gwelle

Teil 33
Torah, Kaballah und
wenn ich träume...


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Esoterisches Glossar

FAQ: Häufige Fragen an Cassiopaea


Die Welle

Einleitung

Kapitel:
01, 02, 03, 04, 05, 06, 07
08, 09, 10, 11, 12, 13, 14
15, 16, 17, 18, 19, 20, 21
22, 23, 24, 25, 26, 27, 28
29, 30, 31. 32, 33, 34, 35
36, 37, 38, 39, 40, 41, 42

Abenteuer mit Cassiopaea:
Einleitung

Kapitel:
43, 44, 45, 46, 47, 48, 49
50

Zugehörige Artikel:
Die Greenbaum Rede
Elaine und die Schwestern des Lichts


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Mir ist klar, dass sich manche Leser der Welle fragen, warum ich mit solchen Themen daherkomme, besonders, wenn es sich um Themen wie im vorigen Kapitel handelt. Ich bitte euch nur, geduldig zu sein und nichts auszulassen, denn es wird sich noch zeigen, dass es für zukünftige Ereignisse und Enthüllungen wichtig sein wird. Ich versuche euch hier den Zusammenhang darzustellen, was mir damals in meinem Kopf herumging und wie meine Umgebung aussah, als mir diese „Hinweise“ mitgeteilt wurden. Denkt immer an die folgende Aussage:

Q: (L) ...Wie kommt es, dass immer ich diejenige bin, die den Job hat, alles herauszufinden?

A: Weil du um die „Kraft“ gebeten hast, die allerwichtigsten Dinge der Wirklichkeit herauszufinden. Und wir haben dir bei deiner Stärkung assistiert.

Und einmal, als ein Gast fragte, ob er die Cassiopaeaner direkt kontaktieren könne, antworteten sie:

Q: (BRH) Gibt eine Möglichkeit, euch Typen direkt zu kontaktieren?

A: Nun, B____, nur wenn du dich in die Gegenwart dieser dreidichtigen hier Wesen begibst. Denk daran, ihre Anfrage war hart verdient und einer von ihnen channelte fast seine gesamte derzeitige Inkarnation hindurch – und viel davon zu seinem Schaden. Die Kinder aus der Nachbarschaft reagieren ja normalerweise nicht besonders gut auf geistiges Bewusstsein, oder? Eine andere hier hat auf der Suche nach den tiefsten Wahrheiten für die ganze Menschheit sprichwörtlich die Welt auf den Kopf gestellt – und vieles dabei unter größter Gefahr. Und der Dritte hier musste nahezu unvorstellbare Härte ertragen und Prüfungen seiner Ausdauer, um seinen vorbestimmen Pfad erfüllen zu können, euer Reich der dritten Dichte an den Rand des Übergangs zur vierten Dichte einzustellen. Es liegt also an dir. Willst du mitgehen?!?

Bitte erkennt also, dass ich so hart ich kann daran arbeite, allem und jeden zu ermöglichen, die Wahrheiten, die in jedem von euch liegen, freizumachen – und das vielleicht ein bisschen weniger traumatisch, als es bei mir der Fall war! Ich kann euch dabei ein großes Stück weit mitnehmen, indem ich nicht nur über die Ereignisse schreibe, sondern auch über meinen Denkprozess und über die Entdeckungen, die ich machte; doch es liegt an euch, die Ausdauer und den Willen aufzubringen, mich zu begleiten und vielleicht sogar noch weiter zu gehen. Es stimmt, manche Bereiche scheinen aus der einen oder anderen Perspektive langweilig oder wenig interessant zu sein; doch wenn sie nicht wichtig wären, oder sogar ausschlaggebend, dann hätte ich sie hier nicht mit eingeschlossen. Denn ich SORTIERE bereits viele der „falschen Spuren“ und Ablenkungen aus, außer sie hatten einen Einfluss auf den, wie sich dann herausstellte, letztendlich „richtigen“ Weg. Und was für mich der „richtige“ Weg ist, muss nicht für euch der „richtige“ Weg sein. So ist jeder von uns dafür verantwortlich, weitere Untersuchungen und zusätzliche Arbeiten selbst zu verrichten. Und wenn meine Arbeit dies für manche schneller und leichter macht, wenn sie die Zeitverschwendung vermeidet, die durch dem Nachgehen von falschen Informationen und sinnlosem Denken entstand, dann haben sich meine Bemühungen ausgezahlt.

Ich möchte nun versuchen, das „geistige Bild“ zu vervollständigen, das ich bei der ausschlaggebenden Stelle meiner Suche im Kopf hatte, damit ich dann mit den Bearbeitungen der Sitzungen ab 1996 mehr oder weniger chronologisch fortfahren kann. Wenn ich auf den nächsten Seiten damit fertig bin, dann habt ihr all die Hinweise, die ich auch hatte, sowie den Kontext, in dem sie mir mitgeteilt worden waren.

Wie bereits bemerkt, schien die Anwesenheit der jungen jüdischen Frau (RC) bei zwei Sessions, die davon überzeugt war, mit mir in einem früheren Leben in Nazi-Deutschland verbunden gewesen zu sein, die Richtung der Kommunikation mit den Cassiopaeanern zu „verändern“. Im Nachhinein war es auch die Öffnung einer „Pforte“ und die Initiation eines neuen Pfades in meinem Leben. Nach der ersten Sitzung, an der sie teilgenommen hatte, hatte ich den Traum von der „glücklichen Hochzeit“, wo man mich zu meinem „gesichtslosen Bräutigam“ gebracht hatte, und nach der zweiten Sitzung wo sie dabei war, hatte ich die wirkliche halluzinationsartige Vision des „unbekannten-und-doch-vertrauten-Gesichts.“ RC war auch diejenige, die das Vorhaben beschleunigte, ein Magazin als „Organ“ für das Cassiopaea-Material zu produzieren. Ich hatte mir etwas vorgestellt, das „seriöser“ war als die üblichen esoterischen- oder UFO-Publikationen, aber doch einen offenen Blick bewahrte, und dafür schien ein „Journal“ bestens geeignet zu sein. Sie hatte bereits einige Jahre lang ein Magazin produziert und war gerade dabei dieses aufzugeben, da sie sich räumlich verändern, aber gleichzeitig ihre Abonnenten nicht im Stich lassen wollte. Für mich schien es die perfekte Lösung zu sein, sie dabei mit der Betreuung der Abonnements zu unterstützen und dabei parallel mit meiner Arbeit weiterzumachen.

Die Ausrichtung von RC’s Magazin war eher astrologisch, obgleich sie auch einige Artikel über Alienentführungen und Verschwörungstheorien brachte. Die sanfte Neuorientierung, die ich plante, schien also dem ursprünglichen Gedanken durchaus zu entsprechen. Ich kümmerte mich nicht um den Namen des „Blattes“, das war eine unwichtigere Sache, die auch später noch verbessert werden konnte. Alles schien zum Loslegen bereit zu sein, und wir hatten das Gefühl, dass dies der Schlüssel zum großen „Netzwerk“ war!

Damals begann ich auch die gesamte Reihe der Matrix Bücher zu lesen, die von Val Valerian zusammengestellt wurden. Als ich mich durch diesen Wust von Material durchkämmte, hielt ich meine Augen immer für die Möglichkeit freimaurerischer Verbindungen offen, da alle auf Freimaurer-Verschwörungen scharf waren. Sie wurden in einem sehr interessanten Buch, Der Tempel und die Loge, von Michael Baigent und Richard Leigh, über die Templer mit der Prieuré de Sion in Verbindung gebracht. Darin wird behauptet, dass die Templer in Schottland und England „untergetaucht“ waren und später als Freimaurer wieder aufgetaucht sind. Und es gab darin auch diese nervige Zahl 33, die überall ausgestreut war. Je mehr ich mich mit diesem „Zahlenbusiness“ beschäftigte, desto verwirrender wurde die Sache. Jeder der sich mit „Verschwörungstheorien“ von Grund auf beschäftigt – und der ernsthaft, ehrlich und fair ist – kommt möglicherweise zu dem Schluss, den auch Dr. Robert A. Morey (der, nebenbei bemerkt, ein Anti-Freimaurer Forscher war) zog:

„Die Gegner der Freimaurer sind im Allgemeinen so unverlässlich wie deren Befürworter. In ihrem Eifer die Freimaurer zu attackieren, benutzen sie Fantasie, Lug und Trug. Sie fälschen, wenn nötig, auch Dokumente. Ihre Berichte sollten nicht ernst genommen werden.“

Klarerweise wird die pythagoreische Mathematik, wenn man die „geheimen Bedeutungen“ von Zahlen studiert, als eine der ersten Wissenschaften untersucht. Manly Hall schrieb, dass:

„Der wahre Schlüssel zur philosophischen Mathematik der berühmte 47. Lehrsatz von Pythagoras ist, der irrtümlicherweise Euklid zugeschrieben wird. Das 47. Theorem besagt: Am rechtwinkligen Dreieck ist das Quadrat über der dem rechten Winkel gegenüberliegenden Seite den Quadraten über den den rechten Winkel umfassenden Seiten zusammen gleich.“

Jeder, der die Schule besucht hat und in Mathematik nur ein bisschen aufgepasst hat, kennt diesen Lehrsatz. Das Problem dabei ist aber: Was bedeutet es in Wirklichkeit, wenn dies der „wahre Schlüssel zur philosophischen Mathematik“ ist? Was hat uns A2+B2=C2 zu sagen?

Die Berichte über die Reisen und Studien des Pythagoras variieren, doch die meisten Historiker sind sich einig, dass er viele Länder besucht und bei vielen Meistern gelernt hatte. Angeblich reiste er, nachdem er in die eleusischen Geheimnisse eingeweiht worden war, nach Ägypten und bekam dort die Einweihung in die Mysterien der Isis. Danach fuhr er nach Phönizien und Syrien, wo er die Geheimnise des Adonis erfuhr. Daraufhin begab er sich ins Euphrattal und lernte alle Geheimnisse der Chaldäer, die immer noch in der Gegend um Babylon lebten. Schließlich reiste er nach Medien und Persien, und nach Indien, wo er von den dortigen Brahmanen als Schüler und Eingeweihter aufgenommen wurde. Klingt als ob er alle Bereiche kennengelernt hätte.

Von Pythagoras wird gesagt, dass er den Begriff „Philosoph“ geprägt hätte, statt dem Wort „Weiser“, da es jemanden bezeichnet, der versucht die Wahrheit zu finden, im Gegensatz zum „Weisen“, der Wahrheit bereits kennt. Offenbar war Pythagoras nicht der Ansicht, dass er bereits den ganzen Kuchen intus hatte.

Er gründete eine Schule in Crotona in Süditalien und sammelte Studenten und Schüler um sich, die er angeblich die Prinzipien der Geheimnisse lehrte, die ihm enthüllt worden waren. Er betrachtete Mathematik, Musik und Astronomie als Grundlage aller Künste und Wissenschaften. Als er sechzig Jahre alt war, heiratete er eine seiner Schülerinnen und hatte mit ihr sieben Kinder. Er dürfte ein ziemlich agiler Senior gewesen sein! Seine Frau war offenbar in der Lage, ihre eigenen Entscheidungen zu treffen, denn nachdem er von einer Bande Mörder umgebracht worden war, die von einem seiner Schüler, dem er die Einweihung verweigerte, angestiftet waren, führte sie seine Arbeit weiter. Die Berichte über seinen gewaltsamen Tod variieren ebenfalls. Manche behaupten, dass er und alle seine Schüler getötet wurden, und manche behaupten, dass er entkommen konnte, weil ihn einige seiner Schüler beschützten, indem sie sich selbst für ihn opferten. Es selbst sei dann später an gebrochenem Herzen gestorben, als er erkannt hatte, dass seine Bemühungen die Menschen zu erleuchten zwecklos waren.

Die Experten sind der Meinung, dass sich von den Lehren des Pythagoras nur sehr wenig erhalten habe, ausgenommen der Weitergabe in geheimen Schulen oder Gesellschaften. Und natürlich behauptet jede Geheimgesellschaft auf diesem Planeten, dass sie dieses „eingeweihte“ Wissen mehr oder weniger besitze. Es besteht die Möglichkeit, dass noch einige der ursprünglichen geheimen Zahlenformeln von Pythagoras existieren, doch es ist traurige Tatsache, dass es dafür keinen echten Beweis gibt, der in den Aufzeichnungen dieser Gesellschaften im letzten Jahrtausend erhalten blieb. Obwohl alle Welt über Pythagoras spricht, scheint doch niemand mehr über ihn zu wissen, als die post-pythagoreischen griechischen Spekulanten, die „viel geredet, wenig geschrieben, noch weniger gewusst und ihre Ignoranz unter einem Deckmantel von mysteriösen Hinweisen und Versprechen verborgen haben.“ Heutzutage scheint einiges in dieser Art vor sich zu gehen! Sogar Plutarch behauptete nicht von sich, die Bedeutung der geometrischen Darstellungen von Pythagoras erklären zu können. Er stellte jedoch die höchst interessante These auf, dass die Beziehung, die Pythagoras zwischen den geometrischen Figuren und den Göttern herstellt, das Ergebnis der Betrachtung von Bildern in ägyptischen Tempeln war. Uns drängt sich hier die Frage auf: Was haben geometrische Figuren mit den Götten zu tun?

Albert Pike, der berühmte Freimaurer-Symbolist, gab ebenfalls zu, dass er vieles aus dem Werk einfach nicht herausfinden konnte. In seinem Symbolismus für den 32. und 33. Grad schrieb er:

„Ich verstehe nicht, warum die 7 Minerva, Neptun oder der Würfel genannt werden sollte. ...Unzweifelhaft waren die Namen, die Pythagoras den verschiedenen Zahlen gab, selbst rätselhaft und symbolisch – und es besteht kaum Zweifel darüber, dass zur Zeit Plutarchs die Bedeutungen, die diese Zahlen verdeckt haben, verloren gegangen sind. Pythagoras versiegelte seine Symbole zu gut, sodass das Siegel ohne seine mündliche Erklärung undurchdringbar war.“

Manly Hall schreibt:

„Diese Unsicherheit, die von allen wahren Studenten der Materie geteilt wird, beweist schlüssig, dass es unklug ist, definitive Aussagen zu treffen, die sich auf die undefinierte und fragmentarische, verfügbare Information des pythagoreischen Systems der mathematischen Philosophie beziehen.“

Und klarerweise gibt es heutzutage einen ganzen Haufen Menschen, die sich von solchen Bemerkungen nicht abbringen lassen. Wie viele moderne Gurus behaupten, die Geheimnisse der „Heiligen Geometrie“ entdeckt zu haben? Und außerdem scheint es, als ob sie diese Materie nicht einmal genau studiert haben, wenn sie viele der augenscheinlichen Punkte einfach nicht erwähnen, die in den Fragmenten der pythagoreischen Lehren evident SIND. Diesbezüglich finden wir in Umberto Eco’s Foucaultschem Pendel eine Stelle, die das Problem erläutert:

Gleichwohl gibt es unter all diesen Dummheiten auch unbestreitbare Wahrheiten... Sehen Sie jenen Kiosk dort, sagte er. Ich lade Sie ein, nachher hinzugehen und ihn zu vermessen. Sie werden sehen, dass die Breite des Bodens 149 Zentimeter beträgt, also ein Hundertmilliardstel der Entfernung von der Erde zur Sonne. Die Höhe der Rückwand geteilt durch die Breite des Fensters ergibt 176 : 56 = 3,14, die Zahl π. Die vordere Höhe beträgt 19 Dezimeter, soviel wie die Zahl der Jahre des griechischen Mondzyklus. Die Summe der Höhen der beiden vorderen und der beiden hinteren Kanten macht 190 x 2 + 176 x 2 = 732, das Datum der Schlacht von Poitiers. Die Dicke des Bodens beträgt 3,10 Zentimeter und die Breite des Fensterrahmens 8,8 Zentimeter. Ersetzt man die Zahlen vor dem Komma durch die entsprechenden Buchstaben des Alphabets, so erhält man C10H8, die Formel des Naphthalins.

...Mit den Zahlen kann man machen, was man will. Wenn ich die heilige Zahl 9 habe und will auf 1314 kommen, das Datum des Märtyrertodes von Jacques de Molay – ein teures Datum für jeden, der sich der Tradition des Tempelrittertums verpflichtet weiß – was tue ich dann? Ich multipliziere mit 146, dem Schicksalsdatum der Zerstörung Karthagos. Wie bin ich zu dem Ergebnis gekommen? Ganz einfach, ich habe 1314 durch zwei, durch drei und so weiter geteilt, bis ich auf ein befriedigendes Datum gestoßen bin. Ich hätte auch 1314 durch 6,28 teilen können, das Doppelte von 3,14, und wäre auf 209 gekommen. Und was ist 209? Das Jahr der entscheidenden Wende des Zweiten Punischen Krieges. Zufrieden?

...Ich glaube fest daran, ich glaube, dass das Universum ein wunderbares Konzept von Zahlenkorrespondenzen ist und dass die Lektüre der Zahl und ihre symbolische Deutung ein privilegierter Weg zur Erkenntnis sind. Doch wenn die Welt, die untere und die obere, ein System von Entsprechungen ist, in dem tout se tient, so ist es nur natürlich, dass der Kiosk und die Pyramide, die beide von Menschen erbaut sind, in ihrer Struktur unbewusst die Harmonien des Kosmos reproduzieren. (Das Foucaultsche Pendel, Umberto Eco, 1988, Seite 373, 374, Betonung von mir)

Seit über tausend Jahren wird mit voller Kraft verbreitet, dass die sogenannten Kaballisten und „Deuter der Mysterien“ in der Lage sind, über ihre unglaublich verschnörkelten Methoden die Wahrheit zu enthüllen, was völlig an einer Wahrheit vorbeigeht, die weit älter ist: Mathematik ist die Sprache der Natur. Die Anhänger des Pythagoras erklärten die Arithmetik zur Mutter der mathematischen Wissenschaften. Das beruhte auf der Tatsache, dass Geometrie, Musik und Astronomie von der Arithmetik abhängen. Die Arithmetik selbst jedoch hängt nicht von diesen drei Bereichen ab. In diesem Sinne kann die Geometrie verschwinden, die Arithmetik jedoch wird bestehen; aber wenn die Arithmetik verschwindet, wird auch die Geometrie ausgelöscht. Auf dieselbe Weise hängt die Musik von der Arithmetik ab. Ein Entfernen der Musik berührt die Arithmetik nur insofern, als dass eine ihrer Ausdrucksweisen eingeschränkt wird.

Größe, Form und Bewegung der Himmelskörper werden durch die Anwendung von Geometrie bestimmt, ihre Harmonie und ihr Rhythmus durch Verwendung von Musik. Wenn es keine Astronomie gibt, dann schadet das weder der Geometrie noch der Musik; doch wenn Geometrie und Musik verschwinden, dann wird dadurch die Astronomie zerstört. So ergibt sich das Vorrecht von Geometrie und Musik gegenüber der Astronomie, und die Arithmetik steht allen voran, als Erstes und fundamental.

Wenn man endlos mit Zahlen spielt, dann beweist das nur, was nicht anders sein kann. Das wahre Geheimnis scheint weit hintergründiger zu sein. Die meisten, wenn nicht nahezu alle, „Suchenden“ nach der Wahrheit sind niemals hinter diese Oberfläche in dieser Sache gekommen.

Mir war also klar, dass heutzutage viel Blödsinn in dieser Angelegenheit verbreitet wird, und das hauptsächlich von Menschen, die sich nicht mit dem Studium metaphysischer und okkulter Materie aufhalten wollten. Doch selbst mit dieser Überzeugung konnte ich nicht umhin festzustellen, dass die Zahl 33 nicht nur in der mystischen Literatur, sondern auch in weltbewegenden Ereignissen von größter Wichtigkeit wiederholt auftaucht. Oder zumindest schien es so. Ich fragte mich, wenn all diese VIELEN bedeutenden Ereignisse aufgezeichnet worden wären, ob wir dann ein Übergewicht an diesen sogenannten mystischen Zahlen finden würden, oder ob wir Zahlen finden würden, die keine statistischen Aussagen anzeigen könnten? Nur weil EIN PAAR Ereignisse auf der 33. Parallele aufgetreten sind, zeigt das dann, dass es „freimaurerische Verschwörungen“ waren? Wie viele andere Dinge sind an Orten und in Zeiten geschehen, die überhaupt keine „okkulte“ Bedeutung haben? Und natürlich bekommen die Geschehnisse, die in das Bild passen, wenn auch nur rein zufällig, die ganze Aufmerksamkeit, während alle anderen ignoriert werden.

Auf der anderen Seite wuchs in mir der Gedanke, dass solche „Zufälligkeiten“ oder das Auftreten bestimmter Zahlen und Eigentümlichkeiten der Ereignisse, eine Art von Hinweis darauf SIND, dass der Schleier zwischen den Dimensionen und Dichten durchbrochen wurde, entweder zufällig oder absichtlich. Doch wer oder was das verursachte war nicht klar.

Die Zahl 33 wird eindeutig von MANCHEN Okkultisten zu verschiedenen Angelegenheiten verwendet, um einer Sache eine Bedeutung zu geben, auch wenn sie angeblich erst von Bacon mit seinem „33er Code“ initiiert wurde. Das einzig Richtige war also, dachte ich mir, die Cassiopaeaner darüber zu befragen. Die 33 scheint ein anerkannter „Schlüssel“ zu sein, der sehr populär ist und ganz sicher hinter einer Vielzahl von mysteriösen Ereignissen auftritt oder mit diesen verbunden ist.

Und die tiefere Frage dazu war, so dachte ich mir: Wenn die Zahl 33 ein Kode war, der sowohl die Gegenwart und die Handlungen der geheimen Meister anzeigt, WARUM wurde dann gerade diese Zahl ausgewählt? Wenn Mathematik die Sprache der Natur ist, was teilt uns die Natur damit mit? Mit dieser neuen Komplexität dieses Bildes war mir ziemlich klar, dass keine der alten Erklärungen einem kritischen Blick standhalten würden. Ich wollte ohne Vorurteile und ohne Erwartungen an die Antwort einfach nur fragen, WAS diese Zahl 33 WIRKLICH bedeutet. Ich wollte die „pythagoreische“ Stufe der Geheimnisse erreichen. Obwohl wir bereits Teile aus dieser Session gelesen haben, sehen wir sie uns nun in ihrer Gesamtheit an.

Q: (L) Ich möchte heute im Wesentlichen über die 33 reden. Bei den Tonnen von Material, das ich durchgelesen habe, kommt heraus, dass die Zahl 33 irgendwie bedeutsam ist. Könnt ihr uns deren Bedeutung erklären, in esoterischen Begriffen, oder in Bezug auf Geheimgesellschaften? Es gibt den Code von Roger Bacon, der auf der 33 beruht, den 33. Grad der Freimaurer...

A: Wie üblich geben wir euch die Antworten nicht, wir helfen euch, euch selbst zu lehren!! Jetzt nehmt die Zahl 11 und kontempliert darüber...

Wir können erkennen, dass die Cassiopaeaner meine Aufmerksamkeit sofort auf die Zahl 11 gelenkt haben, ein Divisor von 33. (3 x 11 = 33; 33 geteilt durch 11 = 3; 33 geteilt durch 3 = 11)

Q: (L) Nun, drei mal elf ist dreiunddreißig.

A: Ja, aber was ist mit der 11?

Wieder lenkten sie mich auf die Zahl 11. Und ihr könnt erkennen, wie vollkommen begriffsstutzig ich sein kann!

Q: (L) Nun, die 11 ist eine Primzahl, angeblich eine der göttlichen Zahlen. In der Kaballah steht sie für Macht...

A: Ja...

Q: (L) 11 ist 10 plus 1; sie ist nur durch sich selbst und durch eins teilbar. Sonst fällt mir dazu nichts ein. Was gibt es zur 11 noch zu sagen?

A: Astrologie.

Und hier, obgleich ich das damals noch nicht wusste, begegnete ich einem der Hauptschlüssel. Mein erster Gedanke war natürlich das 11. Haus in der Astrologie: Wassermann, was zufälligerweise auch mein Sternzeichen war.

Q: (L) Nun, in der Astrologie ist das elfte Zeichen der Wassermann. Das elfte Haus steht für Freunde, Hoffnung, Träume und Wünsche, und auch für adoptierte Kinder. Der Wasserträger, der Verteiler von Wissen. Hat die 11 etwas mit der Verteilung von Wissen zu tun?

A: Und jetzt, das 3. Haus.

Bemerkt, dass sie meine Frage nicht beantworteten, sondern meine Gedanken auf das 3. Haus lenkten, damit wir beide Teile der Rechnung betrachten konnten. 33, also 11 x 3. Der Gedanke an die „Götter“ der Zeichen, Merkur und Saturn (Uranus wurde erst NACH Pythagoras hinzugefügt), kam mir nicht.

Q: (L) Zwillinge. Gut, Zwillinge und Wassermann. Das dritte Haus steht dafür, wie der Geist arbeitet, für Kommunikation, Beziehungen mit Nachbarn und Geschwistern, Erziehung, kleine Reisen und wie jemand spricht. Der Zwilling wird auch der „vollendete Mensch“ genannt. Es ist irgendwie oberflächlich und am materiellen Leben interessiert. Es ist auch die göttliche Zahl der Schöpfung. (Ich sollte hinzufügen, dass die Zwillinge ursprünglich die „göttlichen Kinder“ waren, Adam und Eva, und erst später zu den Zwillingen wurden.) Was ist also hier die Verbindung?

A: Matrix.

Q: (L) Steht im Matrix Material etwas Wichtiges darüber geschrieben?

A: Nein.

Q: (L) Das IST eine Matrix. Das dritte Haus und das elfte Haus bilden eine Matrix?

A: Das Fundament.

Q: (L) Zwillinge sind im Juni, Wassermann im Februar. Zwillinge sind der körperliche Mensch, Wassermann der spirituelle Mensch?

A: Yin Yang.

Nun, im Nachhinein betrachtet habe ich das Offensichtliche nicht verstanden. Das 3. Haus und das 11. Haus „bilden das Fundament“. Und uns fällt auf, dass aus der Sicht der Cassiopaeaner der Wassermann den Zwillingen voransteht.

Q: (L) Zwillinge sind als der körperliche Mensch und Wassermann der spirituelle... Yin Yang... ist das die...

A: Ja...

Und wenn die Cassiopaeaner drei Punkte am Ende eines Wortes anfügen, dann wollen sie natürlich, dass ich mehr in die Tiefe gehe. Doch damals wusste ich wirklich nicht, was sie möglicherweise damit bezwecken wollten.

Q: (L) Die 33 könnte also die Transformation des körperlichen Menschen hin zum göttlichen Menschen darstellen, über die Wirkung von geheimen oder verborgenen Lehren... und jene, die durch diesen Prozess gegangen sind, stellen sich selbst mit der Zahl 33 dar, was bedeutet, dass sie zuerst am Fleisch orientiert waren, und dann...

A: Medusa 11.

Und wieder, wenn ich es im Nachhinein besehe, unterbrachen die Cassiopaeaner meinen Fluss an Vermutungen mit einem neuen Begriff.

Q: (L) Medusa 11? Was hat denn die Medusa damit zu tun? Sagt mir bitte was ihr damit meint.

A: Köpfe.

Q: (L) Köpfe. Medusa. 11. Hatte die Medusa elf Schlangen auf ihrem Kopf, oder hatte sie elf Köpfe? Das ist mir wirklich ein Rätsel... ihr müsst mir hier heraushelfen.

A: Tun wir.

Q: (L) Muss ich die Legende von der Medusa lesen, um zu verstehen?

A: Nein.

Q: (L) Medusa. Köpfe. 11. Gibt es an der mythologischen Medusa etwas, das wir hier erkennen sollten?

A: 11 zum Quadrat geteilt durch (oder in?) Phi.

Ich muss gestehen, dass ich den Begriff „Phi“ damals noch nie gehört hatte (auch wenn ich den allgemeinen Begriff „der goldene Schnitt“ kannte) und ich nahm an, dass die Cassiopaeaner einen Fehler gemacht hatten und eigentlich „Pi“ meinten, das sogar mir, der Mathematikidiotin, schon über den Weg gelaufen war! Also formulierte ich die nächste Frage auf Basis meiner Vermutung.

Q: (L) Durch Pi. 11 zum Quadrat geteilt durch Pi. Und was ergibt das?

A: 33. Unendlichkeit.

Q: (L) Aber wir kriegen da nicht 33 raus... unser Ergebnis ist 3,3166periodisch, wenn wir die Quadratwurzel von 11 durch Pi dividieren. Geteilt durch Phi... was verdammt noch mal ist Phi? Nun ja, wenn wir Pi in 11 teilen, dann bekommen wir 3,5periodisch raus, aber nicht 33.

Ich hatte einen Taschenrechner!

A: 1 (Pause) 1

Q: (L) Oh. Ihr sagtet nicht 11 mal 11, ihr meintet 1 mal 1.

A: Nein.

 

Und obwohl sie meine Frage mit „Nein“ beantworteten, machte ich mit meinen Vermutungen weiter.

Q: (L) 1 mal 1 ist was? 1.

Ich glaube, dass mein Daherplappern und das Ignorieren ihrer Aussagen sie irgendwie konsterniert haben musste. Sie änderten ihre Taktik.

A: 5 minus 3.

Q: (L) Nun, das ist 2.

A: 2 minus 1.

Q: (L) Ich versteh’s nicht. Mathematikgenie bin ich KEINES. Worum geht es hier?

A: Schau: 353535. Ist ein Code.

Q: (L) Und was bedeutet dieser Code?

A: Unendliche Macht.

Q: (L) Wie wird unendliche Macht erreicht, indem man diesen Code kennt? Wenn man die Bezüge nicht kennt, wie kann man dann einen Zahlencode anwenden?

A: Der Herr der Schlangen verspricht seinen Anhängern unendliche Macht, und um diese zu erlangen, müssen sie nach unendlichem Wissen suchen, für das sie unendliche Treue schwören, die ihnen für alle Ewigkeit abverlangt wird, so lange sie unendliche Weisheit finden, weswegen sie für alle Ewigkeiten suchen.

Q: (L) Und das ist die Bedeutung der Zahl 33? Nun, das ist ein Wettkampf... ein Kreis, aus dem man nicht ausbrechen kann!

A: Und hier hast du die Täuschung! Erinnere dich, jene, die danach streben dem Selbst mit höchster Kraft zu dienen, sind dazu verdammt, nur jenen anderen zu dienen, die danach streben dem Selbst zu dienen, und sie können nur sehen, was sie zu sehen wünschen.

Nun, das beschrieb mich in diesem Augenblick ganz sicher! Ich sah es einfach NICHT! Auch wenn ich zum Ziel hatte, objektive Fragen zu stellen, so WAR ich doch in diese Session mit starken Vorstellungen gegangen, wie die Antworten sein hätten SOLLEN, und mit jeder Frage schoss ich mir ins Knie. Irgendwie habe ich dann frustriert meine Fragerei über die Zahl 33 aufgegeben, weil die Antworten nicht die waren, die ich mir erwartet hatte, sondern in eine andere Richtung tendierten.

Q: (L) Mit kommt hier, während wir darüber reden, der Gedanke, dass der STS Weg aus Individuen besteht, die dem Selbst dienen wollen – sie sind selbstsüchtig und egozentrisch – sie wollen andere dazu bringen, ihnen zu dienen; sie wollen andere versklaven; und sie finden Wege, andere zu manipulieren, damit diese dann ihnen dienen. Doch am Ende werden sie von höheren Wesen als sie selbst verpflichtet, weil sie reingelegt wurden zu glauben, indem sie andere dazu bringen ihnen zu dienen, würde ihnen entweder Kraft zugeführt werden, oder sie würden anderen über die Lehren eines Gottes Kraft weitergeben. Das schließt die populären Religionen mit ein, die verbreiten, einfach durch Glaube und Aufgabe seiner Macht „gerettet“ werden zu können. Und letztendlich haben wir eine riesige Pyramide von Menschen, die durch List und Täuschung von anderen NEHMEN. Am Ende wird der Nehmende genommen. In einer Hierarchie gibt es immer jemanden, der „über dir“ steht. Eine Pyramide, wo all diejenigen am unteren Ende, die Mehrheit, niemanden haben, von dem sie nehmen können, also nehmen sie voneinander, bis einer von ihnen genügend „Gewicht angesetzt“ hat, um in die nächsthöhere Stufe absorbiert werden zu können. Dieser Vorgang geht immer weiter, bis man an der Spitze angelangt ist und alles verschwindet. Im STO Modus jedoch gibt es nur diejenigen, die ausschließlich geben. Und wenn sie nur mit STO Personen zu tun haben, die ebenfalls nur geben, dann empfängt jeder und niemand befindet sich am Grund, an der Spitze, oder in einem „ungültigen“ Zustand. Und das Komische daran ist, dass es am Ende scheint, als ob sowieso jeder jedem dient, und (der einzige Unterschied dabei ist) das Prinzip der ABSICHT, was im Wesentlichen bestimmt, wem man gibt. Im STO Modus ist das mehr wir ein Kreis, ein Gleichgewicht, niemand wird ausgelassen.

A: Gleichgewicht, Yin-Yang.

Q: (L) Offensichtlich stellt die 33 die Schlange dar, die Medusa und so weiter...

A: Du hast Pyramiden erwähnt, interessant... Und welche eindimensionale geometrische Form entspricht hier?

Q: (L) Das Dreieck. Und wenn man ein Dreieck betrachtet, das nach oben zeigt, erhält man 3, und wenn das mit einem Dreieck verbunden ist, das nach unten zeigt, erhält man wieder 3, also zusammen 33. Kommen wir hier weiter?

A: Ja.

Q: (L) Und was ist die Verbindung? Haben die Erbauer der Pyramiden an den Aktivitäten dieser Geheimgesellschaften teilgenommen?

A: Ja. Und welches Symbol für Schlangen und die Grauen hast du in „Matrix“ gesehen?

Q: (L) Ihr meint das Dreieck mit dem Schlangenkopf drinnen?

A: Ja.

Q: (L) Bedeutet das, dass sich die 33 auf eine Gruppe „Aliens“ bezieht, oder auf Menschen mit fortgeschrittenem Wissen und Fähigkeiten?

A: Entweder/oder.

Q: (L) Wird im Bramley Book darauf als die Bruderschaft der Schlage bezogen?

A: Ja.

Q: (L) Und ihr habt euch darauf als das Quorum bezogen?

A: Nahe.

Erinnert ihr euch an das Yin-Yang Zeichen in der vorigen Diskussion über das Quorum? Die Cassiopaeaner deuten hier an, dass es einen subtilen, aber doch unterscheidbaren Unterschied zwischen der Bruderschaft der Schlange und dem Quorum gibt. Ja, das Quorum ist eine Gruppe mit entwickeltem Wissen und Fähigkeiten, doch ihre Ziele und Absichten wollen den freien Willen für alle erhalten, während die Ziele der Bruderschaft in Manipulation, Herrschaft und Kontrolle über andere liegen.

Q: (L) Wir haben hier nun einen Haufen Leute, die mit Mathematik und höherem Wissen spielen, und das im Wesentlichen deshalb, damit sie sich mit etwas beschäftigen, um sich auf menschlicher Ebene von der Tatsache abzulenken, dass sie von einer höheren Stufe aus manipuliert werden. Ist das so? Oder ist ihnen bewusst, was sie tun? Ist das eine Ablenkung oder eine bewusste Wahl?

A: Beides.

Q: (L) Wenn ich ein paar Namen nenne, könnt ihr mir sagen, ob die Genannten bei dieser geheimen Gruppe dabei sind?

A: Das wäre nicht in deinem besten Interesse.

Q: (L) Gibt es noch mehr zu dieser Zahl 33 zu sagen, das ich jetzt beachten sollte?

A: Nein. Du musst kontemplieren.

Junge, hast du Töne! Jetzt war ich völlig desorientiert. Der Gedanke, dass die Pyramiden etwas mit der STS Abteilung zu tun hatten, warf mich um. Und es gab die bestimmte Andeutung, dass die Zahl 33 etwas mit dem Konsortium der Menschen und Außerirdischen zu tun hatte, das die Welt von hinter dem Vorhang aus regierte: Die Bruderschaft der Schlange. Das erinnerte mich an etwas, was die Cassiopaeaner schon früher gesagt hatten und das mich ordentlich stresste, weil es gegen die üblichen metaphysischen und okkulten Lehren ging:

Q: (L) Wer war Hermes Trismegistos?

A: Verräter am Hof von Pharao Rana.

Q: (L) Wer ist Pharao Rana?

A: Ägyptischer Führer des spirituellen Bündnisses.

Q: (L) Was hat er denn verraten?

A: Er brach das Bündnis der spirituellen Einheit aller Menschen in dem Gebiet, das als der Mittlere Osten bekannt ist.

Q: (L) Wen hat er verraten?

A: Sich selbst; er war machtgierig.

Q: (L) Was hat er getan? Wie hat er das Bündnis gebrochen?

A: Er inspirierte zur Aufspaltung in Ägypter, Essener, Arier, Persier usw.

Q: (L) Welchen Zweck verfolgte er damit?

A: Aufspalten und erobern, wie von jenen inspiriert, die im Bramley Book, das du gelesen hast, als die Bruderschaft der Schlange bezeichnet werden.

Q: (L) Wurde die Bruderschaft der Schlange als Ablehnung gegen die Einheit gebildet?

A: Hermes hat sie nicht gegründet; sie gab damals es schon lange.

Q: (L) Wer ist der Ursprung der Bruderschaft der Schlange, wie im Bramley Book beschrieben wird?

A: Echsenwesen.

Q: (L) Könnt ihr mir sagen, wann Hermes Trismegistos ungefähr gelebt hat?

A: Ungefähr 5211. (Jahre her oder v. Chr.?)

Q: (L) Wer war dieser Pharao Rana? War er vor Pharao Menes?

A: Weit davor.

Q: (L) War Pharao Menes derselbe wie König Minos auf Kreta?

A: Nein.

Q: (L) Was gab es zwischen der Kretern und den Ägyptern für einen Zusammenhang?

A: Alle waren ursprünglich dasselbe.

Q: (L) Sie waren also Ägypter, die Ägypten verlassen haben und nach Kreta ausgewandert sind und dort ihre Variante der ägyptischen Kultur eingerichtet haben? War es so? Oder entwickelten sich die Kulturen unabhängig von einander?

A: Das erstere liegt am nächsten.

Q: (L) War Abraham der Jude derselbe Mensch wie Hermes Trismegistos, wie manche vermuten?

A: Nein.

Q: (L) War Akhenaten derselbe Mensch wie Moses, wie manche vermuten?

A: Nur in Bezug auf deren Geschichte.

Und wir finden hier den Gedanken, dass Abraham ein „Verräter“ eines früheren Bündnisses war, als er mit Jehova sein Bündnis einging. Das wird sich später noch als EXTREM interessant erweisen. Doch zurück zu den Zahlen.

Als ich über die Zahl 33 nachgefragt habe, wurde ich zur Zahl 11 geleitet, und zu einer Art „Matrix“. Und darüber hinaus wurden alle „okkulten“ Ideen, Praktiken und Lehren, die ich über die Jahre studiert hatte, als „Beschäftigungstherapie“ der Manipulation aus höheren Ebenen impliziert. Und wenn man in irgendetwas „Okkultes“ hineinsticht, dann wird man immer mit der Kaballah konfrontiert.

Eine „Matrix“ wird als der „Mutterleib“ bezeichnet, oder als etwas, „in dem und aus dem etwas entspringt oder sich entwickelt.“

In der Mathematik ist eine Matrix eine Menge von Zahlen oder Termen, die in Zeilen und Spalten zwischen Parenthesen oder Doppellinien angeordnet sind. Oder noch technischer ist sie „eine rechteckige Anordnung von Zahlen oder anderen Elementen...“ deren Anwendung sich in solch unterschiedlichen Bereichen wie Wirtschaft, Psychologie, Statistik, Ingenieurswesen, Physik und Mathematik wiederfindet.

Eine Matrix ist in der Mathematik ein nützliches Werkzeug beim Studium der linearen Systeme. Mathematische Gleichungen, lineare Differezialgleichungen, lineare Abbildungen und Transformationen und bilineare und quadratische Formen. Matrizen können als verallgemeinerte Zahlen angesehen werden. Ihre Nützlichkeit in den Anwendungen hängt von der Möglichkeit ab, sie auf bestimmte, gewisse Weisen zu kombinieren.

Das Ergebnis einer Matrix A und einer Zahl a wird Skalarprodukt genannt und wird durch Multiplikation jedes Elements von A mit a erreicht.

In der Mathematik ist der Begriff „Skalar“ gleichbedeutend mit „Reell“, wie bei reellen Zahlen oder reellen Funktionen. Ein Vektor ist gelenktes Liniensegment und hat als solches Größe und Richtung. Viele physikalische Mengen wie Geschwindigkeit, Beschleunigung und Kraft sind VEKTOREN.

Das bedeutet, dass bei Verwendung einer Matrix Vektoren eingesetzt werden können, die dann verwendet werden können, um ein Skalarprodukt zu errechnen, das einfach eine Zahl ist, die alles aussagen kann, je nachdem wie sie angewandt wird.

Wenn wir darüber nachdenken, was die Cassiopaeaner uns mitteilten, oder versuchten uns mitzuteilen, und das entgegen die Dickköpfigkeit meiner Wenigkeit, dann erhalten wir das:

A: 1 (Pause) 1; 5 minus 3; 2 minus 1.
Q: (L) Worum geht es hier?
A: Schau: 353535. Ist ein Code.
Q: (L) Und was bedeutet dieser Code?
A: Unendliche Macht.

Diese „unendliche Macht“ wird dann weiter erklärt:

„Der Herr der Schlangen verspricht seinen Anhängern unendliche Macht, und um diese zu erlangen, müssen sie nach unendlichem Wissen suchen, für das sie unendliche Treue schwören, die ihnen für alle Ewigkeit abverlangt wird, so lange sie unendliche Weisheit finden, weswegen sie für alle Ewigkeiten suchen. ... Und hier hast du die Täuschung! Erinnere dich, jene, die danach streben dem Selbst mit höchster Kraft zu dienen, sind dazu verdammt, nur jenen anderen zu dienen, die danach streben dem Selbst zu dienen, und sie können nur sehen, was sie zu sehen wünschen.

Anders ausgedrückt: Kaballah.

Eigentlich entwickelte sich die Kaballah als ein Weg, wie oben beschrieben, mit Zahlen und Buchstaben zu spielen. Eine Schule bemühte sich neben den Buchstaben der „heiligen Schrift“, d.h. die Torah, alle Hinweise auf die zehn Sephirot zu finden. Die Sephirot können mit einer Theorie über die kosmischen Zusammenhänge, oder Ebenen der Realität der Emanationen Gottes verglichen werden. Eine Machthierarchie natürlich.

Die Kabbalisten verwenden die Torah als „Instrument“. Sie versichern, dass neben ihren Buchstaben, neben ihren Geschichten und Ereignissen, über die berichtet wird, auch „Geheimnisse“ darauf warten, vom kühnen Kabbalisten entdeckt zu werden! Deshalb kann der Text nicht NUR wörtlich genommen werden, sondern muss auch allegorisch, hermeneutisch und mystisch gelesen werden.

Notariqon ist eine Technik mit der Achrostichone chiffriert und versteckte Botschaften entziffert werden. Dabei erzeugen der erste oder letzte Buchstabe einer Wortreihe neue Wörter.

Gematria beruht auf der Tatsache, dass im Hebräischen Zahlen von Buchstaben dargestellt werden und deshalb jedes Wort auch einen numerischen Wert hat. Das erlaubt, zwischen völlig unterschiedlichen Worten mit völlig unterschiedlicher Bedeutung eine mystische Beziehung herzustellen. Der Kabbalist versucht diese Beziehungen zu entdecken.

Temurah ist die Kunst der Anagramme. Abraham Abulafia kombinierte systematisch den Buchstaben Alef mit jedem der vier Buchstaben des Tetragramms JHWH; dann sprach er jede der daraus entstehenden Silben mit jeder möglichen Kombination der fünf Vokale aus!!! Eleazar ben Judah von Worms sang jede Silbe, indem er jeden Vokal doppelt aussprach, und die Gesamtzahl der Kombinationen steigerte sich geometrisch. (Cf. Idel, 1988)

Der Kabbalist hat unbeschränkte Möglichkeiten die Torah zu interpretieren, doch das Wichtigste daran ist, dass er glaubt, dass es mehr als nur eine reine Interpretation ist: Es ist genau die Methode, mit der Gott die Welt erschaffen hat. Und ein Verständnis davon würde dem Anwender Zutritt zu den inneren Machtkreisen und Kontrolle über die Kräfte des Lebens gewähren.

Wir sehen also, dass uns der Hinweis zur Idee der „unendlichen Macht“ führt.

Ich hoffe ihr realisiert, dass die Kaballah eine verwirrende Vielzahl von Kombinationsmöglichkeiten und Methoden bietet. Schließlich wurde geglaubt, dass die Anwender dieser Methoden, gemeinsam mit dem Rezitieren bestimmter Wörter und gewisser Atemtechniken, in einen Zustand der Ekstase gelangen könnte, von wo er die ersehnten magischen Kräfte erlangen könne. Denn letztendlich war das Ziel der Kaballah denselben Klang wiederzuerzeugen, mit dem Gott die Welt erschaffen hatte.

Der Sepher Jezirah, oder das Buch der Schöpfung (von dem ich hinzufügen sollte, dass es im dunklen Zeitalter geschrieben wurde, irgendwann zwischen dem 2. und dem 6. Jahrhundert), erläutert diese Doktrin. Nach dem Sepher Jezirah waren die „Steine“, aus denen Gott die Welt erschuf, die 32 Buchstaben der hebräischen Alphabets und die 10 Sephirot.

Es wurde behauptet, dass die Ur-Torah in schwarzen Flammen auf weißes Feuer eingeschrieben wurde, und viele Kabbalisten wollten nicht wahrhaben, dass sowohl Torah als auch Kaballah die Geschichte hindurch verändert wurden. Als Resultat dieses Gedankens wurde die Kaballah als esoterischer Teil der mündlich von Gott an Moses auf dem Berg Sinai übertragenen Gesetze angesehen und weitgehend akzeptiert.

In der kabbalistischen Literatur wurden Ahnenreihen hinzugefügt, die dafür geschaffen waren, die Behauptungen einer durchgehenden Tradition zu unterstützen, doch sogar hebräische Gelehrte bemerken, dass dies falsch und fehlinterpretiert war und jeder „historischen Grundlage“ entbehrt. (Scholem, 1974)

„Zuerst bezeichnet das Wort „Kaballah“ nicht wirklich eine mystische oder esoterische Tradition. Im Talmud wird diese Bezeichnung für die Teile der Bibel verwendet, die nicht dem Pentateuch zugehören. In der post-talmudischen Literatur wird das mündlich überlieferte Gesetz auch „Kaballah“ genannt. In den Schriften Eleasars von Worms (zu Beginn des 13. Jahrhunderts) wird auf die esoterischen Traditionen (bezüglich der Namen der Engel und der magischen Namen Gottes) als „Kabbalahy“ Bezug genommen. ...Und zwar in seinen Hilkhot ha-Kisse (aus Merkabah Shelemah, 1921) und Sefer ha-Shem. In seinem Kommentar zum Sepher Jezirah (um 1130), wo er die Schöpfung des Heiligen Geistes bespricht, d.h. die Shekinah, meint Juda Ben Barzillai, dass die Weisen „Aussagen dieser Art ihren Studenten und ihren Kollegen mittels Flüstern über Kabbalahy mitgeteilt haben.“ All dies demonstriert, dass der Begriff „Kaballah“ bis dahin nicht in einem speziellen Bereich verwendet wurde. Die neue, präzise Verwendung entspringt den Kreisen Isaacs des Blinden (1200) und wurde von seinen Schülern übernommen.

Kaballah ist nur einer von vielen Begriffen, die über eine Zeitspanne von mehr als 1500 Jahren verwendet wurden, um die mystische Bewegung, ihre Lehren oder deren Anhänger zu bezeichnen. Der Talmud spricht von der Sitrei Torah und Razei Torah („Geheimnisse der Torah“). Teile der geheimen Tradition werden M’aseh Bereschit (wörtlich „das Werk der Schöpfung“) und Ma’aseh Merkaba (das Werk des Streitwagens) genannt. Zumindest eine der mystischen Gruppen nannte sich selbst Yoredei Merkaba (jene, die zum Streitwagen herabsteigen), eine außergewöhnliche Bezeichnung deren Bedeutung sich uns entzieht. ...Historisch betrachtet existierten bewiesenermaßen organisierte mystische Gesellschaften erst seit dem Ende der Ära des zweiten Tempels. (Scholem, 1974, Betonung von mir)

Kaballah ist die „Tradition“ esoterischer Lehren des Judentums. Sie ist im Wesentlichen eine Zusammenstellung der verschiedenen mystischen Bewegungen, die ihren Ursprung im zweiten Jerusalemer Tempel hatten. Wenn wir über die Kaballah nachsinnen, dann müssen wir eines besonders bedenken; dass nämlich ihr anerkannter Zweck ist:

„...die Dimensionen der Torah zu erweitern und sie vom Gesetz für die Israeliten zum inneren geheimen Gesetz des Universums zu transformieren.“ (Scholem, 1974)

Und wie bereits bemerkt (und wir werden uns damit noch eingehend befassen), kann der sogenannte „Zweite Tempel“ in Jerusalem eigentlich der Erste gewesen sein, und die Kräfte, die hinter seiner Konstruktion und der Entwicklung seiner Technologie standen, könnten sehr leicht genau diese Kräfte gewesen sein, die es auf unsere Freiheit abgesehen haben. Deshalb müssen wir hier die Wurzeln der Kaballah genau besehen, die Torah, auf der sie beruht, genauso wie die „Tradition“.

In The Curse of Cain (Der Fluch Kains; keine deutsche Übersetzung bekannt), schreibt Dr. Regina Schwartz über die Beziehung von Monotheismus und Gewalt und postuliert, dass Monotheismus selbst die Wurzel von Gewalt ist. Sie schreibt:

„Kollektive Identität, ein Resultat des Bündnisses mit dem Monotheismus, wird in der Bibel ausdrücklich als Fantasie bezeichnet, als radikaler Bruch mit der Natur. Ein transzendenter Gott bricht in die Geschichte ein und verlangt, dass die Menschen, die er ausgewählt hat, das Gesetz befolgen, das er eingerichtet hat. Und das erste und wichtigste dieser Gesetze ist natürlich, dass sie ihm, und nur ihm, Treue schwören und deshalb sind sie ein vereintes Volk, im Gegensatz zu den „anderen“, zu allen anderen Menschen, was zu Gewalt führt. Im alten Testament wird eine große Menge „anderer“ Menschen ausgelöscht, während im neuen Testament riesige Massen kolonisiert und bekehrt werden, zum Wohle solcher Bündnisse.“

Wir erkennen also hier ein klares Beispiel dessen, was die Cassiopaeaner mit ihren Aussagen gemeint haben:

„Der Herr der Schlangen verspricht seinen Anhängern unendliche Macht, und um diese zu erlangen, müssen sie nach unendlichem Wissen suchen, für das sie unendliche Treue schwören, die ihnen für alle Ewigkeit abverlangt wird, so lange sie unendliche Weisheit finden, weswegen sie für alle Ewigkeiten suchen. ... jene, die danach streben dem Selbst mit höchster Kraft zu dienen, sind dazu verdammt, nur jenen anderen zu dienen, die danach streben dem Selbst zu dienen, und sie können nur sehen, was sie zu sehen wünschen.“

Dr. Schwartz schreibt auch über die Idee der „provisorischen“ Natur eines Bündnisses, was auch die Cassiopaeaner oben erwähnt haben: Es ist bedingungsabhängig. „Glaube an mich und gehorche mir, oder ich werde dich zerstören.“ Klingt nicht nach irgendwelchen Auswahlmöglichkeiten, oder? Und schon stehen wir der Theophanie der Nazis von Angesicht zu Angesicht gegenüber.

In Bezug auf diese „Glaube an Mich“ Business ist mir im Besonderen aufgefallen, dass es aus einer Art „Erlaubnis“ für die Gottheit besteht, wenn man so will - ob das nun bewusst oder unbewusst geschieht – eine „Racheaktion“ zu unternehmen, wenn die Vereinbarung gebrochen wird!

Riane Eisler, eine angesehene Gelehrte, entwickelte die „kulturelle Transformationstheorie“, wie sie ihre Theorie bezeichnet, die aussagt, dass der großen Verschiedenheit der menschlichen Kulturen zwei grundlegende Gesellschaftsmodelle zugrunde liegen. Das erste ist das „Beherrschermodell“, das sowohl Patriarchat ODER Matriarchat sein kann. Es besteht, allgemein formuliert, aus einer Rangordnung, bei der eine Hälfte der Menschheit über der anderen Hälfte steht. Das kann, genau betrachtet, jede Situation sein, in der eine beliebige Gruppe die Herrschaft über hat und eine beliebige andere Gruppe als minderwertig betrachtet wird. Mann oder Frau, schwarz oder weiß, reich oder arm, frei oder versklavt.

Das zweite Modell wird von Fr. Eisler „Partnerschaftsmodell“ genannt und basiert auf dem Grundsatz „verbinden statt reihen.“

Zitat:

„Wenn wir innehalten und darüber nachdenken, dann finden wir nur zwei grundlegende Wege, wie die Beziehung zwischen der weibliche und der männlichen Hälfte der Menschheit strukturiert ist. Alle Gesellschaften lassen sich entweder in einem Beherrschermodell, in dem menschliche Hierarchien durch Macht oder die Androhung von Macht zusammengehalten werden, oder mit einem Partnerschaftsmodell abbilden. Dazwischen können verschiedene Stufen existieren, die Elemente beider aufweisen.“ (Eisler, 1987, eigene Übersetzung)

Merlin Stone stellt in ihrem ausgezeichneten Buch When God Was a Woman (Als Gott eine Frau war, keine deutsche Übersetzung bekannt), das man gelesen haben sollte, die sexuellen und religiösen Neigungen mehrerer Gelehrter des 19. und 20. Jahrhunderts dar, die für das allgemeine Nichtwissen über die uralten Zeiten verantwortlich waren. Die meisten dieser männlichen Gelehrten wurden in Institutionen großgezogen, welche die männlich orientierten Religionen des Judentums und Christentums verbreiteten, was offenbar starken Einfluss auf ihre Gesinnung hatte. Einer von ihnen, Professor R.K. Harrison, schreibt über die Religion der Göttin folgendes: „Eine ihrer Haupteigeneigenschaft war die lüsterne, lasterhafte und orgiastische Charakteristik ihrer kultischen Rituale.“

„Trotzdem bei fast jeder neolithischen und historischen Ausgrabung Tempel entdeckt wurden, die der Göttin geweiht waren, schreibt Werner Keller, dass die weibliche Gottheit vornehmlich auf „Hügeln und Erhebungen“ verehrt wurde, und gibt dabei einfach das alte Testament wieder. Professor W. F. Albright, einer der führenden Autoritäten der Archäologie Palästinas, schrieb über die weiblichen Religionen, dass sie „orgiastische Verehrungen der Natur, sinnliche Nacktheit und grausame Mythologien“ anwandten. Er sagt weiters, dass „sie von Israel mit seiner pastoralen Einfachheit und Reinheit des Lebens, mit seinem erhabenen Monotheismus und seiner ernsthaften Definition der Ethik ersetzt wurde.“ Es ist schwer zu verstehen, wie solche Worte akademisch gerechtfertigt werden können, nachdem man über die Massaker gelesen hat, die von den Hebräern an der Urbevölkerung von Kanaan verübt worden sind, wie es im Buch Joshua, besonders in den Kapiteln 9 bis 11, dargestellt ist. Professor S. H. Hooke gibt in seiner Sammlung von Essays, Myth, Ritual und Kingship, (Mythen, Rituale und Königtum) offen zu: „Ich glaube fest daran, dass Gott Israel ausgewählt hat, um die Offenbarung zu überbringen.“

„Albright selbst schrieb: Es wird häufig gesagt, dass die wissenschaftliche Qualität der Archäologie Palästinas durch die religiösen Vorurteile der Wissenschaftler, die im heiligen Land Ausgrabungen durchgeführt haben, stark beeinträchtig ist. Es ist richtig, dass manche Archäologen durch ihr Interesse an der Bibel nach Palästina gekommen sind, und manche von ihnen hatten zuvor eine hauptsächlich biblische Ausbildung genossen.“ Doch dann verwirft er die Möglichkeit einer solchen Beeinträchtigung wieder. Seine Schlussfolgerung begründet sich im Wesentlichen auf der Tatsache, dass die Datumsangaben, die den Fundorten und Artefakten des antiken Palästina von den Wissenschaftlern zugesprochen werden, die schon zu Beginn der Ausgrabungen an diesen teilgenommen hatten, sich immer klarer als zu jung datiert herausgestellt haben, und nicht als zu alt, wie vielleicht erwartet hätte werden können. Die Frage, ob die Gesinnung und der Glaube bei den angenommenen „religiösen Vorurteilen“, den Analysen und Beschreibungen der Symboliken und Rituale, gleichwie der Annahme der allgemeinen Natur der antiken Religionen, vielleicht eine Rolle gespielt haben könnten, wurde nicht einmal gestellt. (Stone. 1976)

In den meisten archäologischen Schriften wird die Religion der Göttin eher abwertend als „Fruchtbarkeitskult“ bezeichnet! Und wie Frau Stone bemerkt hat das Wort „Kult“ immer den Beigeschmack von etwas weniger zivilisierterem als eine „Religion“. Es wird fast immer dann angewendet, wenn es sich auf eine Verehrung der Göttin bezieht, während die Rituale im Sog des cleveren ET’s Jehova/Jahwe immer ehrerbietig als „Religion“ bezeichnet werden, großgeschrieben!

Bedenken wir die extremen monotheistischen Neigungen der jüdisch-christlichen Gelehrten, die für diese Worte verantwortlich zeichnen, die Schulen gelenkt und Bücher veröffentlicht hatten und so ca. die letzten 1.500 Jahre unsere Erziehung bestimmten, können wir dann überhaupt anders, als zu glauben, dass die Männer immer die dominante Rolle gespielt haben, dass sie immer die „Macher“ und „Schöpfer“, die „Beweger“ und „Antreiber“ unserer kulturellen, sozialen und technologischen Entwicklung waren?

In der Kindheit wird den meisten kleinen Mädchen in der westlichen Welt die Geschichte von Adam und Eva erzählt. Eva wurde aus Adams Rippe geschaffen, als seine Begleiterin und zu seiner Unterstützung, denn er war einsam. Dann wird ihnen erzählt, dass Eva dümmlich leichtgläubig war und unglücklicherweise „leicht“ der List der Schlange zum Opfer gefallen ist. Sie war dem allmächtigen Gott gegenüber ungehorsam und führte so Adam ins Verderben, und so müssen seitdem alle Frauen für immer die Schuld für diese Niederträchtigkeit tragen!

Und außerdem müssen seitdem alle Frauen, aufgrund von Evas Dummheit und in alle Ewigkeit, die Männer als ihre Meister anerkennen, als Repräsentanten der omnipotenten männlichen Gottheit, dessen Weisheit und Gerechtigkeit sie bewundern und mit Ehrfurcht und Ehrerbietung respektieren müssen!

Die Legende vom Verlust des Paradieses wurde immer wieder verwendet, um uns die natürliche Unterlegenheit der Frau einzureden. Nur der Mann wurde nach Gottes Ebenbild erschaffen... die Frau kam später und war ein fahler Abglanz eines menschlichen Wesens! Dieser Geschichte begegnen wir überall in unserer Kultur, immer wieder! Sie ist die Grundlage von Kunst, Poesie, Werbung und Witzen. Überall, wohin man auch blickt, ist Eva dabei Adam zu verführen, pausenlos. Frauen werden als verschwörerisch, raffiniert (und doch auch irgendwie dümmlich und einfach im Geiste) dargestellt, und am allermeisten als SEXY! Sie brauchen eindeutig einen von Gott eingesetzten Aufseher, der sie aus Schwierigkeiten raushält, und an jeder Ecke steht ein Mann, der bereit ist, diesen Job zu tun!

Joseph Campbell schrieb über den Mythos von Adam und Eva:

„Dieser eigenartige mythologische Gedanke, und darüber hinaus die seltsame Tatsache, dass dies seit zweitausend Jahren in der gesamten westlichen Welt als absolut zuverlässiger Bericht über ein Ereignis, das angeblich zwei Wochen nach der Schöpfung des Universums stattgefunden hat, akzeptiert wurde, bringt uns unweigerlich zur höchst interessanten Frage des Einflusses von eindeutig erfundenen, gefälschten Mythologien und der Zufügung von Mythologie zur Struktur des menschlichen Glaubens, sowie dem darauf folgenden Verlauf der Zivilisation.“ (zitiert von Stone, 1976, Betonung von mir)

Im nahen und mittleren Osten existierte und florierte die Religion der großen Muttergöttin über viele tausende Jahre, bevor der Patriarch Abraham kam, der erste Prophet der beherrschenden männlichen Gottheit, Jahwe. Archäologen haben die Verehrung der Göttin bis zu den neolithischen Gemeinschaften ungefähr bis zum Jahr 7000 v. Chr., und manche sogar bis zu Kulturen der Altsteinzeit 25000 v. Chr. zurückverfolgt. Zumindest seit der Jungsteinzeit wurde deren Existenz wiederholt bestätigt. Bis zur Zeit der Römer gab es darüber gute Informationen. Auch sind sich die Bibelgelehrten einig, dass Abraham zwischen 1800 und 1550 v. Chr. gelebt hatte, sozusagen erst kürzlich! Wie in der Welt konnte solch eine relativ junge Erscheinung auf dem Parkett der Weltgeschichte es schaffen, sich so prominent und beherrschend ins Licht zu rücken?

Die Menschen der frühen Jungsteinzeit des nahen und mittleren Ostens könnten aus Europa gekommen sein und waren möglicherweise die Nachfahren der Kulturen aus Gravettien und Aurignacien. Später besiedelten Nachfahren der Nordländer sowohl Europa und den nahen Osten. Diese werden manchmal mit den Nachfahren der mesolithischen, Maglemose- und Kundakultur in Nordeuropa in Verbindung gebracht. Doch sie kamen NICHT langsam – es waren aggressive Invasionswellen.

Diese nördlichen Eroberer, allgemein als Indoeuropäer bekannt, brachten ihre eigene Religion mit: Die Verehrung eines jungen Kriegergottes und eines obersten Vatergottes. Ihre Ankunft im nahen Osten wird um das Jahr 2400 v. Chr. angenommen, doch es könnte auch einige frühere Invasionen gegeben haben.

Die Archäologie belegt, dass nach diesen Invasionen die Verehrung der Muttergöttin von Stadt zu Stadt schwankte. Als die Eroberer in den nächsten zweitausend Jahren immer mehr Land gewannen, begann das männliche Element als der beherrschende Ehemann aufzutreten, oder sogar als Mörder der Göttin!

Bis zu diesem Punkt scheint die Schrift fast nur für Aufzeichnungen der Geschäfte der Tempel verwendet worden zu sein. Die einströmenden Nordstämme adaptieren diese Schrift und benutzten sie für ihre eigenen Zwecke.

„Professor Chiera kommentiert: „Es ist eigenartig zu bemerken, dass praktisch die gesamte bestehende Literatur ein oder zwei Jahrhunderte nach dem Jahr 2000 v. Chr. niedergeschrieben wurde. Ob dies anzeigt, dass geschriebene Sprache zuvor nie als Medium für Mythen und Legenden angesehen wurde, oder ob bestehende Schrifttafeln in dieser Zeit zerstört und neu geschrieben wurden, bleibt eine offene Frage.“ (Stone, 1976, Betonung von mir)

In den Studien über die uralten Religionen wird immer wieder gesagt, dass die Göttin, Stück für Stück, in ihrem Wert gemindert wurde und, nachdem die Völker aus dem Norden auftauchten, von einer männlichen Gottheit ersetzt worden war. Dieser Wechsel wurde durch brutale, gewalttätige Massaker und territoriale Einverleibungen im gesamten nahen und mittleren Osten durchgesetzt.

Die nördlichen Eroberer hinterließen weder Steintafeln noch Tempel, die erklären könnten, warum oder wie sie dazu kamen, eine männliche Gottheit zu wählen. Diese „Söhne des Nordwindes Äolus“ – diese Nordländer – werden verschiedentlich als Indoeuropäer, Indoiraner, Indogermanen oder einfach als Arier bezeichnet. Sie werden, als sie in der Geschichte erscheinen, als aggressive Krieger beschrieben, die zweispännige Kriegswagen lenkten; oder als riesenhafte Seefahrer, die entlang der Flüsse und Küsten Europas und des nahen Osten segelten. Jaquetta Hawkes schreibt:

„Bei keinem Thema unterscheiden sich die Meinungen so völlig, bzw. lassen Objektivität völlig vermissen, wie bei den Ursprüngen dieser Kulturen. Der Grund für dieses Partisanentum liegt in der einzigen Gemeinsamkeit aller Meinungen: Dass die STREITAXT – Kulturen die Wurzel der Indogermanischen Sprache darstellen. ...Was mit einiger Sicherheit darüber gesagt werden kann ist, dass die Völker der Streitaxt ein großen ethnisches, soziales und kulturelles Erbe besaßen, das von den Jägern/Fischern der Waldkulturen, so wie Maglemose und Kunda, stammte. ...Obwohl dies nicht immer und überall so gewesen sein muss, wurden diese Merkmale mit der Zeit beherrschend pastoral, patriarchalisch, kriegerisch und expansiv.“ (zitiert von Stone, 1976)

Die Invasionen der Arier fanden nach der Lehrmeinung der Archäologie in Schüben in einer Zeitperiode von dreitausend Jahren statt. Die Eroberungen der historischen Periode werden durch Literatur und Fundgegenstände belegt, und sind bei den Wissenschaftlern unbestritten. Die Eroberungen der prähistorischen Zeit sind Gegenstand von etymologischen Spekulationen.

Das wichtigste an den historischen Aufzeichnungen ist, dass sich diese nordischen Eroberer selbst als sehr überlegenes Volk betrachtet haben. Sie waren aggressiv und standen andauernd nicht nur mit den Eroberten, sondern auch mit sich selbst in Konflikt. Ihr Auftauchen revolutionierte die Kunst des Krieges. Sie führten den von Pferden gezogenen Kriegswagen ein und der Stand des Wagenführers wurde zu einem neuen Adelsstand.

Historische, mythologische und archäologische Beweise deuten an, dass es diese Nordländer waren, die die Konzepte von Licht als gut, Dunkel als böse und einer höchsten männlichen Gottheit mitbrachten. Die Ankunft der Arier, die Darstellung ihrer männlichen Götter als über den weiblichen Göttinnen stehend und die daraus folgende Vermischung dieser beiden Theologien sind in jeder Kultur mythologisch aufgezeichnet. In diesen Mythen können wir die Gesinnung finden, die zur Zerstörung der Göttin führte.

Der arische Mann-Gott wird, im Unterschied zum Sohn-Geliebten der Göttin, häufig als Sturmgott bezeichnet, der, hoch auf einem Berg, mit dem Licht des Feuers oder eines Blitzes leuchtet. (Haben wir das nicht schon einmal gehört?) In vielen dieser Mythen wird die Göttin als Schlange oder Drache, verbunden mit Dunkelheit und dem Bösen, dargestellt. Manchmal ist der Drache geschlechtslos und manchmal sogar männlich, doch in diesen Fällen ist er mit der Göttin eng verbunden, normalerweise als ihr Sohn.

In vielen der archäologischen Funde jedoch wird die Göttin durch Vögel und Wellensymbole dargestellt, die Wasser und/oder Energie andeuten. Dieselben Wellensymbole finden sich auch in der Darstellung des astrologischen Zeichens Wassermann, welches das älteste verbliebene Symbol der Großen Muttergöttin sein könnte.

Die Religion der Göttin scheint die männlichen Gottheiten in die älteren Formen der Verehrung assimiliert zu haben und sie dürfte als allgemeine Religion für tausende von Jahren nach den ersten arischen Invasionen überlebt haben. Doch ihr Stand war viel niedriger und langsam verschwand sie. Die Angriffe der Hebräer und letztendlich der Christen verdrängten schließlich diese Religion.

Und hier kommen wir nun zum Interessantesten überhaupt: In den Berichten der Indogermanen finden wir die ursprünglichen Ideen der Hebräer.

Es gibt den Gott auf der Spitze eines Berges, der mit Licht strahlt; es gibt die Dualität von Licht und Dunkelheit, symbolisiert als Gut und Böse; es gibt den Mythos des männlichen Gottes, der die Schlange besiegt; und es gibt den höchsten Führungsanspruch einer herrschenden Klasse: die priesterlichen Leviten. All dies findet man sowohl in den indogermanischen als auch hebräischen religiösen Konzepten und ihrer Politik!

Und das führt uns zur folgender offensichtlichen Folgerung: Die indoeuropäischen Muster wurden entweder von den Hebräern übernommen, oder die Hebräer waren von Anfang an Indoeuropäer.

Die indogermanische Einstellung zu Frauen wird in zwei Sätzen aus dem indischen Rig Veda offenbar: „Der Geist der Frauen duldet keine Disziplin. Ihr Intellekt hat nur geringes Gewicht.“ Und orthodoxe Juden danken dem Herrn täglich, dass sie nicht als Frauen geboren wurden!

Sicher ist nur, dass diese Völker die Verehrung des männlichen Gottes mitbrachten, und dass die Verehrung der Göttin systematisch verdrängt und nahezu völlig vom Monotheismus, einer neuen „Variation“ der These eines männlichen Beherrschergottes, die von den Hebräern initiiert wurde, ersetzt wurde und bis heute als Christentum und Islam weiterexistiert.

Im Bereich der Archäologie begegnen wir einer interessanten Tatsache. Systematische Untersuchungen der Schädel aus anatolischen Fundstätten zeigen, dass im dritten Jahrtausend v. Chr. die meisten der Ureinwohner überwiegend dolichocepalisch, oder langköpfige mediterrane Rassen waren, und nur eine Minderheit brachycephalisch, oder breitköpfige alpine Rassen. Nach Beginn des zweiten Jahrtausends v. Chr. steigt der Anteil der brachycephalischen Schädelformen auf ungefähr 50 Prozent. Die brachycephalischen Rasse wurde als die herrschende Klasse des Reiches der Hethiter bekannt.

Die Ureinwohner von Hatti wurden zum unterworfenen oder eroberten Volk, so wie die „schwarzköpfigen“ Einwohner Sumeriens zu „Sklaven“ ihrer Eroberer wurden. Die eindrängenden Indoeuropäer nahmen überall, wo sie hinkamen, die Rolle der Könige an und unterwarfen Stück für Stück ein einheimisches Volk nach dem anderen. Die Indogermanen waren größer und besaßen auf Grund ihrer Streitwägen und eisernen Waffen zuvor nie gekannte militärische Überlegenheit. Sie machten sich noch größer, indem sie konische Hüte trugen, die Berichten zufolge 40 bis 50 Zentimeter hoch waren. (Diese konischen Hüte sind in Bezug auf eine bestimmte Art von konischen Hüten als Darstellung der alchimistisch Eingeweihten interessant!)

Das Wort „Eisen“ (Iron) kann mit dem Wort „Arier“ (Ayran) und der Gewinnung und Verhüttung von Eisen zusammenhängen, was mit diesen Völkern in Zusammenhang gebracht wird und Jahrhunderte lang ein streng gehütetes Geheimnis war.

Die Protohattier (Vorbevölkerung der Hethiter) wurden mit der Bevölkerung von Catal Hüyük, ungefähr 75 km von Hattusas, der Hauptstadt der Hethiter, entfernt gelegen, welche die Göttin verehrten, in Verbindung gebracht. Die Göttinnen der Hatti scheinen aus einer früheren Religion der Hatti überlebt zu haben. In verschiedenen Texten wird die Göttin einfach „der Thron“ genannt, eine Bezeichnung, die Bezüge zu Isis in Ägypten erkennen lässt und auch mit Kassiopeia verbunden sein kann, die als die „thronende Königin“ und als der „Kamelhöcker“, auch eine Art Thron, bekannt ist.

Nun bringt Fr. Stone ein sehr interessantes Thema auf. Die Luvier, Luvischen oder Louviten. Das scheint eine Gruppe von Indoeuropäern gewesen zu sein, die südlich der Hethiter in Cilicia gelebt haben, nahe dem Taurosgebirge, was praktisch dasselbe Gebiet ist, wo einst Catal Hüyük florierte.

Über diese Menschen ist sehr wenig bekannt. Man weiß nur, dass sie die Urheber der Hieroglyphen der Hethiter sind, einer Bildschrift, die häufig auf königlichen Denkmälern und in ein paar Schriften zu finden ist. Diese Hieroglyphen sind immer noch, zum größten Teil, ein Rätsel.

Professor Albright meint, dass die Luvier das südliche Kleinasien nicht nach dem 3. Jahrtausend v. Chr. besetzt hatten. Ein anderer Verfasser, R. A. Crossland, glaubt, dass dies erst später geschehen ist. Professor Lloyd ist mit Crossland einer Meinung, wenn er schreibt:

„Ungefähr um 2300 v. Chr. ist offenbar eine große Welle indoeuropäisch sprechender Menschen über Anatolien eingebrochen. Sie sprachen einen Dialekt, der als luvisch bekannt ist... ihr Fortschritt ist durch weitestgehende Zerstörung gekennzeichnet...“ (zitiert von Stone, 1976)

Der Name Luvische stammt aus Schriften der Hethiter, die sich auf das Land dieser Menschen als Luvien und ihre Sprache als Luvili beziehen. Französische Archäologen nennen sie Louvites, englische Luvian.

Aus der teilweisen Übersetzung der Hieroglyphen wurde bekannt, dass ihre Hauptgottheit der Sturmgott Tarhund, Tarhunta oder Tarhuis war. Das Einzige, was bislang in deren Schriften gefunden wurde, bezieht sich auf „Magisches: Flüche und Anrufungen, die in rituelle Formeln eingebunden waren.“ Der Fakt, dass dieses vollständig religiöse Material in ihren eigenen Hieroglyphen geschrieben wurde, während andere Möglichkeiten der Schrift ebenso verfügbar waren, könnte anzeigen, dass sie eine Priesterkaste der Indoeuropäer waren. Schriftschulen, wo in hurritischer, hethitischer und akkadischer Sprache Mythen niedergeschrieben wurden und die sich im Gebiet der Luvischen in Kizzuwatna befanden, scheinen diese Annahme zu bestätigen.

Eine Priesterklasse der Indoeuropäer, die Schulen betrieben und einen Wettergott verehrten, dessen Ähnlichkeit zu Jehova in jedem Bezug aufregend ist, produzierte fleißig Mythen für die gesamte ansässige und auch durchreisende Bevölkerung? Magische Flüche und Beschwörungen? Na super! Was haben wir denn hier gefunden?! Klingt, als ob das ganz ähnlich dem war, was im Mittelalter in Spanien und in Frankreich abgegangen ist, als die Kabbalah entwickelt wurde.

Das sieht dann klarerweise so aus, als ob die Religion der Hebräer nicht, wie es gelehrt wird, einzigartig ist und auch nicht unbedingt direkt von Gottes Mund oder seiner Hand übermittelt wurde!

Beide der zwei Berichte in der Genesis waren schon lange zuvor als mesopotamische Schöpfungsgeschichten bekannt. Die Geschichten über die Ursprünge der Zivilisation in der Bibel sind den Phönizischen Legenden bemerkenswert ähnlich. Das göttliche „Fiat“ am Anbeginn, Fiat Lux – Es werde Licht, stammt von ägyptischen Mythen, und die früheste Form dieses Motivs findet man im Kult von Heliopolis. In manchen der frühesten Varianten dieses Mythos kommt der Ur-Ozean vor, dessen Ursprung nicht erklärt wird und aus dem der Schöpfergott entsteigt, der entweder reptilien-, insekten- oder vogelartig ist. Dieser greift in den Schöpfungsakt mittels Auswurf (aushusten), Selbstbefruchtung oder Masturbation ein – er „brütet auf den Wassern.“

„Das Ziel der Suche nach dem ersten Prinzip wurde im alten Ägypten durch die Verbindung mit der sogenannten Memphitischen Theologie erreicht. In Form eines dramatisch-kultischen Textes, mit einer Schlussbemerkung beschönigt, findet man heutzutage die Memphitische Theologie auf dem Schabaka-Stein im britischen Museum, der auf die Zeit 712-697 v. Chr., der Regentschaft von Schabaka, datiert wird. Schabaka hatte behauptet das Original auf einer Papyrusrolle gefunden zu haben, „die von den Urahnen stammte, von Würmern zerfressen und vom Anbeginn bis zum Ende unbekannt war.“ ...Der Inhalt wurde (wieder?) erst zu Beginn der Periode der Kuschiter um 710 v. Chr. bekannt und in den folgenden zwei Jahrhunderten verbreitet. Der Kommentar kommt der Lehrmeinung entgegen, unter anderen neuen Gedanken, dass die Essenz des Schöpfergottes Ptah im „Herzen“ und in der „Zunge“ residiert (Vergessen wir nicht, dass die ägyptische Auslegung des Wortes „Herz“ gleichbedeutend mit unserem gegenwärtigen Konzept von Bewusstsein/Geist war). ...Also Geist und kreative Äußerung. Der Geist erdenkt sich das Sein und das kreative Wort erschafft es. So wird die Schöpfung selbst auf eine Art zu einer Emanation des Schöpfers, oder zumindest zu dem Teil davon, der die Lebenskraft innehat: „So geschah es, dass das Herz (Geist) und die Zunge Kontrolle über jeden anderen Teil des Körpers erlangten; das durch die Lehre, dass er (Ptah) in jedem Körper und in jedem Mund ist, in allen Göttern, allen Menschen, allem Vieh, allem kriechenden Getier und in allem was lebt, durch sein Denken und seinen Befehl und durch jeden seiner Wünsche.“ ...Es scheint verfrüht, sich einem Urteil über die Möglichkeit ägyptischer Einflüsse auf die Schöpfungsgeschichte in der Genesis hinzugeben. Es kann tatsächlich eine simple 1:1 Übernahme des Mythos gewesen sein, obgleich diese von der gezielten Absicht zu „entmystifizieren“ begleitet war.“ (Redford, Egypt, Canaan, and Israel in Ancient Times, 1992, eigene Übersetzung, Betonung von mir)

Die ältesten Texte des alten Testaments in hebräischer Sprache sind jene, die in Qumran gefunden wurden. Diese Schriftrollen datieren erst 2 bis 3 Jahrhunderte v. Chr. Vor dieser Entdeckung war die älteste Version eine griechische Übersetzung aus ungefähr derselben Zeit! Der früheste vollständige hebräische Text stammt erst aus dem 10. Jahrhundert n. Chr.!!! Irgendetwas stimmt hier nicht.

Nach der Analyse der Texte wird allgemein angenommen, dass ein kleiner Teil der Bibel um 1000 v. Chr. und der Rest um 600 v. Chr. geschrieben wurde. Und die Bibel, wie wir sie kennen, ist das Resultat vieler Änderungen, die Jahrhunderte hindurch, und sie ist oft so widersprüchlich, dass wir hier nicht genügend Platz haben, um sie alle aufzulisten!

Die ersten fünf Bücher der Bibel, das Pentateuch, auch als Torah bekannt, auf der die Kabbalah beruht, soll angeblich von Moses geschrieben worden sein. Die frühen Christen und die jüdische Tradition hält diese Ansicht hoch, obgleich nirgendwo in diesen fünf Bücher steht, dass Moses der Autor sei.

Bibelgelehrte datieren im Allgemeinen Abraham auf 1800 bis 1700 v. Chr. Dieselben Gelehrten datieren Moses auf 1300 bis 1250 v. Chr. Wenn wir jedoch die Generationen nachverfolgen, wie sie der Bibel aufgelistet sind, dann sehen wir, dass es, einschließlich dieser beiden Patriarchen, nur sieben Generationen zwischen beiden gibt! Vierhundert Jahre sind für sieben Generationen ein wenig viel. Wenn man jeder Generation 35 bis 40 Jahre einräumt, dann finden wir Abraham um 1550 v. Chr. und Moses um 1300 v. Chr. Verfolgen wir die Linie bis Noah zurück, immer nach den Angaben der Bibel, erhalten wir als Datumsangabe 2000 bis 1900 v. Chr. – ungefähr jene Zeit, als die Indoeuropäer im nahen Osten einfielen.

Die Bibel als Quelle zu verwenden bringt sehr ernsthafte Probleme mit sich. Es bestehen viele Widersprüche in den Texten, die nicht einfach durch die übliche mentale Akrobatik in Einklang zu bringen sind. In manchen Stellen werden Ereignisse als in einer bestimmten Reihenfolge geschehen beschrieben, und dann sagt uns die Bibel, dass diese Ereignisse in einer völlig anderen Reihenfolge geschehen sind. Einmal steht in der Bibel, dass es zweimal dasselbe Ding gab, und ein anderes Mal, dass es dieses Ding 14-mal gab. Auf einer Seite sagt die Bibel, dass die Moabiter irgendetwas getan haben, und ein paar Seiten später haben die Midianiter genau dasselbe getan. Es gibt sogar ein Beispiel; Es wird beschrieben, dass Moses zum Tabernakel ging, bevor er ihn erbaut hatte! (Ich vermute Moses war ein Zeitreisender!)

Einiges im Pentateuch gibt Probleme auf: z.B.: Moses konnte nicht gewusst haben, dass er zu jener Zeit gelebt hatte, zu der behauptet wird, dass er gelebt hatte. Und es gibt einen Fall, in dem Moses etwas schreibt, das er nicht geschrieben haben konnte: den Bericht über seinen Tod, den er nur schwerlich selbst geschrieben haben konnte. Darin steht auch, dass Moses der demütigste Mann auf Erden war! Nun, wie der Exeget bemerkt, ist es unwahrscheinlich, dass der demütigste Mann auf Erden sich selbst als demütigster Mann auf Erden bezeichnet!

Um all diese Probleme kümmerte sich die meiste Zeit der letzen zweitausend Jahre die Inquisition. Zwischenzeitlich nahmen sich sogar die jüdischen Exegeten der Probleme an. Die Widersprüche seine keine Widersprüche, sondern nur „anscheinende Widersprüche“! Sie könnten alle mittels „Interpretationen“ erklärt werden! Üblicherweise waren die Interpretationen dann viel fantastischer als die Probleme selbst, sollte ich hinzufügen. Moses konnte „Dinge wissen, die er nicht gewusst haben konnte“, weil er ein Prophet war! Die mittelalterlichen biblischen Exegeten, so wie Rashi und Nachmanides, waren im Vereinen des Unvereinbaren SEHR gewandt!

Im 11. Jahrhundert erwähnte ein echter Unruhestifter, Isaak ibn Yashush, ein muslimischer Arzt am spanischen Hof, die peinliche Tatsache, dass eine Auflistung der edomitischen Könige in Genesis 36 einige Könige erwähnt, die erst gelebt haben, nachdem Moses bereits gestorben war. Ibn Yashush vermutete das Offensichtliche, dass nämlich diese Stelle von jemandem geschrieben wurde, der nach Moses gelebt hatte. Das brachte ihm den Spitznamen „Isaak der Tölpel“ ein. Ironischer Weise war derjenige, der ihm den Spitznamen verpasste, Rabbi Abraham ibn Esra, ein spanischer Rabbi aus dem 12. Jh., selbst nicht unbedingt von Moses Urheberschaft überzeugt, wie man aus vielen seiner Anmerkungen entnehmen kann. Er spielte unter anderem darauf an, dass oft von Mose in der dritten Person gesprochen werde. Es wurden Orte beschrieben, an denen Mose nie gewesen ist und außerdem, dass die Sprache einer anderen Gegend und Epoche zuzuordnen ist als die, in der Mose selbst lebte. Er schrieb sehr mysteriös: „Und wer versteht, wird die Wahrheit erkennen. Und wer die Wahrheit erkennt, wird stumm bleiben.“

Warum nun nannte er Ibn Yashush einen „Tölpel“? Offenbar deshalb, weil er seinen Mund zu weit aufgemacht hat und das Geheimnis preisgegeben hatte, dass die Torah nicht das war, was sie sein sollte und viele der Menschen, die völlig im jüdisch-mystischen Business aufgingen ihr Interesse verlieren würde. Und die Suchenden und Schüler nach der Macht bei Interesse zu halten, war ein ziemlich großes Business. Und das ist es immer noch.

Im Damaskus des 14. Jahrhunderts schrieb ein Geehrter unter dem Namen Bonfils ein Werk, in das er schrieb: „Und hier ist der Beweis, dass dieser Vers in der Torah später geschrieben wurde und nicht von Moses stammt...“ Er leugnete nicht einmal den „enthüllenden“ Charakter der Torah, er gab nur einen vernünftigen Kommentar ab. Dreihundert Jahre später wurde sein Werk wieder aufgelegt, dieser Kommentar war jedoch nicht mehr enthalten!

Im 15. Jahrhundert stellte Tostatus, Bischof von Avila, fest, dass insbesondere der Bericht vom Tod Mose nicht von ihm selbst stammen könne. Er behauptete weiter, dass es eine „alte Tradition“ gab, dass Joshua, Moses’ Nachfolger, diesen Teil des Berichtes geschrieben hatte. Hundert Jahre später meinte Luther Carlstadt, dass dies schwer nachvollziehbar wäre, denn der Bericht über den Tod Mose sei im selben Stil geschrieben, wie die Textstellen, die ihm vorstanden.

Mit dem Aufkommen des Protestantismus wurde die Sachlage einer kritischeren Untersuchung unterzogen als zuvor. Die Inquisition versuchte die Sache völlig in den Griff zu bekommen, aber sie versagte. Doch es ist eigenartig, was der Glaube bewirkt. In diesem Fall wurde entschieden, dass das Problem lösbar sei, indem die Haltung eingenommen wird, dass, ja, Moses die Torah geschrieben hat, doch spätere Bearbeitungen seien durchgeführt worden und hatten zur Folge, dass gelegentlich das eine oder andere Wort oder Phrase hinzugefügt wurde!

Toll! Wie sind wir froh, dass wir das gelöst haben!

Das wirklich komische dabei ist, dass einer der Befürworter der Idee nachträglicher Bearbeitungen, der wirklich versucht hatte, den „Textus Receptus“ – Status der Bibel zu erhalten, auf der schwarzen Liste des katholischen Index stand. Sein Buch wurde unter den „verbotenen Büchern“ angeführt!

Nun, nach hunderten von Jahren, in denen man um dieses Thema herumgetänzelt ist, meinten einige Bibelgelehrte geradeaus, dass Moses den Großteil des Pentateuchs nicht selbst geschrieben haben kann. Der erste, der dies behauptete, war Thomas Hobbes. Er zeigte auf, dass im Text manchmal dies oder jenes mit „bis zum heutigen Tag“ beschrieben wird. Das Problem dabei besteht darin, dass ein Schreiber, der eine zeitgenössische Situation beschreibt, dies nicht als etwas darstellen würde, das bereits seit langer Zeit andauert, also „bis zum heutigen Tag“.

Isaak de la Peyrère, ein französischer Calvinist, bemerkte, dass der erste Vers des Buches Deuteronomium besagt: „Das sind die Worte, die Mose vor ganz Israel gesprochen hat. Er sprach sie jenseits des Jordan...“ Er hatte das Problem, dass sich diese Worte auf jemanden bezogen, der sich in Bezug auf den Schreiber auf der anderen Seite des Jordan befand. Das bedeutete, dass diesen Vers jemand geschrieben haben musste, der sich zum Zeitpunkt des Schreibens WESTLICH des Jordan aufgehalten haben musste, der beschrieb, was Moses den Kindern Israels ÖSTLICH des Jordan sagte. Das Problem wird noch dadurch erschwert, weil Moses selbst angeblich nie in Israel gewesen sein soll.

De la Peyrère’s Buch wurde verboten und verbrannt. Er wurde eingesperrt und es wurde ihm mitgeteilt, dass seine Freilassung von seiner Konvertierung zum Katholizismus und der Abkehr von seinen Äußerungen abhinge. Offenbar zog er die Einsicht vor.

Bald darauf veröffentlichte Baruch Spinoza, der berühmte Philosoph, eine aufwieglerische textkritische Analyse. Er behauptete, dass die Problemstellen in der Bibel keine Einzelfälle wären, die einer nach dem anderen durch „Bearbeitungen“ gelöst werden könnten, sondern eher ein durchdringender Beweis für die Autorenschaft einer dritten Person seien. Er machte das unter anderem an der Stelle in Deuteronomium 34 fest, in der es heißt: „Niemals wieder ist in Israel ein Prophet wie Mose aufgetreten...“. So würde eher jemand formulieren, kommentierte Spinoza, der wesentlich später als Mose selbst gelebt habe und damit überhaupt erst die Möglichkeit hatte, andere Propheten kennen zu lernen, um diese mit Mose zu vergleichen. Ein Exeget meint auch, dass die Zeilen nicht klingen, als ob sie vom „demütigsten Mann auf Erden“ verfasst worden sind! (Friedman, 1987) Spinoza lebte wirklich gefährlich, denn er schrieb:

„Es ist... offensichtlicher als die Sonne zur Mittagszeit, dass der Pentateuch nicht von Moses geschrieben wurde, sondern von jemandem, der lange nach Moses gelebt hat.“

Spinoza war bereits von Judentum „exkommuniziert“ worden. Nun hatte er es sich mit den Christen UND Protestanten angelegt! Natürlich wurde sein Buch auf die „Liste verbotener Bücher“ gesetzt und eine ganze Menge von Erlässen gegen ihn veranlasst. Doch interessanterweise wurde kein Versuch unternommen, ihn zu ermorden!

Ein konvertierter Protestant, der ein katholischer Priester wurde, Richard Simon, versuchte Spinoza zu widerlegen und verfasste ein Buch, indem er aussagte, dass Moses den Kern des Pentateuch geschrieben hatte, obgleich es „ein paar Zufügungen“ gab. Trotzdem seien diese Zufügungen eindeutig von Schreibern verfasst worden, die unter der Führung Gottes oder des heiligen Geistes standen. Also sei es in Ordnung gewesen, den Text umzugestalten und weiter auszuarbeiten. Es war immer noch Gott, der hier am Werk war.

Nun, ihr meint die Kirche hätte von solchen Vorstößen gewusst? Nichts dergleichen! Simon wurde attackiert und von seinen katholischen Kollegen vertrieben. Protestanten schrieben vierzig Gegenschriften seiner Darstellung. Nur sechs Kopien seines Buches überstanden die Verbrennungen. Eines dieser Bücher wurde von John Hampden übersetzt, der sich damit ebenfalls die Finger verbrannte. Er „dementierte seine Übereinstimmung mit Simons Ansichten... im Jahre 1688, wahrscheinlich kurz bevor er aus dem Tower freigelassen wurde.“ (Edward Gray)

Simons Idee, dass Schreiber den Textus Receptus umgestaltet und weiter ausgeführt haben, nahm schließlich die richtige Richtung.

Im 18. Jahrhundert fiel drei unabhängigen Forschern auf, dass in den so genannten Dubletten verschiedene Begriffe immer nur in einer der Dubletten benutzt wurden. Dubletten sind Geschichten, die denselben Sachverhalt erklären, aber von verschiedenen Erzählern aufgeschrieben werden. Es gibt zwei verschiedene Darstellungen der Schöpfung der Welt. Es gibt zwei verschiedene Geschichten über den Bund Gottes mit Abraham. Es gibt zwei Geschichten über die Namensgebung Abrahams Sohns, Isaak, zwei Geschichten, wo Abraham behauptet, dass seine Frau seine Schwester ist, zwei Geschichten von Isaaks Sohn Jakob, wie er nach Mesopotamien reist, zwei Geschichten von Jakobs Offenbarung in Beth-El, zwei Darstellungen, wie Gott Jakobs Namen in Israel umwandelt, zwei Versionen, wie Moses einem Stein in Meriba Wasser entlockt, und so weiter und so fort.

Diejenigen, die im Wunschdenken feststecken, glauben, dass Moses den Pentateuch geschrieben hat und behaupten, dass diese Dubletten immer ergänzend angeführt werden und sich niemals wiederholen oder widersprechen. Manchmal mussten sie diese Ansicht sehr weit „strecken“, dass sie behaupten konnten, diese Dubletten wollen uns etwas durch ihre Widersprüchlichkeit „lehren“ und eigentlich wären sie gar keine Widersprüche. Diese Erklärung hält jedoch einer weiteren Tatsache nicht stand: in den meisten Fällen bezieht sich eine Version auf die Gottheit mit dem göttlichen Namen Jahwe und die andere nennt einfach nur „Gott“. Das bedeutete, dass es zwei Gruppen mit parallelen Versionen derselben Geschichte gab und jede Gruppe war sich einig, dass ihr Name der Gottheit der richtige war. Weiters gab es verschiedene andere Begriffe und Charakteristika, die regelmäßig auf die eine oder die andere Weise auftauchten. Das zeigt an, dass jemand zwei verschiedene Quelldokumente benutzt hat und sie jeweils abwechselnd zu einer „fortführenden“ Erzählung zusammengefügt hat.

Nun, natürlich wurde zuerst geglaubt, dass Moses eines der beiden Quelldokumente selbst geschrieben und eines als Hintergrund für die Geschichte der Schöpfung verwendet hat! Doch letztendlich musste in Betracht gezogen werden, dass beide Quellen von Schreibern stammen, die NACH Moses gelebt haben. Schritt für Schritt wurde Moses nunmehr nahezu völlig vom Urhebertum des Pentateuchs befreit!

Ich möchte hier anmerken, dass das nicht geschah, weil jemand daherkam und sagte, „na hallo, lasst uns die Bibel fertig machen!“ Nix da. Es geschah, weil es schwerwiegende Probleme gab und jeder und alle Bibelforscher, die sich in den Jahrhunderten durch die Bibel arbeiteten, tapfer kämpften, um den Status des Textus Receptus der Bibel beizubehalten! Die einzige Ausnahme in der gesamten Ereigniskette ist unser seltsamer Freund Abraham ibn Esra, der um die Probleme im Text der Torah im 12. Jahrhundert WUSSTE und anderen darüber Schweigen auferlegte! Erinnert ihr euch was er sagte? „Und wer versteht, wird die Wahrheit erkennen. Und wer die Wahrheit erkennt, wird stumm bleiben.“ Und was erkennen wir als das Resultat dieses Schweigens? Achthundert Jahre Kreuzzüge, Inquisition und allgemeine Unterdrückung. Darauf werden wir noch zurückkommen.

Doch weiter in der Kette der Ereignisse: im 19. Jahrhundert fanden Bibelgelehrte heraus, dass es im Pentateuch nicht nur zwei Hauptquellen gab, sondern tatsächlich vier. Man bemerkte, dass die ersten vier Bücher nicht nur Dubletten waren, sondern auch Tripletten, die mit anderen Charakteristiken und Widersprüchen konvergierten und so zur Identifikation einer weiteren Quelle führten. Dann bemerkte man, dass das Deuteronomium von einer wieder völlig anderen Quelle stammt. Mehr noch, es gab nicht nur die originalen Quelldokumente, es gab auch Bearbeitungen des „mysteriösen Redakteurs“.

Und so wurde nach Jahren des Leids, Blutvergießens und sogar Todes in dieser Sache realisiert, dass irgendwer die Bibel „geschaffen“ hatte, indem er vier verschiedene Quelldokumente in eine „fortlaufende“ Geschichte geformt hat. Nach vielen weiteren Analysen kam man zum Schluss, dass die meisten der Gesetze und viele der Erzählungen des Pentateuchs nicht einmal zur Zeit Mose gehörten. Und das bedeutete, dass es gar nicht von Moses geschrieben werden konnte. Darüber hinaus waren die verschiedenen Quellen nicht einmal von Personen geschrieben, dir zu den Zeiten der Könige und Propheten lebten, sondern sie waren erwiesenermaßen Produkte von Schreibern, die gegen Ende der biblischen Periode lebten!

Viele Bibelforscher konnten einfach die Ergebnisse ihrer eigenen Forschung nicht ertragen. Ein deutscher Bibelforscher, der den Ursprung des Deuteronomium identifiziert hatte, meinte, dass solch eine Betrachtungsweise „den Anfang der hebräischen Nation aussetzen würde, nicht wegen der großen Schöpfungen Mose, sondern aufgrund des Entbehrens jeglicher handfester Grundlage.“ Andere Forscher realisierten, dass dies hieß, dass das Bild des biblischen Israels als eine Nation, die von Gesetzen regiert wird, die auf den Bündnissen von Abraham und Moses beruhen, völlig falsch ist. Anders ausgedrückt nimmt die Bibel eine Geschichte über die ersten 600 Jahre Israels in Anspruch, die wahrscheinlich niemals existiert hat.

Nun, damit konnten sie nicht umgehen. Also kam Wellhausen (1844-1918) daher, um die Sache zu retten. Wellhausen synthetisierte alle Entdeckungen, um die Glaubenssysteme der religiösen Gelehrten zu erhalten. Er vereinigte die Sichtweise derart, dass sich die Religion Israels in drei Stufen entwickelt hatte, und auch die geschriebenen Grundlagen in drei Stufen niedergeschrieben wurden. Dann definierte er diese drei Stufen auf Basis der Inhalte jeder „Stufe“. Er spürte die Charakteristika jeder Stufe nach und prüfte die Weise, mit der die verschiedenen Dokumente Religion, Geistlichkeit, Opfer- und Verehrungsplätze und religiöse Feiertage darstellten. Er betrachtete die Bereiche der Bibel, die Gesetze und Erzählungen enthalten, sowie auch alle anderen Bücher. Schließlich entwickelte er einen „glaubbaren Rahmen“ zur Entwicklung der jüdischen Geschichte und Religion. Die erste Stufe war die „Natur/Fruchtbarkeit“ – Periode; die zweite die „spirituelle/ethnische“ – Periode und die dritte die „Priester/Gesetz“ – Periode.

Wie Friedman bemerkt: Wenn man widerspricht, dann widerspricht man seitdem Wellhausen. Wenn man ein neues Modell darstellen will, dann muss man dessen Wert am Modell Wellhausens messen.

Ich sollte auch bemerken, dass ein Professor des alten Testaments, William Robertson Smith, der in der freien Kirche von Schottland in Aberdeen lehrte und der Herausgeber der Enzyklopedia Britannica war, vor seiner Kirche wegen Ketzerei vor Gericht gestellt wurde, weil er die Arbeit Wellhausens unterstützte. Er wurde getötet, aber der Beiname „der böse Bischof“ verfolgte ihn bis ins Grab.

Der Widerstand gegen kritische Studien über die Bibel wurde in allen Jahrhunderten von der katholischen Kirche angeführt. Doch seltsamerweise sind die Katholiken heutzutage gegenüber Überprüfungen des Texts von den neuen amerikanischen christlichen Fundamentalisten, die stärker denn je den Kreuzrittern und Inquisitoren gleichen, viel offener eingestellt!

Trotzdem ging die Analyse der Bibel weiter. Vom Buch Jesaja wurde traditionellerweise geglaubt, dass es vom Propheten Jesaja geschrieben wurde, der im 8. Jahrhundert v. Chr. lebte. Das meiste der ersten Hälfte des Buches entspricht einer solchen Sichtweise. Doch die Kapitel 40 bis 66 sind offenbar von jemand völlig anderem geschrieben worden, der ungefähr 200 Jahre später gelebt hatte!

Neue Werkzeuge und Methoden der Jetztzeit machten es möglich, linguistische Analysen und eine relative Chronologie des Materials auf hohem Niveau durchzuführen. Und nach Wellhausen gab es auch einen ordentlichen archäologischen Hype!

Diese archäologische Arbeit hatte enorme Informationen über Ägypten, Mesopotamien und andere Regionen um Israel zum Ergebnis. Tontafeln, Inschriften an Gräbern, Tempel, Siedlungen und sogar Papyrus. Und schon begegnen wir einem weiteren Problem: bei allen Fundgegenständen, sowohl aus Ägypten als auch aus Westasien, gibt es so gut wie KEINEN Bezug auf Israel, dessen „berühmtes“ Volk und dessen Gründer, auf unsere biblischen Protagonisten oder irgendetwas vor dem 12. Jahrhundert v. Chr. Und aus den folgenden 400 Jahren können höchstens ein halbes Duzend Anspielungen abgeleitet werden.

Dasselbe Problem bestätigt sich in der Bibel selbst. Sie sagt absolut nichts über Ägypten oder das levantinische Gebiet während des 2. Jahrtausends v. Chr. aus Sie sagt nichts über das ägyptische Reich, das sich über den östlichen Mittelmeerraum erstreckte (was es tat), es gibt keine Erwähnung der großen ägyptischen Armeen auf ihren Feldzügen (wo sie waren), sie sagt nichts über die Kämpfe der Hethiter gegen die Ägypter (die stattfanden) und ganz besonders auch kein Wort über die ägyptischen Kleinkönige, die in den Städte Kanaans regierten (was so war).

Die große und verheerende Invasion der Seefahrer im zweiten Jahrtausend v. Chr. findet in der Bibel keinen Niederschlag. Tatsächlich werden in der Genesis die Philister so beschrieben, als ob sie bereits zur Zeit Abrahams in Kanaan siedelten!

Die Namen der großen ägyptischen Könige fehlen in der Bibel völlig. Und an anderen Stellen werden historische Figuren, die NICHT heldenhaft waren, von der Bibel in Helden transformiert, wie bei Hyskos Scheschai (Num. 13:22). Ein anderes Mal wird irrtümlich der Beiname von Ramses II einen kanaanitischen General mitgeteilt, Der ägyptische König sollte Hoschea bei seiner Rebellion aus dem zweiten Buch der Könige 17:4 helfen, doch er litt unter der Erniedrigung, dass seine Stadt seinen Namen erhalten hat. Und der Pharao Schabaka wird in Genesis 10:7 zu einem Nubier!

Die Irrtümer zur nachweisbaren Geschichte und Archäologie werden immer himmelschreiender, je mehr man sich mit den tatsächlichen Begebenheiten vertraut gemacht hat. Dabei kommt man immer wieder auf den Gedanken, dass die Schreiber der Bibel im 6. und 7. Jahrhundert v. Chr. gelebt haben müssen und fast nichts über die Ereignisse in den paar Generationen vor ihnen gewusst haben.

Wenn sich jemand dazu geneigt fühlt, von den traditionellen, unfehlbaren, bibelfesten Behauptungen des konservativen Christentums beeindruckt zu sein, dann scheint eine solche Ignoranz rätselhaft. Und wirklich zeigen das Pentateuch und die geschichtlichen Bücher verwegen eine genaue Chronologie, die imstande ist, die biblischen Geschichten durch genau solche Zeiten zu tragen, wenn Ignoranz und Unstimmigkeit am Schlimmsten sind. Zusammengerechnet ergibt die Regierungszeit der jüdischen Könige von Salomons viertem Jahr (als angeblich der Jerusalemer Tempel geweiht wurde) bis zur Zerstörung Jerusalems im Jahr 586 v. Chr. 430 Jahre, was uns ins Jahr 1016 v. Chr. bringt, um Salomons Herrschaft zu datieren. Im Buch der Könige 1 6:1 wiederum wird gesagt, dass 480 Jahre zwischen dem Exodus und der Tempelweihe lagen; das ergibt das Jahr 1496 v. Chr. für den Exodus. Da der Aufenthalt in Ägypten aber nur 430 Jahre gedauert hat (Exodus 12:40), müssen die Reise von Jakob und seiner Familie in die Region Goshen im Jahre 1926 v. Chr. stattgefunden haben. Wenn wir nun die Lebensalter von Abraham, Isaak und Jakob (290) hinzurechnen, dann kommen wir ins Jahr 2216 v. Chr. und erhalten das Datum von Abrahams Geburt. Das würde bedeuten, dass Abraham im Jahre 2141 in Kanaan ankam und der Abstieg nach Ägypten unter die Herrschaft von Senwosret I. gefallen sein muss. Die Gefangenschaft würde dann die auslaufende 12. Dynastie, die gesamte 13. Dynastie, die Besetzung Hyskos und die frühe Dynastie bis zu Hatseputs 9. Jahr überdauern! Im Lichte Numeri 32:13, wo 40 Jahre für die Wanderschaft angegeben werden, muss die Eroberung des Landes unter Joshua im Jahr 1456 v. Chr. begonnen haben. Zuerst Thutmosis III Feldzüge, wo ganz Kanaan Ägypten gehörte, und dann Amonophis II Deportation der lokalen Bevölkerung. Noch erstaunlicher sind die Ergebnisse, wenn man beim Buch der Richter die Zeitperiode betrachtet, nämlich 1456 bis 1080 v. Chr., die fast genau gleichzeitig mit dem ägyptischen Reich in Asien zusammenfällt! Und trotzdem erwähnen unsere ägyptischen Quellen weder die Patriarchen, Israel in Ägypten, Joshua, noch seine Nachfolger, während die Bibel absolut nichts über das ägyptische Reich, das über das Land herrschte, sagt. Die Schreiber der Bibel waren sich tatsächlich der kolossalen Diskrepanz ganz und gar und völlig unbewusst, die ihre „Geschichte“ und „Chronologie“ ergibt.

Ein starkes konfessionelles Zugeständnis, dass hier ein Vorurteil gestärkt wird, wird jedoch kaum einem konservativen jüdischen oder christlichen Exegeten abgerungen werden können. Das würde bedeuten, dass die gesamten chronologischen Anordnungen verworfen werden müssen. Aktuelle Untersuchungen haben gezeigt, dass auch die moslemischen Gelehrten Gefangene ihres Glaubens sind. (A. Osman) Die Grundmuster des patriarchalischen Zeitalters, Abstieg und Aufenthalt, Exodus, Eroberung und Recht MÜSSEN im Wesentlichen korrekt sein – ist das nicht eine angemessene Annahme? Habt ihr eine bessere? Und dann werden zahlreiche ausgeklügelte Lösungen erfunden. Der am häufigsten verwendete Trick ist die Zeitspanne auf Generationen zu reduzieren: demnach müssen 480 Jahre wirklich 12 Generationen darstellen: aber 40 Jahre je Generation ist vielleicht zu lange, 20 Jahre läge eher beim Durchschnitt. Deshalb können wir die Jahreszahl durch zwei teilen und den Exodus um 1255 v. Chr. annehmen, statt um 1486, und – jetzt Luft anhalten! Das fällt geradeaus in die Regentschaft von Ramses II, und die Anspielung auf „Ra’amses“ in Exodus 1:11 passt hier ausgezeichnet! Ähnlich ist es mit den 430 Jahren in Ägypten. Die 430 sind einfach ein seltsames Äquivalent für ungefähr vier Generationen – wird das nicht in Genesis 15:16 bewiesen? Und so fällt der Abstieg in die Mitte des 14. Jahrhundert v. Chr., oder knapp zur Amarna Ära. Obgleich die Gargantua-Ära der Patriarchen in der Genesis, wie wir sie kennen, nicht fremd ist, sondern sie eigentlich darüber informiert, ist dies nichtsdestotrotz zu abgehoben, um es für eine Abschätzung in Generationen verwenden zu können; und so kann die „Ära der Patriarchen“ ins 15. und frühe 14. Jahrhundert v. Chr. gefallen sein, was mit den zu den Funden aus der Stadt Nuzi passen würde. Und wenn man immer noch von der „Angemessenheit“ beeindruckt ist, dass Joseph unter den Hyksos an die Macht kann, die ihn, als seine semitische Artverwandten, freundlich behandelt hatten (obwohl die Geschichte von Joseph eindeutig zwischen Joseph einerseits und dem Pharao und seinem Hof als Ägypter andererseits unterscheidet), was macht es dann noch aus, wenn wir die 430 Jahre nehmen und sie wörtlich nehmen? Joseph kam dann einfach um 1680 nach Ägypten, so wie die Hyksos an die Macht kamen!

 

"Solch eine grobe Behandlung der Fakten verlangt nach Fingerfertigkeit und Numerologie; und doch hat es die wackligen Grundmauern gebildet, auf deren Basis eine bedauernswerte Anzahl der „Geschichte“ Israels geschrieben wurde. Das Meiste ist durch eine irgendwie naive Akzeptanz von Quellen gekennzeichnet, die, wörtlich genommen, ihre Richtigkeit und ihre Verlässlichkeit schuldig bleiben. Als Ergebnis wurden alle Informationen auf ein allgemeines Maß reduziert, so dass alles und jedes zum Schrot vieler verschiedener Mühlen wurde. Forscher unternahmen ausgedehnte, substantielle Bemühungen in Fragen, deren Gültigkeit sie zuvor schon nicht beweisen konnten. Unter welcher Dynastie kam Joseph an die Macht? Wer war Pharao zur Zeit der Unterdrückung? Oder des Exodus? Können wir die Prinzessin identifizieren, die Moses aus dem Fluss geborgen hat? Wo verließen die Israeliten Ägypten? Über den Wadi Tumilat oder weiter nördlich? Man kann die Sinnlosigkeit solcher Fragen verstehen, wenn man ähnliche Fragen zu König Artus stellt, ohne zuvor den Text einer kritischen Untersuchung unterzogen zu haben. Wer waren die römischen Konsule, als Arthur das Schwert aus dem Stein gezogen hat? Wo wurde Merlin geboren? Kann man sich ernsthaft eine historische Diskussion vorstellen, ob nun Iarbas oder Äneas für den Selbstmord Didos verantwortlich war? Oder wo genau Remus über die Mauer gesprungen ist und was wirklich mit Romulus im Unwetter geschah, usw.? In all diesen imaginären Fällen gibt keine der Überlieferung eine befriedende Antwort. Die Fragen müssen in jedem Fall zuvor darauf überprüft werden, wie historisch sie wirklich sind. Und jeder Forscher, der irgendeinen Teil seiner Quellen einer kritischen Untersuchung ausnimmt, läuft Gefahr, einige, bzw. alle seiner Rückschlüsse zu entkräften."

„...Von weitaus größerer Wichtigkeit sind Fragen wie: Unter welchen Umständen und zu welchem Zweck bildeten sich die Traditionen der Stammväter Israels? Woher stammt die Geschichte über den Exodus, und wann entstand sie? Welcher Art und wie verlässlich sind unsere Beweise der vor-monarchischen Elemente des eisenzeitlichen „Israel“? Und während wir uns bemühen, die richtigen Fragen zu stellen, sollten wir weise sein und die Anwendung der „biblischen“ Eigenschaften auf „Geschichte“ und Archäologie“ ablehnen.“ Zu häufig hatte in diesem Zusammenhang das „biblische“ einschränkende Wirkungen auf die Wissenschaft, indem sie verlangte, die hebräische Kultur und Geschichte isoliert zu betrachten. Stattdessen wird eine Sicht des antiken Israel benötigt, die Israel in seinem wahren Kontext im nahen Osten wahrnimmt, eine, die Israels eigentliche Rolle weder beschönigt noch niedermacht. (Redford, Egypt, Canaan, and Israel in Ancient Times (Ägypten, Kanaan und Israel im Altertum), 1992, eigene Übersetzung)

Doch zurück zu unseren Luvischen/Luviten/Leviten. Durch Fundgegenstände und teilweise dechiffrierte Texte belegt, scheinen diese Luvischen eine eigenständige Priesterkaste gewesen zu sein, ähnlich der Brahmanen in Indien. Ihre „heiligen Texte“ wurden ausschließlich für Weiherituale und Inschriften an königlichen Gebäuden verwendet. In ihrem Gebiet befanden sich viele Schriftschulen, was anzeigt, dass die Luviten Hurrisch, Hethitisch und Akkadisch benutzten, um ihre Ideen zu verbreiten, während sie ihre antiken Hieroglyphen als private und geheime Schreibweise benutzten.

Die indischen Brahmanen, die Priesterkaste, machten Feueropfer zu einem der wichtigsten Aspekte ihrer Religion. Giuseppe Sormani schreibt, dass im frühen Sanskrit Yajurveda eine Sammlung von brahmanischen rituellen Gebetsformeln auf kurz nach dem Rig Veda datiert wird.

„Die Priester wiesen die Gesellschaft an; sie waren die Herren, sogar über die Götter, die sie an ihren Willen durch Rituale banden. Die priesterliche Macht der Brahmanen war bereits in diesem Veda evident.“ (zitiert von Stone, 1976)

Die eine Gruppierung, die Abseits des hebräischen Volkes stand, waren die Leviten. Hmm... das klingt verdächtig ähnlich wie Luviten, oder etwa nicht? Allerdings!

Nach dem Gesetz Jehovas/Jahwes waren die Leviten eine sehr exklusive Gruppe, die nur mit anderen Leviten verheiratet werden durften. Moses wird als Sohn levitischer Eltern beschrieben!

Nur Leviten waren als Priester Jahwes akzeptabel. Es war ihnen nicht nur verboten, aus ihrem Stamm herauszuheiraten, sie durften auch keine Frau ehelichen, die Witwe, geschieden oder keine Jungfrau mehr war. Die Leviten waren die einzigen Richter im Falle eines Streits; „Nach ihrem Spruch soll jeder Rechtsstreit und jeder Fall von Körperverletzung entschieden werden.“ (Deut. 21:6) Sie waren im Besitz der Fanfaren der Kongregation und nur ihnen war es erlaubt, sie zu benutzen. Sie hatten die militärische Befehlsmacht, waren aber von den unangenehmsten Arbeiten ausgenommen, wie z.B. ein Krieger zu sein oder den Müll rauszutragen. :-)

Die wichtigsten Rituale der Leviten waren Feueropfer. Die ersten zehn Kapitel von Levitikus beschäftigen sich ausnahmslos mit Feueropfern. Diese Opfer mussten zweimal täglich durchgeführt werden, wie auch am Sabbat und zu anderen besonderen Zeiten.

Das seltsame dabei ist, dass der Prophet Jeremias abstreitet, und das in der Bibel, dass dieses ganze „Tempelkult“ – Business jedweder Grundlage der alten Traditionen entbehrt! „So spricht der Herr der Heere, der Gott Israels: Häuft nur Brandopfer auf Schlachtopfer und esst Opferfleisch! Denn ich habe euren Vätern, als ich sie aus Ägypten herausführte, nichts gesagt und nichts befohlen, was Brandopfer und Schlachtopfer betrifft!“

Die Leviten besaßen das Recht, die Speisenopfer zu verzehren, die zum Zelt des Allgegenwärtigen gebracht wurden. Auf diese Weise dienten ihnen die anderen Israeliten mit Nahrung aller Art. Jahwe befahl noch weitere Geschenke an die Leviten, Silber, Gold und Grundstücke. Leviten, die ihre Häuser verkauft hatten, hatten das Recht auf Rückkauf, und wenn sie dabei nichts bezahlten, dann wurde ihnen das Anwesen nach sieben Jahren wieder überschrieben. Wenn jemand aus einem anderen Stamm sein Haus an einen Leviten verkaufte, dann hatte der Levit das alleinige Recht, den Preis zu bestimmen. Wenn er dann sein Haus wieder zurückkaufen wollte, dann musste er noch weitere zwanzig Prozent des Wertes bezahlen.

Wir lesen immer wieder von den Wohltaten, die den Leviten von Jahwe/Jehova zugesprochen wurden; Geschenke und „zugewiesene Anteile“, „Zehent“, Gewand und so weiter. Und all diese Gesetze, die von den Leviten geschrieben wurden, wurden dann in die Obhut und Obsorge der Leviten gelegt, die daraufhin die einzigen waren, die sie lesen, interpretieren und verändern konnten. Was für eine Abzocke!

Von den Leviten wird nun gesagt, dass sie von einem der zwölf Söhne Jakobs abstammen, von Levi. Wenn man die Genealogie zurückverfolgt, dann müsste Moses der Urenkel von Levi gewesen sein. Das stimmt natürlich nicht mit der Anzahl der Männer überein, die angeblich Ägypten verlassen haben. Die Leviten behaupten, dass unter ihnen 22.000 Männer waren – eine ziemliche Heldentat für einen Haufen Priester in nur drei Generationen! Da hatten sie ganz sicher nur sehr wenig Zeit für Feueropfer übrig!

Das weit wahrscheinlichere Szenario ist jenes, dass die Leviten dieses Erbe geschaffen haben, um ihre Beziehung zu den anderen Stämmen zu gerechtfertigen, die höchstwahrscheinlich einfach nur entrechtete Menschen verschiedenster Herkunft waren, die sich unter der Ägide ihres Gottes zusammengesammelt hatten. Das könnte erklären, warum Jakob, der angeblich der Vater von zwölf Stämmen war, Israel genannt wurde, und nicht Abraham, der im Allgemeinen als der erste Stammvater des Volkes angesehen wird. Ich denke, dass es bei diesen 12 Stämmen und 12 Söhnen noch mehr zu entdecken gibt, doch mehr dazu später.

Eine weitere seltsame Verbindung ist der Name der Leviten selbst. Der hebräische Name für die Leviten, Levi – und der Name Levi sind dasselbe Wort. Hier stellt Miss Stone eine ziemlich interessante Reihe von Verbindungen her, die noch an Bedeutung gewinnen werden. Sie zeigt auf, dass das Wort Lavo im lateinischen „in einem Fluss, der fließt, waschen“ bedeutet, während Lavit „gießen“ heißt. In der Sprache der Hethiter bedeutet lahhu ebenfalls gießen. Im Französischen haben wir laver, waschen, im Englischen lavish, überschütten und im Deutschen Lawine. Levo heißt auf Latein erheben, und wurde im Besonderen für den Sonnenaufgang verwendet. Auf Sanskrit heißt lauha „glühende Röte“, während lohla „Blitz“ bedeutet. Im Deutschen haben wir die Lohe, während auf Dänisch lue verbrennen bedeutet. In Englisch und Deutsch gibt es die Lava, im Französischen lave, die den glühenden geschmolzenen Gesteinsstrom benennt, der sich aus einem Vulkan ergießt – und das kann uns den Schlüssel für die Einheit beider Konzepte liefern: es ist hell und brennend, während es sich fast flüssig ergießt. Die Söhne des Lichts und des Feuers. Der Wettergott auf der Spitze des Berges, der von TIEF innerhalb der Erde kommt!

In Qumran, wo die ältesten bestehenden hebräischen Texte gefunden wurden, wurde auch eine Schriftrolle entdeckt, deren Inhalt für die Bibelgelehrten völlig neu war. Sie trug den Titel Schriftrolle des Krieges der Söhne des Lichts gegen die Söhne der Dunkelheit. Dieser Text bestand aus den Plänen über einen Kampf, der noch gefochten werden soll. Darin steht, dass die Leviten zur damaligen Zeit die Macht innehatten, und dass sie auch heute noch die Kontrolle haben könnten!

Der hebräische Name Yehudi, oder Juda, liegt dem Sanskrit-Wort für Krieger ziemlich nahe: Yuddha.

Wie Miss Stone aufzeigt, wenn diese Spekulationen, die von so vielen zufälligen Beweisen bestätigt werden, einer tieferen Untersuchung standhalten, wie gehen wir dann mit dem Konflikt der Arier gegen die Juden im 2.Weltkrieg um? Dies wird dann zu mehr als einer Tragödie, es wird zu einer völligen Ironie, dass das Monster des Monotheismus, das von den Juden geschaffen wurde, sich gegen sie selbst wendet um sie zu verschlingen. Andererseits war das vielleicht auch Absicht. Es sieht sogar danach aus, dass die Hebräer, als ethnische Gruppe, zur „Verwendung“ für die Mitglieder des Kontrollsystems geschaffen wurden. Und wir dürfen auch nicht vergessen, dass genau dieses Kontrollsystem hinter der Entwicklung der Kaballah und der vielen damit verbundenen okkulten/mystischen Praktiken zu stehen scheint. Wenn dem so ist, dass müssen wir die Frage nach dem Warum stellen?

Doch zuvor wollen wir noch etwas beobachten: Kurz vor und gleich nach dem 1. Weltkrieg, war Nasili als der wahre Name für die Sprache der Hethiter akzeptiert, und Nesa oder Nasa war die Bezeichnung für ihre erste Hauptstadt. Der ursprüngliche Name der hethitischen Eroberer könnte Nesier oder Nasier gewesen sein. Nuzi war die Hauptstadt des indoeuropäischen Reichs Mitanni. Und das zeigt eine weitere Verbindung zwischen den Hethitern und den Hebräern; die Verwendung des Wortes Nasi für Prinz, aus dem wir das Wort Nazarener ableiten. Wir können da gar nicht anders als zu bemerken, dass hier das Wort Nazi nahezu gleich ist.

Mit dem Wissen, dass die Verehrung der Göttin von den eindrängenden Indoeuropäern gewaltsam aufgehoben wurde, können wir besser die Übergänge und Umkehrungen verstehen, die in unsere Mythen und Legenden eingeflossen sind. Und wenn wir ein Verständnis darüber bekommen haben, WER und WAS dieser Jahwe/Jehova war, der zu Moses auf dem Gipfel der Berge Horeb und Sinai gesprochen hat, dann können wir die Erklärung entdecken, warum die patriarchalischen Gesetze und Gesinnungen der levitischen Priester auf die Zerstörung der Religion der Göttin aus waren.

Doch vergessen wir die obige Aussage nicht, dass der Beweis für eine andauernde Existenz eines inneren Kerns von Leviten, was den levitischen Priestern des Jerusalemer Tempels möglicherweise völlig unbekannt war, von der Schriftrolle des Krieges der Söhne des Lichts gegen die Söhne der Dunkelheit angedeutet wird.

Nun, diejenigen, die glauben, dass ich hier eine „jüdische Verschwörung“ propagiere, sollten NICHT EINMAL DARAN DENKEN! Wenn ihr noch nicht herausgefunden habt, dass die Unterschiede zwischen Juden und Ariern in den inneren Kreisen verschwinden, dann habt ihr nicht aufgepasst!

So wie ein dunkles Zeitalter die Zeitperiode verdunkelt hat, in der das alte Testament aufkam, in der das monotheistische Judentum mit Gewalt den Kanaanitern aufgedrängt wurde (und wir haben nur das alte Testament selbst, das dies bestätigt), so haben wir eine ähnliche Zeitperiode, die die Entwicklung und Verschlüsselung des neuen Testaments und die Auferlegung des monotheistischen Christentums auf die westliche Welt umhüllt.

Findet ihr das nicht seltsam?

Aus dieser Geschichte entstand, was heute als Kaballah bekannt ist.

Und so kommen wir in einem Kreis wieder zu den Aussagen über den 3-5 Code zurück:

Q: (L) Was ist der Ursprung der Kaballah?

A: Gechannelte Wahrheiten, die den frühen prä-mosaischen Juden mitgeteilt wurden, um eure Terminologie zu verwenden.

Q: (L) Als die jüdischen Exegeten die Lehren niederschrieben, war dies das erste Mal, dass es in geschriebener Form verfasst wurde?

A: Nein. Nicht einmal annähernd.

Q: (L) Liegt die heutige Form der Inhalte sehr nahe an den ursprünglichen Texten und kann man sich darauf verlassen?

A: Nein. Korrumpiert.

Wir haben nun wiederum den Gedanken, dass Funken von Wahrheit darin existieren, aber unsere heutige Form größtenteils vor so langer Zeit korrumpiert wurde, sodass man sehr sorgfältig vergleichen und analysieren muss; ganz besonders dann, bevor man irgendetwas davon im täglichen Leben anwendet! Bevor wir ins Detail gehen ein kleiner Hinweis für jene, die etwas zum nachgrübeln brauchen: Erinnert ihr euch an die 22 Buchstaben des hebräischen Alphabets? An die Buchstaben, die so besonders und magisch sein sollen?

Nun, das phönizische, oder westsemitische, Alphabet war der Ausgangspunkt aller späteren europäischen Alphabete, das gilt auch für das hebräische und arabische Alphabet. Die endgültige Version des phönizischen Alphabets befindet sich in den Inschriften auf dem Sarkophag König Ahirams von Byblos und wird auf das Jahr 1000 v. Chr. datiert.

Die hebräische Schrift wurde ungefähr zur selben Zeit wie die altgriechische Schrift formalisiert, die Zeichen hatten jedoch eine andere Form. Hebräisch wurde, und wird immer noch, von links nach rechts geschrieben. Der Buchstabe Resch, der dem phonetischen Wert „R“ entspricht, gleicht dem kleingeschriebenen „r“, wird jedoch andersrum geschrieben. SOWOHL das griechische ALS AUCH das hebräische Alphabet haben parallele esoterische Bedeutungen.

Was macht dann das Hebräische so mystisch und mysteriös? Nun, wir haben bereits den Sepher Jezirah, den „Eckpfeiler“ der Kaballah erwähnt, der diesen Glaubenssatz erläutert.

Im kaballistischen Judentum wird gesagt, dass Gott, Jehova, nicht transzendent ist, sondert einer höheren Form der Existenz untergeordnet ist, dem „Ain-Soph“. Ain-Soph existiert jenseits von Ursache und Wirkung, Sehnsucht, Sein und Nicht-Sein. Der „Gott der Schöpfung“ ist nur ein Bevollmächtigter des Ain-Soph. Die Schöpfung des Universums selbst kam direkt vom Ain-Soph über einen komplexen Prozess ins Sein, der durch die Wirkung der „Emanationen“ oder „Sephirot“ erreicht wird, die angeblich 10 sein sollen, so wie die Finger an beiden Händen. Die meisten kabbalistischen Bilder der Sephirot im Baum des Lebens stellen jedoch einen 11. Sephirot dar, wofür es verschiedenste Erklärungen gibt. Wenn wir nur einmal „den Lärm abstellen“ und uns solch ein Bild ansehen, dann sehen wir 11 Sephirot und 22 Buchstaben eines Alphabets, ein Vielfaches von 11. Wenn wir dann über die große Arkana im Tarot nachdenken, die sehr große Bezüge zur Kaballah haben soll, dann taucht die Zahl 22 wieder auf. Fügen wir beides mit der Tatsache zusammen, dass die Cassiopaeaner versuchten, uns auf eine nähere Betrachtung der Zahl 11 hinzuleiten, dann kommen wir zu ein paar i