welt aus Lügen leben - beherrscht von Lügen und Diebstahl - und dass Menschen deshalb lügen, weil es anders gar nicht möglich ist; das heißt, ohne einen "Weg." Auf unserer Suche nach Antworten, nach wiederholtem Probieren und Testens von Informationsquellen und Materialien, haben wir Stück für Stück gelernt, was nicht zu tun ist. Es gibt aber nicht viel Information darüber, was zu tun ist. Die C's1 haben einige Pfade aufgezeigt. Aber wie immer sind wir mehr oder weniger auf uns selbst gestellt, Wissen zu sammeln und dessen Anwendung zu erlernen. Wie der Leser möglicherweise bereits weiß, sind wir aus gutem Grund auf uns selbst gestellt. So kam es, dass ich begann Die Welle zu schreiben. Ich ahnte nicht, dass das Schreiben selbst mich zu meinen wichtigsten Lektionen führen würde; nämlich jene, die es mir ermöglichten, die wichtigsten Themen, Probleme und aktuellen Umstände der Menschheit zu erkennen und zu beschreiben. Das Wichtigste, das ich durch den Prozess lernte ist, dass jedes Individuum mit dem Wunsch esoterische Studien zu betreiben eine möglichst reine und voll funktionsfähige - am besten gesunde - Psyche haben sollte, bevor es beginnt, in unbekannte Gebiete abzuwandern. Denn wenn man nicht einmal mit dem alltäglichen Leben effektiv umgehen kann, wie kann man sich dann auf seinen eigenen psychologischen Zustand verlassen, um in Studien mit noch wenigeren festen Markierungen und Rückmeldungsmechanismen nicht verloren zu gehen? Deshalb ist es klar für mich, dass die allererste Tätigkeit in jeder beliebigen esoterischen Arbeit jene ist, psychologisch ganz gesund zu werden. Es wurden von anderen schon Begriffe dafür geschaffen. Im Wesentlichen ist es das, was mit Gurdjieff's "Selbsterinnerung", Mouravieff's "Introspektion" (=Selbstbeobachtung, Selbstüberprüfung) und Castaneda's "Rekapitulation" (Zusammenfassung) gemeint ist. Diese Begriffe können auch nebulös ausgedrückt werden, so wie z.B. "die Tätigkeit des Magiers", oder das "Wiedereinfangen von Energie", oder das "Kristallisieren einer Seele", und so weiter. Diese Arbeit kann aber auch in klaren, praktischen, wissenschaftlichen und modernen Begriffen erklärt werden, die mit eindeutigen Beispielen und Techniken untermauert sind. Es geht darum, seine "Maschine" kennenzulernen, sie zu reinigen, sie ordnungsgemäß einzustellen, damit sie wieder richtig funktioniert um sich für "interessantere" esoterische Arbeiten vorzubereiten. Ich denke, dass Castaneda's "Rekapitulation" auf Gurdjieff's "Selbsterinnerung" aufbaute. Das Wort "Selbsterinnerung" ist jedoch auch etwas vage. Boris Mouravieff erklärt den Sachverhalt etwas praktischer: Der Homo Sapiens lebt vertieft in seinem alltäglichen Leben. Irgendwann vergisst er sich selbst und die Richtung, in die er geht. Jedoch weiß er ohne es wirklich zu fühlen, dass eines Tages der Tod alles abschneiden wird. Gurdjieff hatte seine eigenen Methoden, und Mouravieff - wie bereits erwähnt - schrieb darüber etwas anders. Wir entdeckten während unserer Nachforschungen in Boris Mouravieff, dass er von William Patrick Patterson in seinem Buch Talking With the Left Hand lautstark kritisiert und angeschuldigt wurde, seine Ideen von Gurdjieff "gestohlen" zu haben. Patterson ist der Autor von vier hochgelobten Büchern über geistige Entwicklung und ist ein Langzeitstudent von John Pentland; jener Mann, den Gurdjieff zur Leitung der Gurdjieff-Arbeit in Amerika erwählte und auch Redakteur der Zeitung The Gurdjieff Journal© ist. Es ist das einzige vierteljährliche Journal, dass der Untersuchung der "uralten Lehre des Vierten Weges2, hervorgebracht und verkörpert durch Gurdjieff," gewidmet ist.
Gurdjieff selbst gab zu, dass er Lehren von vielen Gruppen, denen er auf seinen Weltreisen begegnet war (darunter die Yezidis, die russische Orthodoxe Kirche, Sufi 'Bektashi' und 'Naqshbandi' Sekten aus den Hindu Kush und Pamir Regionen) "stahl" und verwendete. Eine tiefere Studie von Gurdjieffs Arbeit zeigt, dass er offensichtlich mit seinen eigenen Ideen experimentierte und auch damit, wie die einzelnen Teile dieser unterschiedlichen Lehren zu verwenden wären um ein System zusammenzustellen, das einzelnen Individuen erlauben würde, tief sitzende "Wahrnehmungsdefekte" zu bewältigen, bewusster zu werden und das "Objektive Gewissen" des Höheren Selbst zu erwecken. Es scheint, als ob Gurdjieff an einem Punkt erkannte, dass diese Aufgabe undurchführbar ist, da fast alle seiner Studenten nur mehr das "hörten", was sie hören wollten. Er schloss seine Schule und konzentrierte sich darauf, seine Ideen im Buch Beelzebubs Erzählungen für seinen Enkel (1950) in Allegorieform3 darzustellen und zusätzliche esoterische Themen einfließen zu lassen. Die Vorstellungen Gurdjieffs haben unsere gegenwärtige Kultur tiefgehend beeinflusst, da viele ihrer Anhänger reich und berühmt waren und die Mittel zur Förderung der Ideen in den oberen Gesellschaftsschichten hatten. Nach Gurdjieffs Tod im Jahre 1949 wurde sein Vermächtnis durch viele Menschen verbreitet. Der Großteil seiner Arbeit sickerte durch die Zersplitterung der vielen Gruppen zu verweltlichten Konfessionsgemeinschaften. Die Formation von Persönlichkeitskults und Fremdidentifikationen mit Gurdjieff schadete seinen Ideen und verschleierte mehr und mehr seine Arbeit - ein ernsthafter Versuch, der Menschheit zu helfen. Es scheint, als ob Gurdjieff am Ende seines Lebens dies voraussah. Ableger von Gurdjieff's Lehren sind dafür bekannt, alle Arten von Methoden zu verwenden, um ihre Mitglieder umzuprogrammieren: Isolation, Denken in der Gruppe, autoritäre Hierarchien und andere Methoden zur Demaskierung oder Zerstörung des persönlichen Egos inbegriffen. Es erscheint klar, dass im Falle Gurdjieffs keine dieser Ableger den ganzen Kuchen für sich behaupten kann, da Gurdjieff seltsamerweise sehr wählerisch war, wem er was erzählte. Selbst diejenigen, die ihm am nächsten standen missverstanden das, was er zu vermitteln versuchte. Dies ist durch persönliche Notizen gegen Ende seines Lebens dokumentiert. Fakt ist, dass Gurdjieff großen Schwierigkeiten gegenüberstand, als er nach Experimenten suchte, die Menschheit aufzuwecken. Wie oben erwähnt, glich es "Mission Impossible". Trotz allem schafften es er und seine Anhänger einen Pfad durch den Dschungel der Lügen und Desinformation zu schlagen. Es ist für seine Anhänger jedoch nicht angemessen zu behaupten, dass dieser geschlagene Pfad das einzig Übriggebliebene ist. Es ist viel logischer, diesen Pfad zu verbreitern, um durch das Portal zu treten, das sich am Ende des Pfades auftut um zu entdecken, was auf der anderen Seite verborgen liegt.
Castaneda "borgte" entweder viele dieser Ideen und formulierte sie in einem "südwestlichen schamanistischen" Zusammenhang mit seinen eigenen "Verdrehungen" neu, oder er fand selbst Spuren der gleichen Ideen. Basierend auf der zeitlichen Abfolge und mehreren aufschlüssigen Gesprächen mit jemanden, der ihn persönlich kannte, tendiere eher zu ersterer Annahme. Unsere eigene - durch die C's geleitete - Herangehensweise hält sich eher streng an die Linien von Gurdjieff und Mouravieff und etwas an Castaneda mit einer Nachbesserung. Gurdjieff, Mouravieff und Castaneda sprechen alle über einen Menschen, der sich selbst und seine Maschine kennen, diese beobachten und sich in "Selbsterinnerung", "Introspektion", "Rekapitulation" usw. engagieren sollte. Wir gehen aber einen logischen Schritt weiter und benutzen die Terminologie der modernen Psychologie. In unserer Suche nach der Gültigkeit dieser Ideen haben wir Studien und Bücher über verschiedene Aspekte der menschlichen Psychologie gefunden, die an diese alten Traditionen und Ausdrücken bemerkenswert gut herankommen und ihnen dienen4.
Sehen wir uns genauer an, was Gurdjieff über "Puffer" zu sagen hatte. Es sollte dabei im Kopf behalten werden, dass er über die vielen "Programme" bzw. Gedankenschleifen spricht, die uns in der Kindheit durch unsere Erfahrungen und familiäre bzw. soziale "Konditionierungen" aufgeprägt wurden. Diese Programme bzw. Gedankenschleifen sind dasselbe was Castaneda als den "Geist des Räubers" bezeichnet. "Du denkst sehr unbefangen," sagte er. "Du glaubst, dass du schon etwas bewirken kannst. Diese Überzeugung loszuwerden ist für Menschen schwieriger als alles andere. Du verstehst nicht die Komplexität deines Aufbaus und du verstehst nicht, dass jede Anstrengung tausende unerwartete und oft unerwünschte Ergebnisse herbeiführt, selbst wenn darunter das gewünschte Ergebnis ist. Du vergisst die Hauptsache, dass du deine Tätigkeit nicht mit einer guten, sauberen Maschine begonnen hast. Wir haben entdeckt, dass die Befassung mit Narzissmus und Psychopathologie in unserer Welt der klarste und direkteste Pfad ist, mit Programmen, Puffern oder dem "Geist des Räubers" umgehen zu lernen. Die meisten Menschen dieser Welt sind narzisstisch und die meisten von uns sind von Narzissten aufgezogen. Die Welt selbst - Gesellschaft, Kultur, Wissenschaft, Religion - ist schwerlich von psychopathischen Einflüssen beeinflusst; und diese Einflüsse sind ein Grund dafür, dass die meisten potenziell gesunden Personen narzisstisch werden; es ist eine Art von Abwehr - ein System von Puffern. So kommt es, dass während wir in einer psychopathischen bzw. narzisstischen Welt aufgezogen werden, wir auch gleichzeitig Puffer aufziehen, die uns von unserem wahren Selbst trennen und unsere Maschine dazu veranlassen, gewaltige Mengen an Energie aufzubrauchen, nur um überhaupt laufen zu können. Und so nähern wir uns dem Problem auf einer sehr pragmatischen und praktischen Weise. Eine Person kann nichts unternehmen bis sie psychologisch gesund ist; das bedeutet Puffer zu entfernen, geistig über die Maschine herzugehen um sie gründlich und vorsichtig zu reinigen und neu zu verkabeln. Danach ist es am wichtigsten, neue Erfahrungen in einem Umfeld zu machen, dass diese Neuverkabelung unterstützt. Dann, natürlich, sollte man wirklich verstehen wie die Welt inklusive ihrer Probleme entstanden ist; dies involviert das Studium von Psychopathie. Das Studium von Psychopathie ist mit gutem Grund auch für einen anderen Zweck nützlich: Wenn man letztendlich die Charaktereigenschaften des Psychopathen begreift, hilft das, Spuren derselben Eigenschaften im eigenen psychologischen Make-up zu identifizieren. Psychopathen sind wie Karikaturen, die durch ihre deutlich überzeichneten Merkmale helfen, besser erkennen zu können.
Den C's zufolge besteht unsere Welt der 3. Dichte6 genau aus dem, was wir innerhalb der 3. Dichte wissen können - es ist unser Bewusstsein der 3. Dichte, dass uns hier hält. Wenn das Bewusstsein wächst, werden wir fähig, uns mit höheren Ebenen der Realität zu binden. Don Juan sagt, dass alles, was wir als Menschen wissen und mit Worten beschreiben können, nur ein sehr kleiner Teil dessen ist, was eigentlich existiert. Es ist eine Insel, auf der wir unsere Leben gänzlich verbringen. Was liegt hinter unserer sichtbaren Welt? Die C's sagen dazu, dass es ein hyperdimensionaler Zustand der Existenz ist; teilweise physisch und teilweise ätherisch, mit einem größeren Gleichgewicht dieser beiden Elemente als wir es hier haben, wo das Physische Überwiegt. Dieser "physische" Aspekt ist, worüber das Don Juan meint, es käme vom "Räuber" und dass wir als physische Wesen von dem Geist des "Räubers" angegriffen werden. Der Prozess, durch den der "Räuber" uns seinen Geist gibt, ist wissenschaftlich in dem Buch Politische Ponerologie als "Ponerogenese" bezeichnet worden. Ponerogenese ist der Effekt der fast menschlichen Fassade des "Räubers" - sprich Psychopathie - auf normale Personen. Von Don Juan's Perspektive ist das, was hinter den Grenzen der 3. Dichte liegt, ein unergründliches Mysterium, das verbal nicht verstanden werden kann, aber von jedem mit genug Energie beobachtet und erlebt werden kann. Durch Hinzufügen des Unbekannten zu dem Bekannten passiert die Vervollständigung des Selbst. Wenn ein Individuum den Prozess der Vervollständigung beginnt, beginnt es zu verstehen, dass die Realität der Welt lediglich eine Sache der Wahrnehmung bzw. Anschauung ist. Werden sie sich dessen bewusst, beginnt sich ihre Wahrnehmung zu verändern. Die C's haben uns zu verstehen gegeben, dass wir "Nahrung" für sich-selbst-dienende (STS7) Wesen höherer Ebenen sind und dass diese sich Größtenteils von unserer Energie ernähren - manchmal aber auch von unserem Fleisch. Don Juan hebt hervor, dass diese Wesen uns in einem "Hühnerkäfig" gefangen halten, indem sie unser Denken kontrollieren. Die C's sagen im Wesentlichen das Gleiche. Gurdjieff sprach darüber in Ausdrücken wie "mechanisch" oder "Nahrung für den Mond" zu sein. Die Matrix Filmtrilogie präsentierte eine ähnliche Idee (Menschen als "Batterien"); dabei aussagend, dass die Basisfunktion der Matrix ihre "Gesetze" seien. Unsere Körper sind Felder aus Energie und sind laufend von anderen Energiefeldern beeinflusst - beispielsweise von Planeten bis hin zu Feldern anderer Menschen unseres Lebens - seien sie physisch präsent oder als psychologische Schnüre ätherischer Energie. Alle diese Felder beeinflussen uns. Die C's erwähnten bei vielen Antworten auf Fragen hinsichtlich meiner persönlichen Beziehungen, dass diese miteinander verbundenen Felder Mittel zum "Verbrauch" oder zur "Verstärkung" unserer Energie sind, abhängig vom Typ der Interaktion. Don Juan lehrte Carlos Castaneda, dass die Fremdenergie, mit der wir durch unsere persönlichen Begegnungen in Kontakt kommen, die eigene Energie noch über Jahre hinweg verzerren kann. Das selbe Prinzip gilt auch umgekehrt: Wir können einen verzerrenden Einfluss auf Andere haben. Don Juan sagt, dass die verzerrte Energie uns bremst und uns unter einem "dunklen Bann" hält, weil sich die schwächende Wirkung mit unserem täglichen Leben überschneidet. Es ist einfach zu sehen, dass Don Juan die Tatsache zu vermitteln versuchte, dass diese Verzerrungen "energetische Verbindungen" aufbauen, durch die die "Matrix" bzw. "Der Räuber" unsere Energie kontinuierlich abziehen. Diese Idee ist ein sich wiederholendes Thema in der Literatur.
Die Kritiker waren 1928 nicht sonderlich davon begeistert; sie befanden die Verwendung psychologischer Theorie in der ersten Sprechzeile - vorgetragen von der Heldin des Stücks, Nina - als "naiv". Aber es war klar, dass in der Bevölkerung ein intensiver Akkord der Resonanz in Schwung gekommen war. Sie reagierten mit Begeisterung auf diese neue Erforschung der Realität. Strange Interlude erschien als Arbeit, die sich ernsthaft mit bisher unerforschten Facetten menschlicher Natur auseinandersetzte. Sie versuchte eine Art Grundlage zu etablieren, um neue Wege im Verstehen von menschlichen Trieben und Motivationen gehen zu können. O'Neill selbst schrieb in seinem Memoranda on Masks (Denkschrift über Masken), dass die Verwendung von Masken uns dient, "die profunden, tief gehenden, versteckten Konflikte des Geistes auszudrücken, die uns die Untersuchungen der Psychologie weiterhin vorenthalten". Zur selben Zeit sprach er über Masken als "eine Chance zur eloquenten, sprachgewandten Präsentation eines Sachverhaltes; eine neue Form des Dramas, das von einer frischen Einsicht in die inneren Kräfte menschlicher Aktionen und Reaktionen projiziert wird - ein Drama der Seelen."
Der Leser wird bemerken, dass in der vorliegenden Buchserie ein Unterschied zwischen dem "Psychologischen"' und dem "'Mystischen und Abstrakten"' vorgeschlagen wird. Der aufmerksame Leser wird weiters ein theologisch orientiertes "Drama der Seelen" erkennen. Auf diese Art kommen wir zum Verständnis, dass die menschlichen Masken lediglich die Oberfläche von Dramen höherer Ebenen des Seins sind, und dass die psychologische Ebene lediglich die unmittelbar unter der physischen Ebene liegende Schicht ist. Wir hoffen, dass der Leser noch viel tiefer sehen wird und versteht, was die C's versuchen uns über die Realität der Matrix, in der wir leben, mitzuteilen. Der Film Die Matrix ist in Fakt die nächste Ebene der Enthüllungen, die nach O'Neill's Strange Interlude folgen. Er ist weiters eine exzellente und praktische Metapher des Dramas das wir9 durchlebt haben, durchleben, und - oft selbst unbemerkt - auch andere durchleben. Wir hoffen, dass die Beschreibung unserer Erfahrungen und Lernprozesse für andere in ihrer Navigation durch die Matrix-ähnliche Realität von Nutzen ist. Es ist jener Lernprozess, das der das "'Unsichtbare sichtbar" macht; gemeint ist damit nicht nur das Durchstoßen der Masken der physischen Symbole der Realität hin zu dem dahinterliegenden psychologischen Substrat, sondern sogar noch tiefer zu den theologischen Dramen der Seelen.
Das Leben ist eine Lektion. Nicht mehr als das. Wir 'bestehen' diese Lektionen indem wir die versteckten Dynamiken unserer zwischenmenschlichen Beziehungen sehen. Sobald wir verstehen, können wir lernen, den destruktiven und belastenden Beziehungen ein Ende zu setzen. Falls es wahr ist, was die C's über "Die Welle" sagen, dann lernen wir die Lektionen der 3. Dichte indem wir "einfachen karmische Zusammenhänge" verstehen. Deshalb ist der Prozess der Rekapitulation so wichtig. Durch das Verstehen unserer Fehler in der Vergangenheit können wir das Gelernte in der Gegenwart anwenden um uns selbst in der Zukunft zu schützen. Wir können uns, wie Gurdjieff sagt, selbst-erinnern und die Gegenwart für jegliches Ziel, das wir uns gesetzt haben, nutzen. Carlos Castandea schien nicht zu wissen, dass es noch eine andere Option gab: Seine Lehre über Krieger und Magier schlug vor, dass die einzige Möglichkeit "frei" zu werden darin bestünde, alle Verbindungen abzuschneiden und sich selbst psychisch und in manchen Fällen sogar physisch zu isolieren. Die C's schlagen jedoch noch einen anderen Weg vor: in einem Netzwerk zu "netzwerken", das daran ausgerichtet ist anderen, die danach fragen, zu helfen bzw. zu dienen. Der versteckte Schlüssel in den Lehren der C's, Don Juan oder Gurdjieff ist, dass Menschen bedingt durch die Genetik nur das sind, was sie sind, aber durch das, was sie lernen sich in einem gewissen Ausmaß verändern können. Vielleicht sollten wir hier kurz anhalten, um zu verstehen, wie so etwas möglich sein kann.
Wenn nun der Seeschnecke ein elektrischer Impuls gleichzeitig mit dem Wasserstrahl gegeben wird, zieht sie diese noch weiter ein - sie wird "sensibilisiert". Sie kann weiters dazu konditioniert werden, ihre Kiemen auch nach einem sanften Wasserspritzer einzuziehen, wenn dieser mit einem elektrischen Impuls kombiniert ist; selbst dann, wenn nur der Wasserspritzer alleine auftritt. Das nennt man assoziatives Lernen. Der Punkt ist: Die Seeschnecke verwendet nicht ihr Gehirn. Die Veränderungen finden im Nervengewebe im Unterleib statt. Nachdem Seeschnecken sehr große und einfache Zusammenschlüsse von Neuronen (Nervenzellen) haben, sind diese sehr einfach zu studieren. Wissenschafter konnten bestimmen, was genau im Prozess des Lernens passiert. Wenn ein elektrisches Nervensignal eine Synapse erreicht, wird es in ein chemisches Signal umgewandelt. Das ist wie wenn ein Zugpassagier in eine Fähre umsteigen muss, bevor er in einem anderen Zug weiterreist. Lernen scheint eine Veränderung in den Eigenschaften der Synapse zu sein. Die Synapse wird entweder geschwächt oder gestärkt; und bei diesem Transfer dreht sich alles um das Molekül namens "Zyklisches AMP." Es finden eine Reihe von chemischen Reaktionen statt, die in einer Aktivierung des Proteins ("Eiweißes") namens CREB resultieren. Tiere, denen dieses aktivierte CREB fehlt, können lernen, aber sich nicht daran erinnern. Der Grund dafür ist, dass - wenn aktiviert - CREB beginnt, Gene einzuschalten. Diese werden CRE Gene genannt, die auf Zyklisches AMP reagieren. Das menschliche GREB Gen liegt im Chromosom 2, und ein kritischer Teil davon liegt auch auf Chromosom 16. Nun scheint es, dass ein weiterer kritischer Teil auch auf Chromosom 21 gefunden wurde. In Fruchtfliegen ist das System des Zyklischen AMP in Gehirnregionen lokalisiert, die "Pilzkörper" genannt werden; das sind Erweiterungen von Neuronen, die wie Giftpilze aussehen. Eine Fliege, die keine "Pilzkörper" besitzt, ist unfähig zu lernen, da CREB und Zyklisches AMP in diesen Regionen arbeiten. (Nun sollte man einmal an die Pilz-Symbolik der alten Griechen denken! Mycenae - der Ort des Pilzes. Natürlich wollen uns die Okkultisten glauben machen, dass sie amanita muscaria (Fliegenpilz) geschlürft haben, aber taten sie das wirklich?) Tief in der Schädelbasis liegt eine Struktur namens Hippocampus (griech., Seepferdchen). Ein Teil des Hippocampus ist das Ammonshorn, auch Widder genannt. Im Ammonshorn ist eine große Zahl an pyramidenförmiger Neuronen, die die Eingangssignale anderer Neuronen sammeln. Ein Ausgangssignal aus einem pyramidenförmigen Neuron kann schwer gefeuert werden; jedoch wenn zwei separate Eingangssignale gleichzeitig eintreffen, ist dies möglich. Einmal gefeuert, ist es viel einfacher erneut zu feuern, jedoch nur von jenen Eingängen, die ursprünglich beteiligt waren und nicht durch andere Eingänge. Folglich würden beispielsweise die Aussicht auf eine Pyramide und das Wort Ägypten eine pyramidenförmige Nervenzelle feuern lassen um so ein assoziatives Gedächtnis zu bilden. Das bedeutet, dass gleichzeitig auftretende Ereignisse assoziatives Lernen ermöglichen. Neben und im Hippocampus wohnt der Mechanismus zur Erzeugung von Langzeiterinnerung. Die dort ansässigen Zellen übermitteln die neu zu erzeugenden Langzeiterinnerungen an ihren Platz im Neocortex. Personen, deren Hippocampus klein ist, können besonders "verfahrensorientierte" Erinnerungen entwickeln; das heißt, sie können Dinge lernen die Geschick erfordern, wie z.B. lesen, schreiben, Sätze konstruieren, Sprachen und Literatur lehren, Rituale durchführen, Daten aller Art sammeln, und sogar Gelehrte soweit nachahmen, dass der nicht diskriminierende bzw. unterscheidende Beobachter sehr einfach getäuscht werden kann. Wenn jedoch in diesen Gehirnregionen Verletzungen oder genetische Defekte vorliegen ist es wahrscheinlich, dass solche Individuen keine echte Fähigkeit zur Assoziation haben, um damit etwas wirklich Kreatives oder Neues zu tun.10 Das bedeutet, dass solche Personen nicht aus ihren Erfahrungen lernen, wenn es um die Extraktion eines zugrundeliegenden Prinzips geht, welches in zukünftigen Situationen auf einer puren Gedankenebene angewendet werden könnte. Wie Gurdjieff sagte, sogar großartige Literatur kann vollständig mechanisch geschrieben werden. Das lässt die Frage aufkommen, ob ein Teil des STS-Problems mit dem Hippocampus zusammenhängt, da, wie wir um Umgang mit solchen Individuen gelernt haben, Semantische Aphasie11 einer der auffälligsten Rückschlüsse darauf ist, und da Psychopathen erstaunlich unbeholfen sind langfristig zu begreifen, was selbstzerstörerisches Verhalten ist. Aber davon später mehr.
Dies funktioniert dadurch, dass durch Rekapitulation neue Prinzipien entdeckt werden. Wir sehen auf ein reales Ereignis, erwägen den psychologischen "wahren" Grund und assoziieren damit den "theologischen" Grund. Das bedeutet, dass wir die pyramidenförmigen Zellen im Hippocampus feuern, da wir uns dem stattgefundenen Ereignis auf mehreren Wegen gleichzeitig nähern. Das transportiert die gewonnene Information dann weiter in den Neocortex, wo neue Synapsen geformt werden. Daraus entsteht erhöhte Denkfähigkeit bzw. -leistung, und eine positive Rückkopplung13 stellt sich ein. Nach Don Juan beginnt das Rekapitulieren eines Ereignisses damit, alles Relevante und Brauchbare in seinem Geist zu arrangieren. Das bedeutet, das Ereignis Stück für Stück zu rekonstruieren, beginnend mit den physischen Details der Umgebung; danach die anwesenden Personen um letztendlich zu seinen persönlichen Gefühlen und die Untersuchung seines Selbst fortzuschreiten. Das ist extrem wichtig und der Leser wird Echos von Gurdjieffs "Selbsterinnerung" und die assoziativen Eigenschaften der Mehrfacheingaben in den Hippocampus bemerken. Während Don Juan lehrte, dass Rekapitulation von tiefem Atmen und Vor- und Zurückneigen des Kopfes begleitet werden sollte, beschäftigen wir uns hier mit einer Form der Rekapitulation, die ein Netzwerk bedingt, damit wir das Beste in der uns unbekannten Situation machen und während wir fortschreiten die Details des Prozesses selbst herausfinden können.
Und wie einfach werden wir überredet nichts zu sehen, vom Denken aufzuhören, nichts zu prüfen und am besten keine Entscheidungen basierend auf solchen Wahrnehmungen zu treffen? Wir sind und wir werden dazu programmiert, keine "Post Mortems" oder Ursachenanalysen unserer vergangenen Beziehungen durchzuführen, da dies als "Geschwätz" betrachtet wird. Wir werden entmutigt über unsere laufenden menschlichen Interaktionen und alle Zeichen die wir dabei wahrnehmen zu sprechen, weil es "nicht angenehm" oder "zweiseitig" oder was auch immer ist. Wir werden auf hunderten unterschiedlichen Arten darauf programmiert, unsere Interaktionen nicht zu untersuchen und schon gar nicht unsere eigene Sicht einzubringen oder gar mit anderen zu vergleichen. Jene Personen, die ihre eigenen Erfahrungen gerne verstehen wollen und sie diese daher lebhaft kommunizieren, bemerken gelegentlich, dass sie wegen "Unbeständigkeit" ihrer Meinungen verurteilt werden. Wer will schon als launisch oder unbeständig bezeichnet werden? Es wird ein "Paramoralismus"14 als Waffe gegen uns eingesetzt, um uns als Nahrung zu behalten. Am Wichtigsten ist, dass die Matrix, die Räuber, das System, bzw. die STS-Aufseher der 4. Dichte nicht wollen, dass wir durch die Erkenntnisse der Rekapitulation unser Leben in Griff bekommen. Sie wollen nicht, dass wir "hinter das laufende Programm kommen" und uns folglich weigern es fortzusetzen. Sie wollen nicht, dass wir die kleinen Hinweise, dass unsere Energie abgezogen wird, finden und verstehen, dass es nicht nur in Ordnung ist, sich von derartigen Individuen fernzuhalten, sondern sogar notwendig ist! Es ist okay herauszufinden, dass man sich in jemandem getäuscht hat. Es ist okay zu entscheiden, dass man eine Beziehung nicht weiterführen muss, da man von seinen Erfahrungen und der Rekapitulation weiß, dass es unwahrscheinlich ist, dass sich die betreffende Person ändert; so unwahrscheinlich sogar, dass es nicht einmal wert ist es in Erwägung zu ziehen. Es ist okay zuzugeben, dass wir unsere Entscheidungen auf eingeschränkten Informationen basierten, die nun durch genauere, vollständigere und tiefgehendere Informationen ersetzt worden sind. Es ist okay herauszufinden, dass wir zu einer Entscheidung nach der anderen manipuliert wurden die wir nie wollten, und wir uns jetzt entscheiden, nicht mehr manipuliert zu werden. Wir dürfen unseren Geist so oft ändern, wie er sich nun mal ändert. Und wenn unser Geist offen und mit den unendlich vielen Möglichkeiten des Kosmos abgestimmt ist, kann das ziemlich häufig passieren.
Mein Korrespondent erklärte den Grund, warum er diese Warnung ignorierte. Er sei "ein Mann des Wortes. Ich halte mich an meine Versprechen." Es endete für ihn damit, mehrere Jahre lang manipuliert und seiner Energie und Geld beraubt zu werden, seinem Ruf geschädigt wurde und ihm der Psychische Vampir letztendlich in den Rücken fiel. Wie ich in den folgenden Kapiteln berichten werde, wurden wir ebenfalls von einem Psychischen Vampir vereinnahmt. Kurz gesagt, er wurde vorgewarnt. Nicht nur durch seine Instinkte, da er zugab dass er sich wegen dem Geschäft unbehaglich fühlte, sondern auch durch jemanden, der ihm klar und deutlich ins Gesicht sagte: "Ich kann solange nicht mit dir verkehren, als du mit ihm in Verbindung stehst." Der Typ, der das sagte, wusste anscheinend über die Konservierung von Energie, wie diese abgeführt wird, wie man solche Personen erkennt, und wie man die Interaktion ablehnt, bescheid. Und das ist es, was wir am notwendigsten lernen müssen. Was sagte mein Korrespondent nochmals? "Ich bin ein Mann meines Wortes. Ich hatte ein Versprechen gemacht." Dann rate mal! Das ist ein paramoralistisches Programm! In diesem Fall spielt es mit dem, worauf wir programmiert sind, es für "moralisch korrekt" zu halten. Wie kann man sich selbst zu seinem Versprechen an ein Individuum verpflichten, dass dieses nur durch Betrug gewonnen hat? Wenn eine Person das Versprechen erhält, Geld zu bekommen weil sie Bankrott ist, und man im Nachhinein dahinterkommt, dass sie ein Millionenbetrüger ist, borgt man ihr dann weiterhin Geld? Es beginnt hier ein nagender Verdacht aufzukommen, das dies der wahre Grund war, warum Jesus lehrte, niemals ein Versprechen zu machen: weil neue Information zu jedem Zeitpunkt unsere Perspektive, die Realität und unser Leben verändern kann. Wir sollten immer frei sein; frei, jederzeit unsere Richtung verändern zu können; ähnlich zum Kapitän eines Schiffes, der wegen verschiedenen externen Einflüssen - wie z.B. Wind und Strömungen - laufend Änderungen des Kurses vornehmen muss. Das Leben ist genau so: Es gibt Wind, es gibt Strömungen und es ist ein wenig chaotisch. Wenn wir nicht analysieren und aufmerksam sind, werden wir fernab unseres Kurses enden und niemals unser Ziel erreichen.
Weiters erkenne ich jetzt folgendes: In jeder einzelnen Situation, in der ich meine Worte zurückhielt, tat ich dies aus den oben genannten Gründen: Ich hielt mich an die etablierten "Regeln", vertraute, versuchte "dem Gegenüber zu schmeicheln" oder einfach nur nett zu sein. Wie die C's hervorgehoben haben, ist die Erwartungshaltung, dass sich etwas sofort verändert nachdem man das laufende Programm entdeckt, "Wünschendes Denken". Und Wünschendes Denken ist die Essenz des Dienstes am Selbst, STS. Zu jener Zeit, als wir den vielen Attacken - die ich hier enthüllen will - ausgesetzt waren, teilten wir uns niemandem mit; wir schrieben nicht darüber und behandelten alles persönlich, nur um jenen Personen die Möglichkeit zu geben, die schweren Verletzungen uns gegenüber wiedergutzumachen. Wir haben immer erwartet, dass sie einfach aufwachen um zu sehen, dass wir nicht ihre Widersacher sind, uns nicht in ihre Leben einmischen wollen und ganz einfach nur unser Recht auf eigene Entscheidungen haben wollen - auch wenn diese beinhalten, mit jenen Personen in keiner Weise in Verbindung zu stehen. Wir wollten zu verstehen geben, dass die gemeinsamen Energien einfach nicht zusammenpassen und daher getrennte Wegen gehen wollen. Auf jeder Stufe dieses Prozesses warteten und hofften wir, dass sie das endlich verstehen würden. Aber es scheint, als ob das bei Leuten, die voll von Selbstherrlichkeit sind, niemals möglich ist. Solche Individuen werden sehr wütend, wenn ihre Selbstherrlichkeit provoziert wird. Sie reden sich dann selbst in einen Zustand der "Selbstgerechten Empörung"; aus dem Grund, dass irgendjemand es wagt, sich einer Verbindung bzw. Vereinigung mit ihnen zu verweigern; dass irgendjemand auf seinem Recht auf einen eigenen Platz besteht; dass irgendjemand es wagt, sie wie einen Narren aussehen zu lassen. Und dann gehen sie hinaus und machen sich selbst zum Narren. Hier kommen wir zum Kernpunkt: Wenn wir erkennen, dass unsere Energiefelder nicht "kompatibel" mit anderen Individuen sind, oder ein Energieverlust auftritt, haben wir das Recht uns zu distanzieren. Wir haben nicht nur das Recht dazu, sondern wenn wir wahrlich höheres Wissen suchen, ist das eine Notwendigkeit.
Als die beiden allein sind, sagt Don Juan zu Carlos, dass er es ihr nur deswegen gesagt habe "um ihre gewaltige Selbstherrlichkeit zu provozieren. Und, siehst du, es hat geklappt. Sie ist wütend auf uns. Wie ich sie kenne, wird sie jetzt schon lange genug auf sich selbst eingeredet haben um ihr Selbstvertrauen und ihre selbstgerechte Empörung wiederherzustellen, nur weil sie zurückgewiesen wurde und sich selbst als Narr hingestellt hat. Ich wäre nicht überrascht, falls sie hier auf der Parkbank über uns hereinbricht." Er führt näher aus: "Selbstherrlichkeit ist unser größter Feind. Denk darüber nach - was uns schwächt ist unser Gefühl, durch Taten und Missetaten unserer Mitmenschen verletzt zu sein. Unsere Selbstherrlichkeit führt dazu, dass wir den Großteil unseres Lebens damit verbringen, uns von jemanden gekränkt zu fühlen." Als Carlos das Entledigen von Selbstherrlichkeit mit den Dikta der Kirche über das Böse von Sünden vergleicht, antwortet Don Juan, "Krieger bekämpfen ihre Selbstherrlichkeit nicht aus Prinzip, sondern aus Strategie. Du machst nur den Fehler, meine Worte unter moralischem Blickwinkel zu sehen." Er erklärt, dass Carlos das, was er in Don Juan als 'moralisch' sieht, in Wahrheit seine Unfehlbarkeit - sein angemessener Einsatz von Energie - ist. Werden "Verhaltensmuster, die nicht essenziell für unser Überleben und unsere Gesundheit sind" richtig erkannt, wie z.B. die Aktivität der Selbstherrlichkeit, ist man in der Lage, Unnötiges und Schwächendes zu eliminieren. "Eines der ersten Anliegen von Kriegern ist, diese Energie zu befreien um damit dem Unbekannten zu begegnen." Der Prozess des Umleitens dieser Energie involviert sechs zusammenspielende Elemente, wovon fünf "die Attribute der Kriegerschaft" genannt werden - Kontrolle, Disziplin, Geduld, Zeitwahl ("Timing") und Willenskraft. Während diese fünf zu der inneren Welt des Kriegers zählen, bezieht sich das sechste Element auf die externe Welt: Und wir bezeichnen es als der "Kleine Tyrann." "Ein Kleiner Tyrann ist ein Quälgeist. Es ist jemand, der die Macht über Leben und Tod von Kriegern hat oder ihn so lange plagt, bis er seinen Weg verlässt." Über den unbeugsamen Humor kommentierend, den die "neuen Seher" zur Klassifizierung ihrer Kleinen Tyrannen verwendeten, sagt Don Juan zu Carlos: Im Einklang mit ihrer Praxis, so erzählte Don Juan, hätten die neuen Seher sich berechtigt gesehen, an die Spitze ihres Systems die primäre Quelle aller Energie zu stellen, den einzigen Herrscher im Universum - und sie nannten ihn einfach den Tyrannen. Alle übrigen Despoten und Machthaber stünden natürlich unendlich weit unter dem Tyrannen. Verglichen mit der Ursache von allem, seien auch die schrecklichsten menschlichen Tyrannen nur Clowns; und daher bezeichne man sie als die "kleinen Tyrannen," pinches tiranos. Erst nachdem die Seher mit den Spaniern der Konquista umgehen lernten, wurden sie überhaupt erst fähig, mit anderen Dingen umzugehen. In einer Zeit ohne Kleine Tyrannen dieses Ausmaßes fand Don Juan trotzdem ein "königlich" großen. Zu jener Zeit fand es Don Juan jedoch schwer, sich über ihn zu freuen. Don Juan erzählt Carlos eine Geschichte von seinem eigenen Kleinen Tyrannen. Als er nicht einmal zwanzig Jahre alt war, wurde er im Wesentlichen in die Sklaverei verkauft, wenngleich er den Eindruck hatte, einen gut bezahlten Job am Land einer reichen Familie zu haben. Der Vorarbeiter der Ranch, der sich selbst als "nicht unkluger Indianer" mit wenig direkten Verwandten bezeichnete, sah ihn als den perfekten Arbeiter! Don Juan wusste kurz nach seiner Ankunft, dass er fliehen muss. Er wurde aber nach seinem ersten Fluchtversuch mit einer Kanone zurückgehalten. Er arbeitete drei Wochen lang in erschöpfender Arbeit unter dem allgegenwärtigen Vorarbeiter, der ihm durch die dauernde Gefahr von Waffen tyrannisierte. Nachdem er realisierte, dass der Vorarbeiter mit dem Mann an der Zuckermühle, wo Don Juan zuvor arbeitete, unter einer Decke steckte, Indianer in die Sklavenarbeit zu verkaufen, unternahm Don Juan nach einer Randale einen Fluchtversuch durch die Küche hinaus zur Eingangstüre. Doch der Vorarbeiter war schneller, schoss ihm in die Brust und ließ ihn zum Sterben auf dem Boden liegen. Glücklicherweise wurde er durch einen Wohltäter gefunden, der ihn gesund pflegte. Don Juan sagt zu Castaneda, "Als ich meinem Wohltäter die ganze Geschichte erzählte, konnte dieser sich vor Begeisterung kaum halten: 'Dieser Vorarbeiter ist wirklich ein Hauptpreis', sagte mein Wohltäter. 'Er ist viel zu gut, um so eine Gelegenheit zu vergeuden. Eines Tages musst du in dieses Haus zurückkehren.' Ich höchsten Tönen pries er mein Glück, dass ich unter Millionen gerade diesen einen, mit fast unbegrenzter Macht, gefunden hatte. Ich glaubte, der Alte sei verrückt geworden. Es dauerte viele Jahre, ehe ich verstanden hatte, wovon er sprach." Don Juan berichtet Carlos anschließend, dass er drei Jahre später in das Haus zurückkehrte. Sein Wohltäter "entwickelte eine Strategie, die auf den vier Attributen der Kriegerschaft aufbaut: Kontrolle, Disziplin, Geduld und Timing." Sein Wohltäter, sagte Don Juan, habe ihm genau erklärt, wie er es anstellen müsse, um die Auseinandersetzung mit diesem Scheusal zu seinem Vorteil zu wenden. Und er habe ihn auch die ersten vier Schritte auf dem Weg des Wissens gelehrt, wie die Seher sie kannten: Der erste Schritt ist die Entscheidung, Lehrling zu werden. Nachdem der Lehrling sein Bild von sich selbst und von der Welt verändert hat, tut er den zweiten Schritt und wird ein Krieger, was bedeutet, dass er höchster Disziplin und Selbstkontrolle fähig ist. Der dritte Schritt, nachdem auch Voraussicht und Timing erlernt sind, besteht darin, ein Wissender zu werden. Wenn der Wissende sehen lernt, hat er den vierten Schritt getan und ist ein Seher geworden. Don Juan lehrte anschließend Carlos die Wichtigkeit Kleiner Tyrannen und sagte ihm, dass "die Idee, einen Kleinen Tyrannen zu Nutzen, nicht nur dazu dient, den Geist des Kriegers zu vervollkommnen, sondern auch zum dabei "Vergnügen und Glück" zu finden. In Fakt war Don Juan's Vorarbeiter ein Nichts im Vergleich zu den Tyrannen der Eroberung. Der Durchschnittsmensch, erklärte Don Juan, mache den Fehler, den kleinen Tyrannen ohne eine Strategie zu begegnen, auf die er sich stützen könnte; es sei die fatale Schwäche des Durchschnittsmenschen, dass er sich selbst zu ernst nehme; genau wie die kleinen Tyrannen, messe er seinen Handlungen und seinen Gefühlen zuviel Gewicht bei. Der Krieger dagegen habe nicht nur eine wohldurchdachte Strategie, er sei auch frei von Selbstherrlichkeit. Was seine Selbstherrlichkeit im Zaum halte, sei die Erkenntnis, dass die Realität nur eine von uns selbst gegebene Deutung ist. Dieses Wissen habe den Sehern einen entscheidenden Vorteil vor den einfältigen Spaniern eingeräumt. Nachdem seine Stärke wiederhergestellt war, schaffte es Don Juan den gleichen Job nochmals zu bekommen; er wurde von seinen Vorgesetzten jedoch nicht wiedererkannt. Alles geschah in derselben Reihenfolge wie damals. Doch die Strategie sah vor, Don Juan solle von Anfang an jede Zahlung an den Vorarbeiter verweigern. Der Mann war noch nie abgewiesen worden, und er verlor seine Selbstsicherheit. Er drohte an, Don Juan aus dem Job zu feuern. Don Juan drohte zurück und sagte, er werde direkt zum Hause der Dame gehen und mit ihr persönlich sprechen. Don Juan wusste, dass die Frau, die Gattin des Fabrikbesitzers, von den Geschäften der beiden Vorarbeiter nichts wusste. Er erzählte dem Vorarbeiter, er wisse wohl, wo sie wohnte, denn er habe schon einmal, bei der Zuckerrohr-Ernte, auf den angrenzenden Feldern gearbeitet. Der Mann verlegte sich aufs Feilschen, und Don Juan verlangte nun seinerseits Geld von ihm, bevor er sich bereitfinden wollte, in das Haus der Dame zu gehen. Der Vorarbeiter lenkte ein und drückte Don Juan ein paar Scheine in die Hand. Don Juan war sich völlig klar, dass das Einlenken des Vorarbeiters nur eine List war, um ihn in dieses Haus zu locken. [...] Diesmal, anstatt sich selbst leid zu tun, kontrollierte sich Don Juan ständig, die Stärken, Schwächen, und persönlichen Marotten seines Vorgesetzten, des Vorarbeiters, herauszufinden. Während seine Stärken kühn und brutal waren, war seine Schwäche, dass er seine Arbeit mochte - er konnte daher Don Juan nicht vor Zeugen töten, da er sonst seine Position verlieren würde. Denn er war auch ein Familienmensch, der Frau und Kinder in einem naheliegenden Haus hatte. Geduld zu haben bedeutete, den richtigen Moment des Handelns abzuwarten, während die Torturen der Sklaverei ertragen und die Rolle des unwissenden Arbeiters perfekt gespielt werden. Er verwendete auch die von seinem Gönner gelernte Methode, die Systematische Irritation, indem er - wie seine Vorfahren - bei den Oberschichten der Katholischen Kirche Schutz suchte. Er kniete täglich vor der Hauptfrau des Hauses, rief sie als Heilige an und bat um ein Medaillon, um für sie beten zu können. Der Vorarbeiter war bleich vor Wut als er erfuhr, dass sie das Medaillon Don Juan nicht nur gegeben hatte, sondern dass er die anderen Arbeiter dazu gewonnen hatte, ebenfalls bei Nachts für die Dame zu beten. Jeden Tag schickte er mich in den Stall zu den Hengsten, denn er hoffte, sie würden mich tottrampeln. Aber ich hatte mir eine Planke aus dicken Bohlen gemacht, die ich in einer Ecke festklemmte, um dahinter Schutz zu suchen. Der Mann ahnte nichts davon, denn er verabscheute die Pferde - eine weitere seiner Schwächen, und eine tödliche, wie sich zeigen sollte. Don Juan fand den perfekten Moment, die Gewalt des Vorarbeiters unter dem Schutz der Anwesenheit der anderen Arbeiter außer Gefecht zu setzen. Er beleidigte ihn, indem er in sein Gesicht behauptete, er hätte von der Frau des Bosses, der Hauptfrau, Angst. Der Mann kam in Rage, aber zu diesem Zeitpunkt kniete Don Juan bereits andächtig vor der Hauptfrau. Als die Dame dann ins Haus gegangen war, erzählte Don Juan, riefen der Vorarbeiter und seine Freunde ihn hinters Haus, angeblich, um ihm irgendeine Arbeit zu befehlen. Der Mann war blass im Gesicht. Und seine Stimme verriet, was er in Wirklichkeit mit Don Juan im Sinn hatte. Darum gab Don Juan vor, er wolle gehorchen, doch er kam nicht hinter das Haus, sondern lief zu den Stallungen hinüber. Die Pferde, so hoffte er, würden einen solchen Radau machen, dass die Herrschaften herauskämen, um nachzusehen, was los sei. Und dieser Mann, das wusste er, würde es nicht wagen, auf ihn zu schießen. Es wäre viel zu laut gewesen, und außerdem hatte der Mann zuviel Angst, seinen Job aufs Spiel zu setzen. Don Juan wusste auch, dass der Mann sich nicht zu den Pferden hineintrauen würde - es sei denn, man reizte ihn zum Äußersten15. Don Juan sprang in den Stall mit den wildesten Hengsten und versteckte sich hinter den Brettern, die er dazu vorbereitet hatte. Der Kleine Tyrann ließ sich blind vor Wut in den Stall und wurde mit einem Tritt von einem Hengst getötet. Don Juan sagt zu Carlos, "Mein Wohltäter erklärte mir etwas sehr Interessantes. Geduld bedeutet, all das zurückzuhalten, von dem der Krieger weiß, dass es rechtmäßig gebührend ist. Es bedeutet nicht, dass ein Krieger herumzieht und etwas Mutwilliges plant, oder jemandem etwas heimzahlen will. Geduld ist etwas Unabhängiges. Solange der Krieger Kontrolle, Disziplin und Timing hat, sorgt die Geduld dafür, dass alle, die es verdienen, es auch gebührend bekommen." Carlos fragt Don Juan, was die Niederlage in einer Begegnung mit einem Kleinen Tyrannen ausmacht. "Jeder, der sich dem Kleinen Tyrannen anschließt, wird besiegt." antwortete er. "In Zorn zu handeln, keine Kontrolle oder Disziplin zu haben, keine Geduld zu haben, heißt besiegt zu werden." Wichtig ist, dass diese Dynamik der Kleinen Tyrannen der fundamentale Verfütterungsmechanismus der 3. Dichte ist. Er stellt somit den psychologischen Grund bzw. "wirklicher Grund" der Begegnung dar - das ist die Schnittstelle zwischen den Ereignissen unserer Leben und dem theologischen Drama. Don Juan erzählte die Geschichte, die eine Interaktion karikiert, damit wir die Hauptmerkmale durch Assoziation einfacher "erkennen " können. Um die Klassifikationen der Kleinen Tyrannen genauer darzustellen, erklärt Don Juan, dass die "Hauptquelle" der Energie, oder "Der Gebieter des Universums", "Der Tyrann" ist. Das hallt in Gurdjieff's Sufi'scher Idee wieder, dass unsere Welt durch einen "Bösen Magier" betrieben wird. Die Idee passt auch zum gnostischen Demiurg16 und der von den C's vorgestellten Idee der STS Hierarchie, die unsere Welt aus der 4. Dichte heraus dominiert. Im Vergleich mit diesem Matrix-Kontrollsystem, Dem Tyrannen, sind selbst die schlimmsten Despoten17 und Autoritäten unserer Realität "Kleine Tyrannen". "Kleine Tyrannen" wären demnach jemand wie Adolf Hitler, Josef Stalin, Torquemada und andere, die die Macht über Leben und Tod anderer Menschen haben18. Eine Stufe unter ihnen sind die "Sehr Kleinen Tyrannen" und die "Winzig Kleinen Tyrannen". Don Juan erklärt anschließend, dass die "Sehr Kleinen Tyrannen" noch weiter in vier Kategorien eingeteilt werden können: eine, die mit Brutalität und Gewalt peinigt; eine andere, die durch Hinterlist unerträgliche Besorgnis hervorruft; jene, die durch Traurigkeit bedrücken; und zuletzt jene, die Krieger wütend machen. Wir werden bemerken, dass dass ein und derselbe Kleine Tyrann zu verschiedenen Zeiten durch jeden dieser vier Modi operieren kann. Der Zweck des Kleinen Tyrannen in unseren Leben ist, uns Distanziertheit bzw. Leidenschaftslosigkeit zu üben. Es ist herausfordernd mit unmöglichen Personen umzugehen, aber während wir das tun, eignen wir uns Nüchternheit und Gelassenheit an. Kurz, aus Feuer kommt Licht.
Der nächste Schritt ist, seine Ansichten über sich selbst und die Welt zu verändern. Das bedeutet, nicht länger die politische Linie der Matrix zu akzeptieren, und mit der Arbeit - unter der Oberfläche zu graben - zu beginnen. Dieser Vorgang offenbart bzw. enthüllt dem Suchenden Hinweise, Anzeichen und Beweise für die Existenz einer hyperdimensionalen Realität, in die unsere eigene Realität eingebettet ist. Ist diese Bewusstwerdung einmal vollzogen, muss sich das Individuum entscheiden, ob es zu dieser anderen Realität Zugang haben will, oder sich mit der altbekannten Realität begnügt. Im Film Die Matrix wurde dies als Entscheidung zwischen einer roten oder blauen Kapsel dargestellt. Das ist im Wesentlichen die Entscheidung, ob man ein Krieger wird oder nicht. In mythischen Begriffen ist ein Krieger jemand, der zur Selbstdisziplin und zur Kontrolle über sich selbst fähig ist; denn das ist es, was für den nächsten Schritt - eine Person des Wissens zu werden - notwendig ist. Es geht um jenes Wissen, das nur durch die Integration des höheren Geistes in der Realität der 3. Dichte zugänglich wird. Dies ist die Saat des Wachstums des Selbst in die 4. Dichte, wo auf das Wissen direkt zugegriffen werden kann. Unglücklicherweise wurde dieses Verständnis durch viele New Age20 Lehren entgleist, wodurch die Bedeutung von "Intelligenz des Herzens" in Dinge wie "Gefühle, " "Emotionen" oder bedingungslose "Liebe" verändert wurde. Gurdjieff nennt den Vorgang "Verschmelzung". Er erklärt, das innere Einheit mittels "Reibung" geschaffen wird; einem Abmühen bzw. Ringen zwischen "Ja" und "Nein" im Menschen. Und hier finden wir die Nützlichkeit der Kleinen Tyrannen. Sie erzeugen Reibung in unseren Leben. Sie sind lästig, irritierend und unangenehm. Sie können uns durch ihre Ansprüche auf unsere Zeit und Aufmerksamkeit, erzwungen durch Haken von Mitleid und Manipulation, Energie entziehen. Sie können uns belügen, Anfälle bekommen, Theater Selbstgerechter Empörung - die nur auf ihren Illusionen basiert - vorspielen, unsere Privatsphäre und freien Willen verletzen und sind darüber hinaus zu einer ganzen Schar anderer "lustiger" Aktivitäten zu haben. Aber dabei dienen sie uns als Gegner - ähnlich wie beim Boxen - die uns Geduld und Timing lehren. Natürlich ist das nicht ihre Absicht. Aber es verhält sich genau wie in Göthe's Stück, als Mephistopheles zu Faust sagt, "Ich bin ein Teil von jener Kraft, die stets das Böse will und stets das Gute schafft." Folgende Produkte aus der STS Maschinerie sind Teil unserer Wirklichkeit: Die Matrix, Der Räuber, der Böse Magier, das STS Kontrollsystem der 4. Dichte, Entropie, Chaos, ...; das alles wird durch Agenten, Richtungsvektoren (ablenkende Wegweiser bzw. Irrlichter), Sirenen, ... (das alles sind psychopathische kleine Tyrannen) verwirklicht. Wenn wir mit Kleinen Tyrannen erfolgreich geübt haben, sind wir zum vierten Schritt bereit: Seher zu werden. Damit meinen wir nicht Hellseher, die in Kristallkugeln blicken; die Bedeutung liegt darin, zu sehen, was real ist.
Ein Schlüsselverständnis dabei ist folgendes: Im wahrsten Sinn setzten wir uns nicht mit einem echten Individuum auseinander; sondern mit einem Programm, mit "Agenten der Matrix," der "Mechanisierung" der Welt bzw. mit den Aufsehern der 4. Dichte, die hinter den Kulissen die Hebel und Knöpfe betätigen. Wie Apostel Paul schrieb: "Denn wir haben nicht gegen Fleisch und Blut zu kämpfen, mit physischen Gegnern zu streiten, sondern gegen die Fürsten und Gewalten, gegen die Beherrscher dieser finsteren Welt, gegen die bösen Geister des himmlischen Bereichs.[Epheser 6:12] In der Dynamik von Castaneda's Bericht über das Auseinandersetzten mit Kleinen Tyrannen sehen wir also wie es funktioniert, dass Wissen schützt. Gib der Lüge, wonach sie verlangt: Wahrheit. Unser eigener Kleiner TyrannWir kommen nun zurück zum Erzeugen von Wellen durch das Schreiben von Die Welle.Nachdem ich das Material der C's im Frühling des Jahres 2000 ins Internet gestellt hatte, erhielt ich von Lesern viele Bitten nach mehr Information und viele Fragen. Daher begann ich, die Internet-Serie Die Welle zu schreiben. Dies zog viel Aufmerksamkeit auf sich - die meiste davon positiv - aber es zog auch persönliche Aufmerksamkeit dessen, was als extrem dunkle Kräfte bezeichnet werden kann, an. Um dies angemessen zu erklären, müssen wir in den Frühling des Jahres 1999 zurückkehren. Ich wurde von einem Herren namens Vincent Bridges kontaktiert. Er zeigte sofort Interesse an meinen, das Rennes-le-Chateau Phänomen betreffenden Ideen. Wir tauschten einige E-Mails über das Thema aus, die alle auf unserer Webseite21 dokumentiert sind. Während unseres Schriftverkehrs präsentierte sich Herr Bridges als untersuchender Journalist; ein Experte in New Age bzw. okkulten Angelegenheiten und mit Verbindungen zu einigen der "großen" Namen. Er behauptete an einem Buch über Alchemie und Fulcanelli zu schreiben. Er wollte von mir so viele Informationen wie möglich bekommen, die bei seinen Analysen helfen sollten. Unglücklicherweise ließ ich mich sofort auf diese Schmeichelei ein. Immerhin war er ein real wirkender Journalist und Experte mit Reputation, der sich noch dazu für meine Gedanken über diverse Themen interessierte. Ich war ein Niemand! Ich war so froh, dass endlich jemand da war, der die selben Nachforschungen wie ich betrieb und noch dazu belesen und charmant war! Ich ahnte zu dieser Zeit nicht, dass dies alles nur ein Schauspiel war. Als Vincent Bridges das Buch im Jahre 1999 schließlich vollendete - ich wartete sehnlichst auf das, worüber ich dachte, dass es die beste Analyse der Alchemie und von Fulcanelli sei, die jemals geschrieben wurde - war es untertrieben, es als enttäuschend zu bezeichnen. Er sendete mir eine Kopie des Manuskripts, das ich mit wachsenden Gefühlen von Frustration und Enttäuschung las. Das Buch war nicht nur naiv und hohl, er verwendete auch viel des Materials, das ich ihm gesendet hatte, und verdrehte es ohne erkennbaren Grund bis zur Unkenntlichkeit. Ich fragte mich, ob wir überhaupt dieselbe Sprache sprechen. In den nächsten Monaten tauschten wir uns noch ein paar Mal planlos aus. Ich glaubte, dass er richtig damit lag, den C's - oder jeder anderen gechannelten Quelle - nicht zu vertrauen und stattdessen selbst nachzuforschen; jedoch war die Frage noch nicht gelöst, woher die "uralten" Quellen, auf die er sich berief, ihr Wissen hatten. Ich entschied, dass es wohl am Besten wäre, alle meine Ideen und Materialien aufzuschreiben, die ich bezüglich des diskutierten Themas in meinem Kopf hatte. Ich begann also einen Artikel über den Heiligen Gral ins Internet zu stellen22. Obwohl ich erkannte, dass Vincent und ich in manchen Dingen nicht übereinstimmten, wollte ich ihm dennoch so hilfreich wie möglich sein; ich fand die Meinungsverschiedenheiten nicht weiter schlimm. Ich glaubte, dass wir wieder übereinstimmen würden, wenn er all meine zusammengesuchten Daten liest. Ich fand sogar eine kleine Passage in seinem Buch, die ich in meinem Artikel über den Gral zitierte. So ging es mehrere Monate, bis ich keinen Grund mehr sah, die Korrespondenz zwischen Bridges und mir aufrecht zu erhalten. Ich war einfach zu beschäftigt mit Schreiben und Gärtnern, eine Diskussionsgruppe war aufgrund der vielen Fragen über das Material auf unserer Homepage entstanden, und die Dinge liefen dahin, wie man so schön sagt. Ich publizierte mein Exposé über das Rennes-le-Chateau Thema (in diesem Band beinhaltet) und erhielt gleich darauf ein total bizarres E-Mail, das mich etwas einschüchterte. Das E-Mail veranlasste mich, den Kontakt mit Vincent Bridges erneut aufzunehmen, da ich sicher war dass er Wissen über die "okkulte" Sprache hat, die im E-Mail verwendet wurde. Natürlich kam es mir nicht in den Sinn, dass er selbst zu diesem Zwecke das E-Mail an mich gesendet hatte. Im Herbst des Jahres 2000 verließ 'Frank Scott' (ein Pseudonym) nach langer Zeit unsere Arbeitsgruppe. Im selben Zeitraum erwähnte Vincent Bridges, dass er ein Verleger auf der Suche nach guten Autoren sei. Er bot mir an, meine Arbeit über seine Firma "Aethyrea Books" zu publizieren. Da ich von den laufenden Arbeiten - mit der Diskussionsgruppe schrittzuhalten, Fragen zu beantworten, die Niederschriften zu bearbeiten, Hinweisen aus dem Material nachzugehen, und Artikel für die Webseite zu schreiben - überwältigt war, sah ich Vincent als ein Geschenk Gottes! Nachdem ich über zwei Jahre mit ihm kommunizierte, glaubte ich ihm vertrauen zu können, selbst wenn wir nicht immer einer Meinung waren. Ich händigte ihm bisher unveröffentlichtes und vertrauliches Materialien aus, die er bearbeiten wollte. In der Vorstellung dass mein bisheriges Lebenswerk in guten Händen ist, ließ ich mich nieder und konzentrierte mich auf die Fertigstellung meines Buches, The Noah Syndrome. Wir begannen im Frühjahr 2001 an der Veröffentlichung meines Buchs über "Aethyrea Books" zu arbeiten. Es war kurz bevor ich Bridges einlud, ein Mitglied unserer Diskussionsgruppe zu werden. Deshalb gab es zwischen Frühling und Sommer 2001 eine intensive und regelmäßige Interaktion zwischen uns.
Wir diskutierten die Angelegenheit über Wochen hinweg und suchten harte Fakten - Beweise. Daran fehlte es nicht, jedoch war es möglich "im Zweifel für den Angeklagten" zu sprechen und subtilere Hinweise zu übersehen. Es wurde eine Hypothese formuliert, eine Reihe von Tests entworfen und die C's - wieder einmal - im Großen und Ganzen als korrekt befunden. Es scheint, als ob diese Situation eine Tür zu einer der fortgeschrittensten Lektionen der Adeptschaft, die dem gewöhnlichen Menschen zur Verfügung stehen, öffnete. Es war offensichtlich auch ein "Test".
Während Bridges und seine Frau angeblich mein Buch The Noah Syndrome zur Publikation vorbereiteten, schlug er eine Konferenz im September 2001 vor. Unsere Richtlinie zu jener Zeit war, an keinen Konferenzen teilzunehmen. Bridges wusste das, aber wir stimmten ihm und seines 'Geschäfts' zuliebe, unsere Bücher zu verkaufen, zu. Wie es sich herausstellte, waren die Bücher zum Zeitpunkt der Konferenz nicht einmal fertig, genausowenig wie Bridges tatsächlich einen Verlag hatte! Unmittelbar vor der Konferenz (21. bis 23. September 2001) flossen uns durch die Mitteilungen der C's einige merkwürdige Informationen über Bridges zu. Wir erhielten viele E-Mails von Lesern, die sich über unseren öffentlichen Verband mit Vincent Bridges's sogenannter "Mysterienschule des Fünften Weges" Sorgen machten. Ich hatte bis zu diesem Zeitpunkt ausschließlich Vincent's Artikel über Themen seines Buches gelesen, wie z.B. die Gral Legenden, das Rennes-le-Chateau Mysterium und Fulcanelli. Vincent selbst hatte mir mitgeteilt, dass er ein "ermittelnder Journalist" sei. Zusätzlich äußerte laufend Bedenken über die C's, so dass ich dachte, dass er eine rationale Person sei, die sicher nicht in seltsame Themen verfällt. Ich lag falsch. Nachdem ich die E-Mails unserer Leser durchsah, begann ich selbst zu recherchieren. Erwägt man die Themen, worüber wir diskutiert hatten, war ich über meinen Fund etwas verärgert. Vincent hatte Artikel über seine "Enoch'sche Magie" und "Rituale," die damit einhergehen, ins Internet gestellt. Hier ist ein Beispiel: "Das Praktikum der Apokalypse vervollständigte das Enoch'sche bzw. Ophan'ische Kommunikationsgerät; möglicherweise zum ersten Mal seit seiner Übermittlung im 16. Jahrhundert. Diese Struktur beinhaltet grundlegende Formen, die zur Harmonisierung der kommenden galaktischen Ausrichtung notwendig sind. [...] Etwas mehr als ein Jahr später kündigten die Ophan'ischen Intelligenzen an, dass der einfachste Weg, sich an dem Großen Kreuz auszurichten, jener wäre, jeweils zu den nächsten zehn Tagundnachtgleichen den Baum des Lebens auf die Himmelssphäre zu projizieren. In der Tat gaben mir die OI Engel diesen Hinweis." Im Sommer 2001 wurden wir beschuldigt, zu einem "Nazi-Kult der schwarzen Magie" zu gehören, und - Überraschung, Überraschung - Vincent hatte plötzlich Internetseiten, die durchaus dahingehend interpretiert werden konnten. Im Rückblick sieht dies tatsächlich durchorganisiert aus. Wir wollten in keinem Fall mit schwarzer Magie, Nazis oder ähnlichem Hokuspokus in Verbindung gebracht werden. Es wird zwischen den genannten Gruppen und Antisemitismus gerne eine Verbindung gesehen. Passend dazu waren und sind viele von Ark's Kollegium Juden. Wir hatten ein Problem mit zwei Rahmenbedingungen: Erstens, die Verantwortung unserer Leserschaft gegenüber das zu leben, worüber wir sprachen; und zweitens: "können wir dem vertrauen, was wir hinter den Kulissen sehen, selbst wenn es keine offensichtlichen Beweise gibt, dass Vincent schädigende Absichten uns gegenüber hat?" Wir konnten nicht dulden mit den Ideen, die Vincent Bridges verbreitete, in Verbindung zu stehen. Deswegen erklärten wir Ende Juli 2001 auf unserer Internetseite, dass unsere Anwesenheit auf der Konferenz nicht bedeutete, dass wir die Ideen der Veranstalter und/oder anderer Referenten befürworten. Nachdem Ark vielen wissenschaftlichen Konferenzen beigewohnt und diese auch selbst organisiert hatte, dachten wir, diese Erklärung sei genug. Wir wollten, dass Bridges eine klare Position einnimmt. Die Angriffe wegen der Anklage, mit einem schwarzmagischen Nazi-Kult in Verbindung zu stehen, wurden derart intensiv, dass wir Todesdrohungen erhielten. Unserer Arbeit, Ruf, und Sicherheit Willen baten wir ihn, das Material über die Magie von seiner Webseite zu entfernen und sich von solchen Ideen öffentlich zu entfernen, damit wir weiter gemeinsam zusammenarbeiten können. Er weigerte sich. Aus diesem Grund beschlossen wir, uns von ihm loszulösen und sagten unsere Anwesenheit auf der Konferenz ab. Wir kündigen den Vertrag über die Publikation des Buches. Wir holten uns Rechtsberatung ein, da wir zu dem damaligen Zeitpunkt nicht wussten, dass der Vertrag mit einer nicht existierenden Firma abgeschlossen wurde! Bei Konferenzen liegt es üblicherweise in der Verantwortung des Veranstalters, bei Absage eines Referenten, aus welchen Gründen auch immer, einen angemessenen Ersatz zu finden. Wir fanden heraus, dass die angemeldeten Konferenzteilnehmer fast ausschließlich unsere eigene Leserschaft und Teilnehmer der Diskussionsgruppe waren. Kurz gesagt, wir waren die "Hauptattraktion" und somit die Gans, die das goldene Ei legen sollte. Als wir absagten, taten dies auch fast alle Teilnehmer und verlangten ihr Geld zurück. Das alles war noch über sechs Wochen vor der Konferenz. Wir hatten sozusagen unseren eigenen "11. September": Bridges zielte auf uns wie ein Jumbojet, der in die Zwillingstürme segelt: Flammen, Kränkung, Verletzung und so weiter.23 Es verblüffte uns. Wir konnten nicht verstehen, wie ein Individuum das vorgab, so esoterisch sachkundig, so psychisch fortgeschritten, so voll von menschlicher Güte und Verständnis zu sein, sich wie ein zwielichtiger Straßenjunge benimmt und mit seinen Freunden schmutzige, widerliche Dinge im Internet über uns verbreitet. Es verblüffte uns nicht nur, wir richteten unsere Aufmerksamkeit darauf. Da wir ganz klar sehen konnten, dass Bridges Fakten und Wahrheit keine Beachtung schenkt, begannen wir alle seine getätigten Aussagen zu hinterfragen. Nachdem wir von August bis November 2001 still litten, beschlossen wir letztendlich die Wahrheit herauszufinden. Ich hörte auf, mich über die Angelegenheit zu wundern, als die "Perseus Stiftung"24 und ein professioneller Privatdetektiv im Herbst 2001 gegen Bridges ermittelte. Zu meinem Verdruss stellte sich heraus, dass Bridges nicht mehr als ein herkömmlicher Betrüger ist. Sein Lebenslauf war nicht nur ein kompletter Schwindel, in seiner Vergangenheit hängte er sich auch immer wieder an andere Individuen - um sozusagen auf ihrem Trittbrett mitzufahren - in der Hoffnung ihre Arbeit, ihr Geld oder beides zu stehlen. Obwohl auch Betrug nachgewiesen wurde, zögerten Ark und ich den Bericht über Bridges zu veröffentlichen. Letztendlich war es trotzdem notwendig öffentlich zu reagieren, da Bridges wegen unserer Entscheidung, sich abzugrenzen, zu attackieren begann. Es war klar, dass mit Bridges Interaktion etwas ganz und gar nicht stimmte. Erst viel später verstanden wir, dass die ganze Dynamik eine kritische Lektion war. Wie es sich herausstellte, erzeugte der persönliche Umgang mit Vincent Bridges eine "Frage", die einer Antwort bedurfte. Die Suche nach der Antwort führte zur Entwicklung der notwendigen Werkzeuge und Einsichten, um das Cassiopaea Projekt in die nächste Phase zu bringen - die QFS (Quantum Future School). Herr Bridges reagierte auf das von uns im Internet ausgestellte Material wie vorhergesehen: er wollte es zu jedem Preis entfernt haben; und da er uns rechtlich dazu nicht zwingen konnte (Wahrheit ist aus rechtlicher Sicht keine Kränkung oder Verleumdung), nahm er bei versuchter Erpressung und Erzwingung Zuflucht. Wir entdeckten nicht nur dass Bridges versuchte, uns zu benutzen um mit den Büchern und der Konferenz Geld zu machen; wir fanden durch das Finanzamt und das Büro des Staatssekretärs von North Carolina heraus, dass er nicht einmal eine registrierte Firma besitzt und daher alle seine Behauptungen, ein Verleger zu sein, betrügerisch und irreführend waren. Sein Mitautor "Alvin Wiley," (ein Pseudonym) reichte erst später die Papiere für die erstmalige Firmengründung von Aethyrea Books LLC ein.25 Wiley beschrieb später, wie er durch Bridges hinterzogen wurde; inklusive seiner falschen Behauptungen einen Roman für den STOW Verlag und Artikel für die Magazine Rolling Stone, Cream und Newsweek geschrieben zu haben. Wiley befand, dass Bridges nur deswegen seine Referenzen vortäuschte, um ihn durch die Illusion eines seriösen Schreibers als Mitautor zu gewinnen. Bridges schrieb auf seiner Internetseite, dass wir Wiley zur Veröffentlichung seiner Aussagen erpressten. Wiley detaillierte wie es dazu kam, dass er von Bridges vereinnahmt wurde und er anfänglich selbst für die Publikation ihres Buches zahlen musste. Er wies darauf hin, dass das gemeinsame Buch tatsächlich mit dem Logo von Aethyrea Books LLC versehen war. Wiley erhielt keine Rückzahlungen von ihrer gemeinsamen Forschungsreise und bekam auch niemals einen Gewinn aus Vincent's Verkauf der Bücher ausbezahlt. Wiley schrieb über seine Befürchtungen, dass seine Arbeit von "Vincent Bridges' Unehrlichkeit und Falschangaben zerstört" wird. Er erklärte, dass Vincent und seine Frau Darlene "Betrug nicht nur an mir, sondern auch an anderen Autoren verüben" könnte. Er kündigte an, aufgrund der "Fehldarstellungen" eine rechtliche Klage gegen Vincent und Darlene einzubringen. Es wurden von uns einige Berichte auf Wileys' Bitte hin und in seinem Namen veröffentlicht. Wir unternahmen all diese Anstrengungen um jemanden zu entlarven, den wir als ernstzunehmende "Bedrohung im Internet" mit einer Vergangenheit von Diebstahl, Lügen und Betrug erkannten. Wir fanden zu unserem Verdruss heraus, dass Vincent Bridges scheinbar unfähig ist, Wahrheit von Lügen zu unterscheiden. Der Bericht der Perseus Foundation war gründlich recherchiert. Er beschuldigte den Bericht, falsch zu sein und bezeichnete somit viele Personen als Lügner, die ganz klar keinen Grund hatten zu lügen. Seine Version der Geschichte veränderte sich immer und immer wieder, selbst nachdem die Wahrheit aufgedeckt wurde. Er erklärte nie, warum sein ursprünglicher Lebenslauf und Referenzen alle erfunden waren.
Eines Tages erklärte Vincent Bridges an mehreren Stellen im Internet, dass er "die Angelegenheit des Cassiopaea Kults öffentlich adressieren und die wahre, unverblümte Geschichte erzählen" wird. Er kündigte an, unser kopierrechtlich geschütztes Material an jene zu verteilen, die es haben wollen. Er ergänzte dies mit unsinnigen Behauptungen, dass nur er das Material verstünde und wüsste wie es zu interpretieren sei und dass wir "seit Anfang an" den Originaltext hinterlistig "abwandelten". Nachdem er weder im Besitz der Audiokassetten noch den Notizen - die Quelle der Niederschriften - war, wunderten wir uns, auf welchen "Fakten" er diese Aussagen begründet.
Wir erklärten zuvor auf unserer eigenen Internetseite, dass die Niederschriften erst dann veröffentlicht werden können, wenn die noch zu erledigende Arbeit - die Namen und heiklen Stellen aus Respekt und Rücksicht für andere Menschen zu entfernen - getan ist. Weiters wollten wir die Niederschriften anhand der Audiokassetten und der Notizen auf Genauigkeit überprüfen. Dies war und ist ein enorme Arbeit. Manchmal trat Datenkorruption beim Kopieren von Dateien auf, die wir beheben mussten, aber keinesfalls war das absichtliche Verschleierung. Schritt für Schritt haben wir die Fehler in den Niederschriften korrigiert; das brauchte seine Zeit. Als Eigentümer des Materials sind wir auch dazu berechtigt, Teile mit persönlichen Informationen nicht zu veröffentlichen. Es ging uns nicht um die Veröffentlichung des Materials, das wir auf unserem Internetauftritt ohnedies frei hergeben wollten, sondern um die Besorgnis jenen Personen gegenüber, die uns ihre Privatsphäre anvertrauten.Weiters ging es uns um unser Recht sicherzustellen, dass alle Niederschriften präzise sind und Anmerkungen darauf hinweisen, wenn wir uns nicht sicher waren. Wissend, dass es sinnlos ist Vincent Bridges wegen der Privatsphäre anderer anzurufen, wendeten wir uns direkt per E-Mail und Fax an den Betreiber der Server im Internet, auf denen die raubkopierten Niederschriften gespeichert waren. Kurz darauf empfingen wir von Bridges folgendes E-Mail, das ein anderes E-Mail von "Frank Scott" beinhaltete: Gesendet: Di, 10. Jänner 2002 13:06:34 -0500 Frank's Behauptung, seine "Beteiligung bei den Channeling Sitzungen war genauso groß oder größer als die von einigen oder allen anderen Teilnehmer", ist eine Lüge. Es gab Sitzungen, an denen er sich nicht beteiligte. Fakt ist jedoch, dass die Niederschriften seit dem Jahr 1994, als ich die erste Kopie am Computer tippte und ausdruckte, durch mich kopiergeschützt sind. Das ist ein rechtliches Faktum. Alle Zeugen (von denen es viele gibt) sowie harte Belege zeigen, dass Frank's "Erlaubnis zur Veröffentlichung" genauso gültig ist wie eine Erlaubnis von Garfield, der Katze. Er hat keine und hatte nie Rechte am Kopieren. Alle Experimente wurden in meinem Haus und mit meiner Ausstattung durchgeführt, von mir persönlich auf Audiokassetten aufgezeichnet, mit meiner Stimme gesprochen, ich besitze die Audiokassetten, ich tippte fast jedes Wort und ich brannte die CD, die von Vincent Bridges raubkopiert wurde, nachdem er diese nach unserer Aufforderung zur Rückgabe nicht mehr besitzen durfte. Kurz gesagt, Frank Scott's Anwesenheit war das Einzige, das er jemals beisteuerte; und es waren viele unterschiedliche Leute laufend anwesend. Nur weil man Gast in einem Haus ist bedeutet das nicht gleichzeitig, alles zu besitzen was dort produziert wird! Nach Frank's Prinzip hätte jeder andere Gast ebenfalls das Recht zur Veröffentlichung des Materials. Wie die Leser von Amazing Grace wissen, war es die ganze Zeit über sehr schwierig, mit Frank umzugehen.
Zu Erpressung gehört also "Zwang durch Androhung von Veröffentlichung" und erwartetes "Entgelt". Bridges schrieb: "Falls ihr nicht wollt, dass die ganze erbärmliche Geschichte öffentlich wird, solltet ihr vielleicht darüber nachdenken, meinen Namen zu entfernen." Er droht also, die unbearbeiteten Niederschriften samt Namen und persönlichen Details zu veröffentlichen und erwartet im Gegenzug - die Entlohnung - das Entfernen der Berichte und Artikel über ihn und seinen erfundenen Lebenslauf, gefälschten Referenzen und psychologischen Terrorismus. Obwohl wir uns der Erpressung durch Bridges bewusst waren, sorgten wir uns eher um die unschuldigen Personen, die persönliche Informationen privat halten wollten. Hinzu kam, dass mit "ganze erbärmliche Geschichte" nicht nur die Niederschriften gemeint waren. Es machte damals noch keinen Sinn und verwarfen die merkwürdige Formulierung daher. Doch das Universum war alarmiert. Am Abend desselben Tages erhielten wir ein E-Mail von Alvin Wiley: Gesendet: Di, 10. Jänner 2002 22:24:15 EST Tja, tja, tja. Es wurde alles ernüchternd klar. Ich verstand sofort, dass Frank das obige E-Mail tatsächlich geschrieben hatte. Ich hatte das zu Beginn bezweifelt, da ich mir ziemlich sicher war, dass Frank genug über Rechtliches Bescheid (?) weiß, so etwas Dummes nicht anzustellen. Ich wusste auch, warum er es getan hatte. Jene Leser, die Amazing Grace gelesen haben, erinnern sich sicher noch an das Kapitel in dem ich Frank's langjährige Unterschlagung von Geldsummen seines früheren Arbeitgebers beschreibe, die am Ende den Selbstmord seines Vaters verursachten. Jene, die es nicht gelesen haben, wollen vielleicht einen Blick in das Kapitel "Das ist Hollywood!" werfen. Die darauffolgenden Kapitel von Amazing Grace erklären, wie ich mich mit Frank's Niederträchtigkeit aussöhnte, wie ich versuchte es "wegzuerklären," mein ganzes Vertrauen darauf setzte, dass er eine bedeutende Lektion gelernt hatte und er nur dadurch vertrauenswürdig wird, indem man ihm vertraut. Nicht zuletzt wird uns diese Herangehensweise ja immer beigebracht, oder? Also vertraute ich ihm. Und ich vertraute ihm eine Reihe von Dingen an. Darunter war jener Vorfall, die ich nun hier erzählen will. Selbst wenn Vincent Bridges denkt, eine "Leiche im Keller" gefunden zu haben, ist es doch so, dass dieser Vorfall von dem Journalisten Tom French gebührend recherchiert wurde und er sich dennoch entschied, nicht darüber zu schreiben, weil es nicht entscheidend für seinen Artikel war. Manche denken, er hätte besser darüber geschrieben, da sexuelle Übergriffe auf Frauen mit alarmierender Regelmäßigkeit auftreten und dieses Thema nicht genug Aufmerksamkeit bekommen kann. Aber ich finde er hat sich richtig entschieden, da die Geschichte Platz in dem Artikel weggenommen hätte, der für andere Themen vorgesehen war. Ich berichtete Tom French alles über diesen Vorfall, obwohl ich sehr abgeneigt war, über so etwas Erschreckendes zu reden. Wie jede andere Frau mit ähnlichen Erfahrungen verstehen wird, versuchte ich über 30 Jahre zu vergessen. Und Tom stimmte zu, dass wir es in der Vergangenheit lassen sollen. Es war jedoch genau das, was Bridges zu tun versuchte: Nötigung, Erpressung und Zwang. Wie ein Leser treffend bemerkt hat: "Jeder, der versucht jemanden mit so einem Vorfall zu erpressen, fällt in die selbe Kategorie wie jene Person, die den ursprünglichen Übergriff durchgeführt hat. Solche Menschen sehen andere als lediglich als Beute. Sie schätzen jene Menschen, auf die sie Jagd machen wollen, als verletzlich ein, finden methodisch einen schwachen Punkt um letztlich zu attackieren." Und manchmal brauchen sie für diesen Prozess Jahre, wie wir Falle "Frank Scott" sehen werden.
Im Wesentlichen behauptete Frank Der Channel und der einzige Channel zu sein. Er wollte ständig das Experiment vom Ouija-Brett hin zum direkten Channeln in Trance konvertieren, mit ihm als die einzige Quelle. Wir versuchten es sogar mehrmals und fanden heraus, dass die "Persönlichkeit" bzw. das "Empfinden" des Kontakts klar unterschiedlich - sogar abstoßend - war. Wir schlossen daher darauf, dass der Vorschlag in Trance zu channeln von STS Kräften in der Hoffnung kam, unsere Arbeit vollständig einzunehmen27. Wie bei seinem vorigen Arbeitgeber tat Frank so wenig wie möglich und war gleichzeitig davon überzeugt, dass er berechtigt ist mehr zu verdienen. Er hatte sich dazu entschieden, im Namen seines Arbeitgebers sich selbst wöchentlich einen Scheck auszustellen. Im Falle der C's versuchte Frank sich ebenfalls einen fremden "Scheck" auszustellen. Wegen dem vorliegenden Beweismaterial - der Missachtung der Rechte anderer und der Teilnahme an versuchter Erpressung - muss erwogen werden, dass alle weiteren Äußerungen von "Frank Scott" aus der selben Quelle stammen wie von Vincent Briges. Bridges hat Geringschätzung der Wahrheit und des Freien Willens anderer Menschen klar gezeigt und nimmt noch dazu an, dass Leser im Internet zu faul sind, den Dingen selbst nachzugehen. Er machte klar, dass seine Philosophie, "je größer die Lüge, und je öfter sie wiederholt wird, umso größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie von der Bevölkerung geglaubt wird" ist. Es ist Verachtung für Mitmenschen. Falls "Frank Scott" jemals Bridges als "Zeuge der die Wahrheit aus erster Hand kennt" unterstützen sollte, können wir nur Caveat Lector28 anraten.
Durch das, was uns die C's an diesem Abend mitteilten, machte alles Sinn - es ist krank - aber es machte Sinn. Ich verstand nie, warum die C's immer kryptische Bemerkungen über Frank machten und sich weigerten, auf manche Fragen zu antworten als nur Frank und ich am Brett saßen. Es scheint, als ob es viel Informationen gab, die nicht übermittelt werden konnten, solange Frank anwesend war. Obwohl ich viele Theorien darüber entwickelte, kam es mir niemals in den Sinn, dass es lediglich zu meinem Schutz vor Frank war! Nun, alle Spekulationen einmal zur Seite. Diese Niederschrift dokumentiert das, was die C's über die betreffende Situation sagten: 10. Jänner 2002 |