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Teil 30
Der 3–5 Code: Die Reise von Jerusalem über die Pyrenäen nach Oak Island. |
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Esoterisches Glossar
Die Welle
Einleitung
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Nun ist es an der Zeit zu einer Reihe von wichtigen Hinweisen zurückzukehren, die von den Cassiopaeanern bezüglich dessen, was wir den „3–5 Code“ nennen, mitgeteilt wurde. Es ist solch eine komplizierte Geschichte, dass ich daran verzweifle, es so darzustellen, den Leser nicht damit zu verwirren, aber ich werde es versuchen. Ich bitte euch zu verstehen, dass bei diesem Thema so viele Fäden gleichzeitig zu verfolgen sind, dass ich die Themenblöcke bislang auseinander sortiert habe und sie nacheinander behandelt habe, obwohl vieles davon gleichzeitig, oder zumindest zeitlich überlappend stattgefunden hat. Und schlussendlich kommen wir jetzt zu ein paar wirklich lustigen Themen. Wie der Leser mittlerweile weiß, wurde der 3-5 Code zum ersten Mal am 11.11.1995 genannt. Es haben mich viele Leute auf die Eigenartigkeit dieser Doppel-11 angesprochen und ich hoffe euch nun ein paar Hinweise geben zu können, die dieses Rätsel helfen könnten zu lösen. Doch zuvor werden wir uns mit einigen parallelen Themen befassen, bevor wir uns dem Code richtig nähern werden und wir beginnen hier mit genau solch einem Parallelthema. Das ganze Problem begann ja wirklich mit der Sache um Jesus. Obwohl ich bereits mit der Tatsache vertraut war, dass das Beschwören „im Namen Jesu Christi“ kaum (wenn überhaupt) irgendwelche Auswirkungen in den Fällen hatte, bei denen ich mit Exorzismen (und ähnlichen Dingen) zu tun hatte ( und das war gelinde gesagt beunruhigend!), befand ich mich immer noch im Modus des üblichen fundamentalistischen New Age Glaubens, dass ein Bestimmen der Haltung oder der Lehren über Jesus, von jedem beliebigen Channel, hilfreich im Bestimmen der „Ausrichtung“ des jeweiligen Channels wäre und damit für die Zukunft einige Probleme ersparen könnte. Wie die meisten „New Age Veteranen“ maß ich immer alles an Edgar Cayce. Wir befragten also die Cassiopaeaner mit unseren „Fragen über Jesus“ als eine Art „Test“.
Auf der einen Seite sind die Aussagen der Cassiopaeaner darin „tröstlich“, weil es die „Verfügbarkeit“ einer bestimmten „Vorlage“ erklärte, die für viele Menschen sehr real zu sein scheint, während es gleichzeitig die Verantwortung für die Seelenentwicklung, oder den freien Willen, dem Individuum zurückgibt.; andererseits sagen sie aber auch eindeutig, dass KEINE KREUZIGUNG stattgefunden hat, auf der die „Erlösung durch Gnade“ beruht! War Jesus gekreuzigt worden? Nun, deshalb glauben Millionen von Menschen, dass sie „gerettet“ sind. Es ist also eine ziemlich wichtige Angelegenheit. Die Sache ist die, dass die „Früchte“ dieser Doktrin dazu tendieren, eine „ausschließende“ Denkweise, Wir gegen Sie, zu demonstrieren, was uns wieder zum freien Willen zurückbringt – entscheiden wir, weil die Wahl gewichtet, oder die EINZIG „gute“ Entscheidung ist, oder besitzen wir überhaupt FREIEN Willen? Wie bereits angemerkt kommt jeder Gedanke, „der nur einen einzigen Weg zur Errettung der Menschheit“ anbietet, der Spiritualität der Nazis gleich. Nichtsdestotrotz scheint die Erklärung anzudeuten, dass sicherlich EIN bemerkenswertes Ereignis stattgefunden hatte, das von einer Periode mysteriöser Initiationen gefolgt war und das später als die Geschichte der Kreuzigung „mystifiziert“ wurde, die voll auf der Linie der „leidenden Retter“ Religionen lag. Ich wusste nicht was ich davon halten sollte. Kurz darauf stieß ich in Manly Halls umfangreicher Übersicht The Secret Teachings of All Ages (Die geheimen Lehren aller Zeiten; nicht auf Deutsch erhältlich) auf folgende Textstelle:
Nun ist offenbar dieses „Evangelium“, auf das sich Irenäus als Beweis bezieht, dass Jesus nicht gelitten hat und nicht gestorben ist, verschwunden! Der Theologe Godfrey Higgins merkt jedoch bei einem Kommentar über eine vorangehende Textstelle von Irenäus an, dass sich dieses Evangelium glücklicherweise nicht mehr in den Händen jener Zerstörer befindet, die versuchten den Inhalt des Evangeliums durch das Entfernen aller diesbezüglichen Textstellen abzuändern. Er bemerkt auch, dass der Lehrsatz über die Kreuzigung eine vexata questio (quälende Frage) unter den Christen, auch im zweiten Jahrhundert, war.
Neben den Dingen, die die Cassiopaeaner über Jesus gesagt hatten, haben wir hier eines der Mysterien, die Zahl 33, die in der Bibel auftaucht. Doch das ist nur das erste von vielen. Wir lesen weiter in Manly Halls The Secret Teachings of All Ages:
Ich habe irgendwann einmal gelesen, dass alle Manuskripte der verschiedenen Bücher der Bibel, die unter der Schirmherrschaft von King James übersetzt worden waren, in die Obhut von Sir Francis Bacon von den vielen an diesem Projekt involvierten Übersetzern übergeben worden waren. Offenbar war er ein Jahr in ihrem Besitz, aber es bestehen keine Berichte darüber, was er mit den Manuskripten angestellt hatte. Es wurde vermutet, dass die Tatsache, dass Jesus nach seinem 30. Lebensjahr, als er ein Jahr lang predigte, und zum Zeitpunkt seiner Kreuzigung am Ende dieses einen Jahres, plötzlich 33 Jahre alt war, eine „Unterschrift“ Lord Bacons war. Doch es wäre sicherlich sehr interessant, ein Original der King James Bibel zu besitzen, um sie genau nach möglichen codierten Informationen durchzugehen! Später stieß ich auf die Annahme, dass die „codierte Unterschrift“ Lord Bacons im neuen Testament ein Beweis dafür sei, dass bei der Entstehung des Mythos um Jesus eine Verschwörung der Freimaurer beteiligt war. Man nimmt auch an, dass Bacon ein Mitglied der Rosenkreuzer war und auch, dass er „den Tod des Philosophen“ gestorben ist. Das heißt, dass er sozusagen das „große Werk“ der Alchemie erreicht hatte, das seinen erfolgreichen Studenten das Geschenk der Unsterblichkeit beschert und dass an seiner statt eine Kiste voll mit Steinen oder ein Baumstamm begraben wurde. Vermutlich hinterlassen solche Menschen, die ihren „Tod“ solcherart „vortäuschen“ irgendwelche Hinweise darauf, was wirklich geschehen ist. Der Hinweis, dass Lord Bacon das große Werk erreicht hatte, lag in der Tatsache, dass er daran gestorben ist, als er einen verdorbenen Hahn verzehrt hatte – der Hahn ist ein antikes Symbol der Alchemie. Nach dem „Begräbnis“ nimmt der neue Meisteralchimist, der nun übernatürliche Kräfte besitzt, seinen Platz in der Reihe derjenigen ein, die bereits in diesen „neuen Seinszustand aufgestiegen“ sind und kann deshalb jenen auf seinen Wunsch hin erscheinen und verschwinden, die bereit sind, tiefere Anweisungen zu erhalten und sich in ihrer Arbeit, ihrem Willen und ihrer Absicht dafür wert erwiesen haben. All das interessierte mich sehr und ich las die Bücher über Alchemie zweimal, las Theorien über die angeblichen Codes, die in der Arbeit von Shakespeare einkodiert sein mögen, von dem behauptet wird, er sei ein Pseudonym für entweder Lord Bacon selbst oder für eine Gruppe intriganter Alchimisten gewesen, deren Aufgabe es war, ihre Geheimnisse für die folgenden Generationen zu bewahren, damit sie diese decodieren könnte. Ich las viele Bücher über das Für und Wider von freimaurerischen Verschwörungstheorien, die Welt zu übernehmen und wie die Zahl 33 wiederholt aufscheint, wann immer sie einen Beitrag zu etwas beisteuern. Es wurde sogar vermutet, dass auch der Tod von JFK zum Plan der Freimaurer, die Welt zu beherrschen, gehörte – oder zumindest sie von hinter den Kulissen zu kontrollieren. Überall wo ich hinkam behaupteten die Menschen die wildesten Theorien und Vermutungen über die immer wieder präsente Zahl 33. Gegenwärtig gibt es die Behauptungen der Anhänger von David Icke, dass der Tod von Prinzessin Diana ein „Freimaurer-Opfer“ war und dass alle Angehörigen des europäischen Adels geheime Freimaurer seien, Reptilienwesen, die ihre Form verändern können und einen blutigen Appetit haben. In der Zwischenzeit bauen die Freimaurer und Shriners Kinderspitale und vollbringen im Allgemeinen gute Taten. Es gibt wenige Menschen, die in ihrer Familie nicht einen oder zwei Freimaurer im Stammbaum haben. Nun, durch die Konfusion, die durch diese vielen „Beweise“ in allen Richtungen entsteht, war es schwierig alles auszusortieren und festzustellen, „wer zuerst da war“! Vorher war ich nicht bereit zu akzeptieren, dass die Freimaurer der böseste Haufen Menschen auf diesem Planeten wären, die es auf die Freiheit eines jeden angesehen hätten. Ich würde mit einem Bericht oder einem Buch daherkommen, das mit genauso viel „Beweisen“ das Gegenteil behaupten würde. Irgendwann bei dieser Suche stolperte ich über ein Pamphlet, in dem behauptet wurde, dass das neue Testament von einer „reichen und mächtigen aristokratischen römischen Familie, den Calpunius Pisos“, geschrieben wurde, und dass alle Bücher des neuen Testamentes zwischen 70 und 140 n. Chr. entstanden sind. In dem Pamphlet wurde behauptet, dass es einen „inneren Kreis“ jener gab, die dies wussten und dass auch „Boccaccio, Bacon/Shakespeare, Cervantes, Rabelais, Tolstoi, Milton, Spenser, Tennyon, Thackeray, Kipling, Stevenson, Poe, Oleson, Browning, Noyes, Lewis Carroll, A. Conan Doyle, Verne, Baum, Tolkien und so weiter“ angehörten. Ich muss zugeben, dass die Beweisführung in dem Pamphlet zwingend war! In dem Pamphlet wurde gezeigt, dass die Zahl 22 der Code für „Christos“ und die Zahl 19 der „Code“ für „Piso“ war. Die Zahl 24 war, nach dieser Interpretation, der Code für „Jesus“. Wer immer diese Leute waren, sie sahen in allem codierte Botschaften, von Inseraten für Dampfschiffe bis hin zu Dick Tracy Cartoons! Ungefähr zu dieser Zeit kaufte ein Freund ein gebrauchtes Buch bei einem Flohmarkstand und, indem er um meine Interessen an allem, was es über antike Mysterien gab, besonders über die Sintflut und Noah, wusste, brachte er mir dieses Buch vorbei. Es hieß „Noahs Weg zum Amazonas - Von den Überlebenden der Sintflut zu den Gottkönigen unserer Welt“ von Gert von Haßler. Man würde nicht erwarten, in solch einem Buch etwas über Jesus zu finden, oder? Wir sollten uns jedoch an den bekannten Ausspruch von Jesus erinnern, dass das „Ende der Zeiten“ so sein würde wie „zu Zeiten Noahs“, zumindest habe ich das so in Erinnerung. Während ich in dem Buch las kam ich zur folgenden Stelle, und am Ende sind mir die Haare zu Berge gestanden:
Wenn man nun bedenkt, dass ich zu dem Zeitpunkt gerade am Nachsinnen war, ob nun die Alchimisten wirklich dazu fähig waren, das „große Werk“ und „Unsterblichkeit“ zu erreichten, dann stellte sich mir dabei nicht die Frage, ob das nun der Name eines urzeitlichen göttlichen Herrschers war oder nicht, sondern ob uns die Cassiopaeaner den Namen einer immer noch existierende Sekte gegeben haben, deren Mitglieder tausende Jahre alt sein könnten – und sagten sie uns, indem sie uns diesen Namen gaben, dass der wirkliche, biologische Vater von Jesus solch ein Unsterblicher war? Die Auswirkungen wären äußerst interessant, wenn man Jesus „Abstammungslinie“ besieht. Wohin wird uns das letztendlich führen? Wer und was war dieser Tonatha, der einen der ältesten Namen Gottes trägt? Das Interessante an dieser speziellen Aussage der Cassiopaeaner ist, dass sie uns den Namen zu einem Zeitpunkt genannt hatten, an dem wir zuvor noch nie davon gehört hatten und später erst die Verbindung zu einer Information, die aus vorgeschichtlicher Zeit stammt, hergestellt wurde. Natürlich war diese Information bekannt, bevor wir davon gehört hatten, (sonst hätte von Haßler nicht darüber schreiben können), doch wir hatten überhaupt keine Ahnung davon. Beweist das, dass die Cassiopaeaner wirklich die sind, die sie behaupten zu sein? Nein. Aber zumindest beweist es eine „Verbindung“ zu EINER Quelle, und wenn es nur das universelle Bewusstsein oder die „Akasha-Chronik“ ist. In der Zwischenzeit erhielten wir weitere Hinweise, die in eine andere Richtung führten, was zu Verbindungen und Rückschlüsse schräger Art führt, deshalb stoppen wir hier für einen Augenblick und wenden uns einem anderen Thema zu. (Ich habe euch gewarnt, es wird kompliziert!) Zum ersten Mal hatte ich etwas über Oak Island gehört, als ich noch ein Kind war. Mein Großvater hatte verschiedene Magazine abonniert, und in einem Magazin (ich glaube es hieß „Argosy“) stand ein Bericht über das „Oak Island Mystery“. Ich war von dieser Sache völlig fasziniert und musste Jahre lang immer wieder daran denken. Nachdem die Cassiopaeaner die zuvor beschriebenen Aussagen getätigt hatten, fühlte ich mich wie ein Kind in einem Bonbonladen. Es machte richtig Spaß, mich durch all die Bücher durchzukämmen und eine Frage nach der anderen über die Mysterien unserer Welt zu stellen. Auf eine Weise war es eine Art „Test“ für die Cassiopaeaner, damit wir sehen konnten, WAS sie über all Mysterien zu sagen hatten, und ich gab nicht besonders viel auf ihre Aussagen, da viele davon gar nicht überprüfbar sind. In Bezug auf die „Mysterien“ ist eine Erklärung so gut wie die Nächste. Eigentlich wollte ich nur VIEL Material sammeln, das ich später analysieren wollte, also sprang ich von einem Thema zum nächsten, und das schnell und planlos. Mir war noch nicht bewusst, welche Kopfschmerzen ich mir damit beim späteren Bearbeiten bereitete. Und ich hatte noch viel weniger Ahnung, welche Auswirkungen die Cassiopaeaner in meinem Leben haben sollten! Wir haben die ersten sechs Sitzungen nicht einmal aufgezeichnet, weil wir nicht glaubten, dass es wichtig wäre! Bevor wir uns mit den Aussagen der Cassiopaeaner über Oak Island beschäftigen, ist eine kleine Zusammenfassung dessen, was darüber bekannt ist, sinnvoll. Oak Island liegt an der Küste Neuschottlands. Man nimmt an, dass der Name der Insel von den vielen Eichen (Oak) herrührt, die früher dieses kleine Stückchen Land übersäten. Die Insel wird von ein paar Menschen bewohnt und neuerdings gibt es einen Damm, der aus der Insel eine Halbinsel macht. Wie bei anderen „Legenden“ gibt es viele apokalyptische Versionen der „Entdeckung“ von Oak Island. Eine Version besagt, dass im Jahre 1795 ein paar junge Burschen auf die Insel gerudert sind um sie zu erforschen. Das gehörte zu einem „Abenteuerspiel“ oder einer absichtlichen Herausforderung. Das „Rätsel“ der Insel gefiel ihnen. Die ansässigen Indianer behaupteten, dass es dort spukte, weil oft seltsame Lichter gesehen wurden. Sie kannten solche Geschichten, die immer weiter erzählt wurden, und wahrscheinlich glaubten sie, dass es auf der Insel gefährlich sei. Eine Frau aus Chester, deren Mutter eine der ersten Siedler auf der Insel war, berichtete, dass einmal, als gerade diese Lichter und Feuer beobachtet werden konnten, die komplette Besatzung eines Schiffes, die der Sache auf den Grund gehen wollte, spurlos verschwunden ist. In jeder Version dieser Geschichte hatten die drei Burschen dieselben Namen: Daniel McGinnis, John Smith und Anthony Vaughn. Was die drei Jungen „entdeckten“, ist jedoch unterschiedlich. Sie fanden eine große Eiche, auf der entweder ein „großer Flaschenzug, wie er früher auf Schiffen verwendet wurde“, befestigt war, der von einem überhängendem Ast herabhing, oder „Schleifbrandmale“ auf einem Ast, die aussahen, als ob hier schwere Lasten mit einem Seil hochgehoben wurden. Details über die Vegetation besagen, dass sie entweder abgerodet worden war, oder dass um den Baum herum in jeder Version der Geschichte verschiedene Arten von frischen Pflanzen sprossen. Die Burschen dachten offenbar, dass sie einen Ort gefunden hatten, an dem Piraten einen Schatz vergraben hatten, also holten sie Schaufeln und Werkzeuge, um was immer hier vergraben lag zu heben. Sie gruben ein rundes Loch mit über drei Metern Durchmesser und fanden, nach den alten Geschichten, seltsame Dinge – verschiedenste Absperrungen in unterschiedlichen Tiefen: bei 1,5 Metern Tiefe Steinplatten; bei drei Metern eine Plattform aus solider Eiche, bei sechs Metern noch eine und bei 9 Metern Tiefe wieder eine Eichenplatte. Offenbar konnten die drei Jungs nicht so tief graben. Sie baten nach ihren ersten Funden ein paar ortsansässige Männer um Hilfe. Doch alles war umsonst, denn plötzlich füllte sich das Loch mit Wasser, und das genau zu dem Zeitpunkt, an dem sie dachten, sie hätten den Schatz gefunden. Neun Jahre vergingen. Im Jahre 1804 gründete Simeon Lynds einen „Verband der Schatzsucher“ und begann wieder zu graben. Bei 12 Metern Tiefe fanden sie eine weitere Eichenplattform, danach eine Schicht aus Holzkohle. In der Tiefe von 16 Metern fanden sie wieder eine Eichenplatte, die mit Kokosnussfasern versiegelt war. Bei 19, 22 und 25 Metern – Eichenplatten; bei 30 Metern Tiefe fanden sie angeblich einen flachen Stein, der 100 x 30 cm groß war. Von dem Stein wird gesagt, dass er normalerweise nicht in dieser Gegend vorkommt und „seltsame Markierungen“ eingraviert hatte. Die Geschichte um den Stein ist recht verwirrend. Man sagt, dass er zuerst einige Jahre als Feuerstelle verwendet wurde. Später wurde er dann „wiederhergestellt“ um damit Geld für weitere Grabungen zu verdienen. Ein Sprachforscher behauptete den „Code geknackt“ zu haben. Er meinte, dass die Markierungen bedeuten: „in 3 Metern liegen 2 Millionen Pfund“. Irgendjemand, der den Stein am Anfang dieses Jahrhundert gesehen hatte, erinnerte sich, dass da keine „seltsamen Zeichen“ auf dem Stein waren. Sie waren scheinbar verschwunden. Bei 33 Metern floss Wasser in das Loch, das offenbar über eine Reihe von Steinrinnen, die mit Kokosfasern abgedichtet waren und wie „Dochte“ fungierten, eingeleitet wurde. Im Jahre 1849 wurde ein neuer Schatzsucherverein gegründet, der 5 Löcher bohrte. Man fand heraus, dass in 33 Metern Tiefe eine 12 cm dicke Fichtenplatte lag. Dann war ein 30 cm dicker Hohlraum, daraufhin 10 cm Eiche. Eine weitere 60 cm tiefe Bohrung brachte Metallteile zum Vorschein. Man fand auch 3 Metallglieder einer Kette. Nach diesem Fund, der die Schatzsucher sehr erregt hatte, da die Kettenglieder angeblich aus Gold waren und „antik“ aussahen (obwohl ich bislang keinen Bericht darüber von jemandem finden konnte, der sie wirklich GESEHEN hatte – es gibt also nur Überlieferungen), bohrten die Schatzsucher weiter und fanden 20 cm Eiche, 55 cm Metall, 10 cm Eiche, 15 cm Fichte und dann 13 cm Ton und sonst nichts. Es gibt auch Berichte darüber, dass eines Tages ein gewisser James Pitbaldo, etwas bei der Bohrung gefunden und es eingesteckt hatte, aber es gibt keine Hinweise darauf, ob das wirklich so war und wenn, was er eingesteckt hatte. 1859 wurde ein weiterer Versuch unternommen, und zwar nachdem die Leitungen entdeckt worden waren, die die Grube immer wieder mit Wasser füllten. Die Entdeckung dieser Röhren überzeugte diesen Idiotenhaufen, dass hier ein unglaublicher Schatz vergraben sein musste. Sie dachten, dass es nicht möglich sei, dass irgendjemand solche Mühen unternehmen würde, nur um einen ganz normalen Schatz zu verstecken! Natürlich wäre der logischere Schluss gewesen zu denken, dass es gar nicht zum Ausgraben bestimmt war und deshalb gar KEIN Schatz sein konnte! Aber 1865 versuchte man es wiederum. Diese Partie grub rund um das eigentliche Loch und baute Dämme gegen das Wasser und so fort. Vergeblich. 1894 sprengte eine neue Schatzsucherpartie die Flutröhren! Sie senkten ein Rohr in das Loch ab und befestigten es bei 38 Metern mit Eisen. Sie bohrten danach weiter und trafen bei 46 Metern auf ZEMENT! Nach weiteren 5 Zentimetern kamen sie zu einer 12 cm dicken Schicht aus Eiche, dann zu „großen Metallstücken“, daraufhin zu „beweglichem Metall“ und dann wieder zu noch mehr „großen Metallstücken“. Das klingt für mich alles so, als ob hier eine riesige Maschine vergraben liegt, die sie mit ihren Bohrern ruinierten! Es gab weitere Versuche im Jahre 1938 und 1963, wo ein 25 Meter breites und 40 Meter tiefes Loch gegraben wurde. Nichts. In den 90er Jahren filmte eine Unterwasserkamera etwas, was wie drei Kisten und eine abgetrennte Hand aussah. Taucher stiegen bis 70 Meter hinab, doch sie fanden nichts. Hier stellt sich die berechtigte Frage: Was macht eine abgetrennte Hand da unten? Die Körper aller bei der 200jährigen Suche verunglückten Schatzsucher wurden komplett geborgen. Auf alle Fälle war der Film schlecht belichtet und ergab kein vernünftiges Ergebnis. Was man als „Kiste“ glaubte, könnte auch ein Stück Holz gewesen sein. Nun, mir drängt sich hier die logische Frage auf: Warum sollte jemand, der einen „Schatz“ vergräbt, solche Dinge wie einen „markierten Stein“, Mulden im Boden, Spuren auf einem Baum und andere Anzeichen hinterlassen, die auf einen versteckten Schatz hindeuten könnten? Das ergibt nicht sehr viel Sinn, oder? Diese ganzen Geschichten, Legenden, Vermutungen und Überzeugungen, dieses „Wunschdenken“ wurde von den Schatzsucher geschaffen, weil sie einen Plan hatten: den Plan, Geld zu bekommen damit sie graben konnten um zu noch mehr Geld zu kommen! Dann gibt es die Leute, die dieses Mysterium mit den Legenden über den heiligen Gral in Verbindung brachten, der Bundeslade usw. Man hat keine Artefakte gefunden, die irgendeine dieser Geschichten zuverlässig bestätigen konnten und die Sache selbst ist durch die Gier so verzerrt worden, dass kein Archäologe mit Selbstachtung jemals auch nur davon träumen könnte, dieses ganze Chaos aufzulösen! Trotz aller Bücher, Berichte und vermeintlichen Forschungen liegt ein dunkler Schatten aus Gier und geizigem Verstecken der Fakten über der Sache. Wir können uns alles wünschen was wir wollen, doch das macht eine Geschichte nicht wahr – nur weil sie so erzählt wird. Und das ist der Knackpunkt. Wo es Rauch gibt, gibt es wahrscheinlich auch Feuer, wenn auch nur ein kleines! Und im Falle von Oak Island bestehen berechtigte Fragen, die eine Antwort verlangen. Ist die Anlage von Menschen gebaut worden? Und wenn, wer hätte die Fähigkeiten gehabt, solch eine Anlage in den Boden zu setzen? War es ein Aufbewahrungsort? Und wenn, WAS wurde darin aufbewahrt? Wenn es nicht dafür gebaut war, etwas darin aufzubewahren, welche andere Erklärung kann für die ursprüngliche Veränderung des Ortes gefunden werden? Wie ist es möglich, nach so langer Zeit, die Lügen und Verwirrungen auszusortieren? Wie erklären wir uns die Schleifbrandspuren auf dem Baum und die Kanonenkugel, die Berichten zufolge bei der ersten Grabung gefunden worden war? Ist das ein Beweis für Piraten und einen Schatz? Oder für ein Munitionsdepot? Und wenn es das war, warum vergräbt man die Sachen dann so extrem, dass man sie unmöglich schnell wieder zur Verfügung hatte? Das ergibt keinen Sinn. Und wenn es nur ein Scherz von ein paar jungen Burschen war, dann war es sicher einer der ausgeklügeltsten und langlebigsten Streiche der Geschichte! Wir stehen vor einem großen Rätsel, das zweihundert Jahre den Muskeln und Gehirnen getrotzt hat! Nun, nachdem bereits lang und breit über dieses Thema berichtet worden ist, ungeachtete dessen, dass das Rätsel nie konkret und nachvollziehbar gelöst wurde, was kann ich dem noch hinzufügen, ohne es weiter zu verwirren? Als wir das erste Mal mit den Cassiopaeaner über das Rätsel von Oak Island sprachen, war es eigentlich nur eine nachträgliche Frage, die wir stellten. Ich hatte gerade einen Bericht in einem alten Magazin, Fate, gelesen, der wie folgt lautete:
Der Autor, Antonin T. Horak, beschrieb eine Höhlenexpedition eines Mitglieds der tschechischen Widerstandsbewegung während des zweiten Weltkriegs im Oktober 1944. Er behauptet, dass sein Bericht von tschechischen Freunden im Jahre 1965 bestätigt worden war. Diese Geschichte erschien erstmals 1965 in einer Ausgabe der nationalen Höhlenforschungsgesellschaft, als Versuch andere Höhlenforscher für eine weitere Expetition zu interessieren. Der Anführer der slowakischen Widerstandbewegung, der diese Geschichte für das Magazin erzählte, wurde offenbar, gemeinsam mit einem verwundeten Kameraden, von einem Bauern in der Nähe der Dörfer Plavince und Lubocna (49,2 Nord; 20,7 Ost) versteckt. Der Bauer hieß Slavek.
Man kann sich vorstellen, dass unser Anführer nun sehr neugierig war und entschied, diese Höhle zu erforschen, die einen ungebildeten Bauern/Schafhirten so abergläubisch machte.
Er blieb jedoch stecken und musste sich wieder befreien. Er gab auf und ging zu seinem Kameraden zurück. Am 24. Oktober 1944 (die Angaben sind aus einer Zeitung) versuchte er es noch einmal. Er zog sich völlig aus, schmierte seinen Körper mit Schafsfett ein und schaffte es nach einigen Schwierigkeiten in den Turm hinein zu gelangen. Er befand sich in einem geschwungenen, schwarzen Schacht. Er hatte viel Licht – Fackeln, Laternen – mitgenommen und sagte, dass es nicht ausreichte, um bis an die Decke zu leuchten. Er kroch wieder heraus. Am nächsten Tag schälte er sich wieder, mit Schafsfett eingeölt, in den Schacht. Dieses Mal feuerte er mit seinem Gewehr Schüsse in die Luft ab. Die Akustik war so gut, dass es ihm fast das Trommelfell zerriss, aber er hörte keinen Einschuss. Dann schoss er gegen die Wände über ihm und bemerkte blaugrüne Funken und kleine Flämmchen. Er begann am Boden zu graben und fand fossile Tierzähne. Am 26. Oktober kam er wieder, diesmal mit einem Stab, um die Laterne höher zu hängen, doch die Decke war immer noch nicht sichtbar. An diesem Punkt stirbt sein Kamerad und er konnte wieder zu seiner Einheit zurück. Ich war natürlich neugierig, was ein offenbar künstlicher Schacht aus unbekanntem Material in einem Berg zu tun haben könnte, der schon so lange dort war, dass er von Stalagmiten und Stalaktiten überwachsen war! Also fragte ich:
Nun, das beantwortete meine Frage! Es kann natürlich nicht verifiziert werden, aber das Wort „begraben“ löste in mir einen Gedanken an Oak Island aus. Also warum nicht das ganze Problem auf einmal anpacken? Mir war nicht bewusst, dass ich eine Dose mit Würmern öffnen würde!
Wie ihr sehen könnt, war es spät und wir waren schon ein bisschen dämlich. Wir wussten noch nicht, dass diese Sache sehr ernst werden würde! Ich las ein paar Monate später über den Text und entschied, noch ein wenig mehr darüber zu fragen. Die Cassiopaeaner hatten bereits über die transdimensionale atomare Remolekularisation (TDARM) berichtet, als Modus zu Zeitreisen und auch als die Technologie, die verwendet wird, um zwischen Dichten und Dimensionen zu reisen. Sie hatten erwähnt, dass „Remolekularisation“ der Modus der Sammlung der dreidichtigen Materie aus der 4. Dichte und höherer „Gedanken“ ist, die über die Auswirkungen von Supernovae umgewandelt werden, also vermutete ich, dass auch auf Oak Island ein TDARM vergraben liegt:
Wir waren hier also zum ersten Mal mit Fragen konfrontiert, die wir uns alleine beantworten mussten. Mit der Zeit habe ich heraus gefunden, dass diese Art von Fragen – die wir selbst lösen müssen – scheinbar eine besondere Wichtigkeit besitzen, die mit unserer „vorbestimmten“ Mission, ein paar große Geheimnisse zu lüften, zu tun haben oder damit verbunden sind. Das ist nur meine eigene Vermutung und kann auch falsch sein. Ich beschäftigte mich also noch mehr mit Oak Island, um zu sehen, ob die Aussagen der Cassiopaeaner sich irgendwie bestätigen könnten. Je mehr ich aus verschiedenen Richtungen darüber las, desto konfuser wurde ich. Lügen, Manipulationen, Verzerrung der Informationen und Fakten und unglaubliche Gier von allen Seiten waren zu finden. Es scheint, dass sich jeder, der mit dieser Sache zu tun hatte, SICHER war, dass da Tonnen von Geld vergraben lagen und dass sie alles unternehmen würden, um die ersten zu sein, die diesen Schatz heben würden. Das Ergebnis war ein totales CHAOS. Ich würde aus dieser Oak Island Geschichte NIEMALS schlau werden!
Nun, ich muss zugeben, dass ich keine Ahnung hatte... Ich konnte mich an keine „Sekte“ erinnern, die ab 1500 in Nordamerika herumgezogen ist und diese „bewusste Kommunikation“ mit höheren Kräften gehabt haben könnte.
Neben der Tatsache, dass ich eine dämliche Frage gestellt habe, da sie uns ja bereits mitgeteilt hatten, dass die Reptoiden sie erbaut und an ihre Plätze positioniert haben, denke ich, dass ihr aus unseren Versuchen zu lernen zu beginnen – WIRKLICH nachzudenken – seht, dass es ein echter Kampf war. Das Loswerden von Vermutungen und das Zulassen des Flusses des kreativen Denkprozesses war viel ARBEIT. Aber nicht halb soviel Arbeit, wie hier vor mir nur ein paar Hinweise liegen zu haben. Letztendlich hatten wir als Hinweise nur „Sekte“, „Akadien“, „Alchemie“ und das 16. Jahrhundert, mit denen wir weiterforschen konnten. Also schlug ich die Bücher wieder auf. Ich realisierte, dass die leicht verfügbaren Quellen nicht in die Richtung führen würden, die ich einschlagen wollte, also suchte ich nach Links über Alchemie, und dort nach weiterführenden Links. Ich erstellte Namenslisten, Datumslisten und Listen von obskuren Verweisen und begann ihnen nachzugehen. Das war ein RIESENBERG Material. Ich fand eigenartige alchimistische Texte, die voll von seltsamen codierten Botschaften und schrägen Bildern waren, die jenen, welche die Einsicht hatten es zu verstehen, etwas „enthüllen“ sollten. Ich verstand offensichtlich gar nichts und kämpfte mich jeden Tag weiter, um irgendeine Bedeutung aus diesen verrückten Beschreibungen von Erfahrungen mit sexuellen Andeutungen herzuleiten, von denen die meisten am Anfang behaupteten, dass sie die Wahrheit schlechthin enthielten! Heutzutage verhöhnt unsere materialistische Wissenschaft die Alchimisten als irregeleitete Mystiker, die dem Traum hinterherliefen, eine Substanz zu entdecken, die Metall in Gold verwandeln kann. Es wird zwar zugegeben, dass dadurch doch auch Forschritte in wissenschaftlichen Entdeckungen gemacht wurden, aber das Ziel der Alchimisten wird als Hirngespinst beiseite geschoben. Trotzdem gibt es dabei ein paar interessante Geschichten, von denen manche so kurios sind, dass der Verstand die daraus folgenden Auswirkungen in keinster Weise kapieren kann, und so werden sie sofort als zu fantastisch von einer ernsthaften Betrachtung ausgeschlossen. Ich möchte euch mit ein paar von ihnen bekannt machen, damit diejenigen, die nicht mit dieser Literatur vertraut sind, für ihre eigenen weiteren Nachforschungen genügend Interesse entwickeln können. Doch zuerst kurz etwas über den „Stein der Weisen“. Er ist das Ziel des Alchimisten; eine Fabelsubstanz, die nicht nur Metall in Gold verwandeln kann, sondern auch jede Krankheit heilen und jedes Leiden aus dem Leben eines Menschen fernhalten kann, sie kann das Leben verlängern, wenn nicht überhaupt Unsterblichkeit auf den Körper übertragen. Zumindest wird es so beschrieben. Das kann eine „Coverstory“ sein oder nicht. Dies könnte wirklich eine Beschreibung des Zustandes der Existenz in der 4. Dichte sein. Man glaubt, dass man durch einen langen Prozess der Reinigung in die Lage kommt, aus den verschiedenen Mineralen das „natürliche Prinzip“ zu extrahieren, das angeblich dafür Verantwortlich ist, dass Gold in der Erde entsteht. In einem anonymen alchimistischen Text aus dem 17. Jahrhundert, dem Wasserstein der Weisen, wird dieser Vorgang so beschrieben:
Solche und ähnliche schräg und verrückt klingende Texte bilden den Hauptteil der alchimistischen Literatur. Aber wir müssen eines bedenken: Diese Texte wurden in CODES geschrieben! Ich hielt durch und las viele solche Texte und suchte darinnen nach Hinweisen, und auch in den Lebensgeschichten der Alchimisten selbst. Beim Lesen der Anekdoten über die sogenannten Alchimisten wurde ich davon überzeugt, dass hier wirklich etwas Mysteriöses vor sich ging. Zum Beispiel: Im Jahre 1666 schrieb Johann Friedrich Schweitzer, Physiker des Prinzen von Orange, dass er von einem Fremden besucht worden war, der „von mittelmäßiger Statur war, ein kleines, langes Gesicht mit ein paar kleinen Pockennarben, schwarze glatte Haare und ein bartloses Kinn hatte, ungefähr vierzig Jahre alt war und aus Nordholland kam.“ Bevor ich die Geschichte fertig erzähle muss gesagt werden, dass Dr. Schweitzer, der Autor von verschiedenen medizinischen und botanischen Büchern, ein sorgfältiger und objektiver Beobachter und ein Freund des Philosophen Baruch Spinoza war. Schweitzer war ein geübter Kenner der Wissenschaft, ein Arzt mit Ruf und kein Freund von Betrug und Schabernack. Und doch ist das, was ich versuche zu beschreiben, im modernen Verständnis unmöglich. Der Fremde redete kurz mit Dr. Schweitzer und fragte ihn plötzlich, mehr oder weniger aus der Luft gegriffen, ob er den „Stein der Weisen“ erkennen würde, wenn er ihn sähe. Er holte daraufhin eine kleine Elfenbeindose hervor, in der „drei kleine, schwere Klumpen lagen... ...jeder ungefähr so groß wie eine Walnuss, mit einer blassen, schwefelartigen Farbe.“ Der Fremde erzählte Schweitzer, dass dies die Substanz wäre, die von den Alchimisten schon seit so langer Zeit gesucht werde. Schweitzer nahm einen Klumpen in die Hand und fragte den Fremden, ob er ein kleines Stückchen davon haben könnte. Der Fremde verneinte, doch Schweitzer konnte mit seinem Fingernagel etwas davon abkratzen. Der Besucher versprach in drei Wochen wieder zu kommen, um Dr. Schweitzer ein paar „kuriose Künste des Feuers“ zu zeigen und ging. Sobald er weg war, rannte Dr. Schweitzer in sein Labor, schmolz in einem Tiegel Blei und gab das kleine Steinstückchen hinein. Doch das Metall wurde NICHT, wie er erwartet hatte, zu Gold, sondern „fast das gesamte Blei flog davon und der Rest verwandelte sich in reine, glasige Erde.“ Drei Wochen später kam der mysteriöse Fremde zurück. Sie sprachen miteinander und der Mann verweigerte Dr. Schweitzer, die Steine nochmals zu sehen, doch zumindest „gab er mir ein Stück, das so groß ein Raps- oder Rübensaatkorn war, indem sagte: Empfange dieses kleine Stück der größten Schatzes der Welt, den wahrlich nur wenige Könige oder Prinzen gesehen haben.“ Schweitzer muss ein Jammerer gewesen sein, denn er erzählt, dass er protestiert habe, dass das Stück so klein war, dass er damit gerade vier Gramm Blei in Gold umwandeln konnte. Während er protestierte, nahm ihm der Fremde das kleine Stückchen zurück, schnitt es in die Hälfte, warf einen Teil ins Feuer und sagte: „das reicht für dich aus!“ Da bekannte Schweitzer seinen Diebstahl aus der ersten Begegnung und erzählte, wie sich die Substanz in geschmolzenem Blei verhalten hatte. Der Fremde begann zu lachen und sagte: „Du bist geschickter im Gestehen von Diebstahl, als im Anwenden deiner Medizin; denn wenn du nur dein Diebsgut in gelbem Wachs verpackt hättest, um es vor den aufsteigenden Bleigasen zu schützen, dann hätte es den Grund des Bleis durchdrungen und sich in Gold verwandelt.“ Der Fremde ging und versprach Schweitzer am nächsten Morgen zu kommen und ihm die richtige Anwendung der Verwandlung zu zeigen.
Baruch Spinoza, der in der Nähe wohnte, kam am nächsten Tag, um das Gold zu untersuchen und war überzeugt, dass Schweitzer die Wahrheit sagte. Der Goldexperte der Provinz, ein Herr Porelius, überprüfte das Metall und bezeichnete es als echt; und Herr Buectel, der Silberschmied, unterzog es weiteren Tests, die bestätigten, dass es Gold war. Die Aussagen dieser Herren bestehen bis zum heutigen Tag. Also entweder lügen hier ALLE, oder Dr. Schweitzer machte wirklich diese seltsame Erfahrung, wie er sie beschreibt. Das Interessante dabei ist, dass andere Personen über ähnliche Besuche seltsamer Männer berichten, die ihnen die Wahrheit über den alchimistischen Prozess erzählen, demonstrieren und dann mysteriös wieder verschwinden. Es geschah genügend oft in ausreichend von einander entfernten Plätzen und Zeiten, dass man annehmen kann, dass es kein abgekartetes Spiel oder eine Täuschung ist. Zwanzig Jahre vor dem Treffen von Schweitzer mit dem mysteriösen Fremden schrieb Jan Baptiste van Helmont, der für verschiedene wissenschaftliche Entdeckungen verantwortlich war und der Erste, der erkannte, dass es noch andere Gase als Luft gibt und so den Begriff „Gas“ erfand:
Sir Isaac Newton studierte bis zu seinem Tode Alchemie und war davon Überzeugt, dass die Möglichzeit zur Umwandlung existiert. Die großen Philosophen und Mathematiker, Descartes und Leibnitz waren ebenfalls beide davon überzeugt, dass die Umwandlung Realität war. Sogar Robert Boyle, der Autor des Buches The Sceptical Chymist (Der skeptische Chemiker), war sich bis zu seinem Lebensende sicher, dass eine solche Verwandlung möglich war! Warum? Diese Männer waren Wissenschaftler. Und das Argument, dass ihre Ideen oder Beobachtungen weniger wissenschaftlich gewesen wären, als die heutzutage, hält keinem kritischen Blick stand. Und nun kommen wir zu unseren möglichen Protagonisten von Oak Island. Wie gesagt gab es zu verschiedenen Zeiten Gerüchte über Alchimisten, die Unsterblichkeit erreicht haben sollen. Nicholas Flamel war einer davon. Flamel war ein armer Schreiber und Kopist. Der Geschichte nach kaufte er im Jahre 1357 ein altes, illuminiertes Buch....
Berichten zufolge war die erste Seite in goldenen Buchstaben geschrieben. Da stand: Abraham, der Jude, Priester, Prinz, Levit, Astrologe und Philosoph wünscht der Nation der Juden, verstreut durch den Zorn Gottes in Frankreich, Wohlstand. Flamel ordnete demnach dieses Manuskript recht bald als das Buch Abrahams, des Juden ein. Die Widmung war gefolgt von Flüchen auf jeden, der dieses Buch las und kein Priester oder Jude war. Doch Flamel war ein Schreiber, und er dachte, er wäre von diesen Flüchen ausgenommen, also las er es. Der Zweck des Buches bestand darin, den verstreuten Juden unverhohlene Hilfe zu leisten, ihre Steuern bei der verhassten römischen Regierung zahlen zu können, indem sie gelehrt wurden, Blei in Gold zu verwandeln. Die Anleitungen waren klar und einfach, beschrieben aber nur den letzten Teil des Prozesses. Die Anweisungen für den ersten Teil des Prozesses waren, so sagt man, auf der 4. und 5. Seite des Buches illustriert. Flamel bemerkte, dass, obwohl sie schön ausgeführt waren...
Die Geschichte besagt, dass Flamel 21 Jahre versucht hatte, jemanden zu finden, der ihm diese Bilder erklären könnte. Schlussendlich drängte ihn seine Frau nach Spanien zu reisen und nach einem Rabbi oder gelehrten Juden zu suchen, der ihm assistieren könnte. Er begab sich also auf seine berühmte Pilgerfahrt zum Schrein von Santiago de Compostela, auf die er sorgfältig kopierte Bücher des Originals mitnahm. Nachdem er von dem Schrein Andacht gehalten hatte, ging er in die Stadt Leon in Nordspanien, wo er einen gewissen „Meister Canches“ traf, einen jüdischen Physiker. Als dieser Mann die Zeichnungen sah, „war er höchst erstaunt und entzückt und freute sich, dass er sie als Teile eines Buches erkannte, die zerstört geglaubt wurden. Er tat seine Absicht kund, mit Flamel nach Frankreich zu reisen, doch auf dieser Reise starb er in Orleans. Flamel fuhr alleine nach Paris zurück. Doch offenbar musste ihm der alte Jude etwas erzählt haben, denn er schrieb:
Achtet auf das Datum, den 17. Jänner, denn es wird noch häufig vorkommen! Ein paar Monate später machte Flamel zum ersten Mal Gold. Ist das nur eine Geschichte? Nun, was stimmt und was überprüft werden kann ist, dass Flamel 14 Spitäler, 3 Kapellen und 7 Kirchen in Paris ausgestattet hat, die alle von Grund auf neu erbaut, mit großen Geschenken und Mitteln beschenkt wurden; auch die Friedhöfe wurden renoviert. „Wir haben in Boulogne genauso viel getan wie in Paris, von den vielen karitativen Zuwendungen, die wir dort vor allem Armen, Witwen und Weisen zukommen ließen, gar nicht zu reden.“ Nach Flamels Tod im Jahre 1419 begann die Gerüchteküche zu kochen. In der Hoffnung, in einem seiner Häuser etwas Verstecktes zu finden, wurden sie immer wieder durchsucht, solange bis sie völlig zerstört waren. Man erzählte sich Geschichten, dass Nicholas und Pernelle immer noch lebten. Die Geschichten, dass Nicholas und Pernelle dem Tod getrotzt haben, halten sich. Paul Lucas, eine Reisender aus dem 17. Jahrhundert traf bei einer Reise durch Kleinasien einen türkischen Philosophen, der ihm sagte, dass „die wahren Philosophen im Besitz der Geheimnisse zur Verlängerung des Lebens bis weit über 1000 Jahre seien...“ Lucas schrieb: „Ich nahm mir die Freiheit, den berühmten Flamel zu nennen, von dem gesagt wird, dass er den Stein der Weisen besessen hat, und der bereits gestorben war. Er lächelte über meine Naivität und fragte leicht belustigt: Das glauben Sie wirklich? Nein, nein, mein Freund, Flamel lebt immer noch; weder er noch seine Frau sind in die Nähe des Todes gekommen. Vor nicht einmal drei Jahren haben wir uns in Indien getrennt; er ist einer meiner besten Freunde.“ Berichten zufolge wurde Flamel im Jahre 1761 beim Besuch der Oper gesehen. Wir haben hier nun einen Hinweis auf den angeblichen „Abraham, den Juden“, der uns SCHEINBAR in die Richtung einer jüdischen Bruderschaft von Alchimisten und Hütern der Geheimnisse führt. Ich werde diese Spur jedoch nicht verfolgen, da sie die ganze Sache so kompliziert machen würde, dass wir unseren Weg aus dem Nebel niemals finden würden. Aber um euch zu beruhigen, werden ich ein paar Anmerkungen dazu machen. Es ist interessant, dass Eugene Canseliet in seinem Vorwort zu Fulcanellis „Mysterium der Kathedralen“ den Unterschied zwischen Kaballah und Cabala so dramatisch hervorhebt:
Nun ist interessant, dass die Begriffe „ Jargon“, „flüchtige Redensart“ und „ Intrige“ hier in Verbindung mit seinen vergleichenden Ausführungen über die Kaballah, die „Überlieferung“, und die Cabala, „das Pferd“ verwendet werden. Es scheint fast, dass Fulcanelli uns sagen will, dass die Kaballah, oder die Tradition, ein Ablenkungsmanöver ist. Fulcanelli selbst macht eine interessante Anmerkung in The Dwellings of the Philosophers (Die Wohnstätten der Philosophen; nicht auf Deutsch erhältlich):
Der Kern dieses kurzen Abstechers ist der: unterstelle den Juden, Freimaurern oder irgendeiner anderen Gruppe nichts, wenn du das Rätsel lösen willst. Fast jedes Thema, das wir durchgearbeitet haben, kehrte sich um und wurde unklar. Und wenn du es schon genau und klar vor dir siehst, wird es noch schwieriger sein, es zu verstehen! Kehren wir nun zu unseren angeblichen Alchimisten zurück, kommen wir ins Jahr 1745. Prinz Charles Edward Stuart, bekannt als der „junge Thronprätendent“ (young pretender), brachte die Revolution der Jakobiten im Versuch, den britischen Thron für seinen Vater, den „alten Thronprätendenten“ (old pretender), wiederzugewinnen, in Gange. Der Anlass für die Jakobiten lag im Grunde in der Schlacht von Culloden im April desselben Jahres, wo sie geschlagen wurden. Und doch lebte die britische Regierung immer in der Angst, dass die Jakobiten immer noch gemeinsam mit ihren französischen Sympathisanten etwas im Schilde führten. Als Franzose damals in London zu leben war ein Verhaftungsgrund. Diese „Spion-Hysterie“ führte zur Verhaftung vieler Franzosen auf Grund von erfundenen Verstößen. Die meisten von ihnen wurden später wieder freigelassen, doch es war für gallische Besucher eine gefährliche Zeit. Ein Franzose wurde im November dieses Jahres verhaftet. Er wurde beschuldigt, im Besitz von pro-jakobitischen Briefen gewesen zu sein. Er wurde sehr ungehalten und behauptete, dass ihm diese Briefe „untergeschoben“ worden waren. Wenn man die Stimmung zur damaligen Zeit betrachtet, ist es sehr überraschend, dass ihm geglaubt und er wieder freigelassen wurde! Horace Walpole, ein englischer Autor und Mitglied des Parlaments, schrieb über diesen Zwischenfall am 9. 12. 1754 einen Brief an Sir Horace Mann, indem er sagte:
Das ist einer der wenigen „authentischen“ Kommentare über einen der mysteriösesten Charaktere des 18. Jahrhunderts. Ein anderer Begleiter des „Grafen von Saint-Germain“, Graf Warnstedt, beschrieb Saint-Germain als den „Scharlatan, Narren, Windhund, Schwindler und Falschspieler schlechthin“. Und doch nannte er ihn auch „vielleicht einen der weisesten Männer, die je gelebt haben.“ Saint-Germain war eindeutig einer Jener, die entweder geliebt oder gehasst wurden! Er erweckte zum ersten Mal in der Wiener Schickeria Aufmerksamkeit, ca. um 1740, wo er immer nur in schwarzer Kleidung herumstolzierte. Alle anderen Leute waren bunt gekleidet, mit Satin, Spitzen und Ornamenten geschmückt und die Stoffe waren kunstvoll gestaltet; und da kommt Saint-Germain daher, in seiner düstern, schwarzen Aufmachung, umrahmt von glitzernden Diamanten an seinen Fingern, Schuhschnallen und an seiner Schnupftabakdose. Was für ein Blickfang! Wenn du in einem Zimmer voll mit Rotkehlchen, Kanarienvögeln und Blaumeisen auffallen willst, sei einfach eine Amsel! Er hatte auch die Angewohnheit, statt Geld immer eine Handvoll lose Diamanten in seinen Taschen zu haben! Da war er nun, lenkte solcherart die Aufmerksamkeit auf sich und natürlich machte er mit den lokalen Modezaren, den Grafen Zabor und Lobkowitz, Bekanntschaft, die ihn dem französischen Marshall de Belle-Isle vorstellten. Nun, es scheint, dass der Gesundheitszustand des Marschalls ziemlich angeschlagen war, doch seine Krankheit war nicht aufgezeichnet worden, deshalb kann die Behauptung, dass ihn St. Germain geheilt habe, nicht überprüft werden. Nichtsdestotrotz war er St. Germain so dankbar, dass er ihn nach Paris mitgenommen hatte und ihm Wohnungen und ein Laboratorium zur Verfügung stellte. Die Details von Saint Germains Leben in Paris sind einigermaßen gut bekannt, und zu dieser Zeit begannen die Gerüchte. Es gibt einen Bericht einer „Gräfin von B______“ (vermutlich ein Pseudonym, also müssen wir diesen Bericht mit Vorsicht genießen), die in ihren Memoiren, den Chroniques de l’oeil de boeuf, berichtet, dass, als sie bei einer Soiree der alten Gräfin von Georgy, deren verstorbener Mann um 1670 Botschafter in Venedig gewesen war, mit dieser gesprochen hatte und diese sich an Saint Germain aus ihren Tagen in Venedig erinnern konnte. Die alte Dame fragte den Grafen, ob sein Vater vielleicht damals in Venedig gewesen sei. Er verneinte und meinte, dass ER dort gewesen war! Aber der Mann, den die Gräfin gekannt hatte, war DAMALS schon mindestens 45 Jahre alt, und das vor 50 Jahren, und das schien auch das Alter des Mannes zu sein, der vor ihr stand! Der Graf lächelte und sagte: „Ich bin sehr alt.“ „ Aber dann müssen sie fast 100 Jahre alt sein“, rief die Gräfin. „Es ist nicht unmöglich“, antwortete der Graf. Er erzählte daraufhin ein paar Details, welche die Dame überzeugten, dass es wirklich er war, den sie in Venedig gekannt hatte. Die Gräfin rief: „Ich bin schon überzeugt. Ihr seid ein höchst außergewöhnlicher Mann, ein Teufel!“ „Um Himmels Willen!“, schrie Saint Germain so laut, dass es jeder im Raum hören konnte. „Nicht solche Namen!“ Er begann überall zu zittern und verließ sofort den Raum. Eine ziemlich dramatische Einführung in die Gesellschaft, oder? Stimmte das wirklich oder war es das Werk eines sehr cleveren Betrügers? Nahm er absichtlich den Namen eines lang verstorbenen Mannes an, über den er viel wusste und täuschte und betrog dann auf eine Weise, die uns heutzutage sehr bekannt ist? War er ein Quacksalber oder wirklich ein Mann voller Mysterien? In jedem Fall war das der Beginn der „Legende“ und vieler weiterer Geschichten ähnlicher Natur, die sich in der gehobenen Gesellschaft wie ein Lauffeuer verbreiteten. Saint Germain goss offenbar Öl ins Feuer, indem er Dinge sagte, wie zum Beispiel, dass er die „heilige Familie“ sehr gut gekannt hatte und auch zum Hochzeitsfest in Kanaan eingeladen war, wo Jesus Wasser in Wein verwandelt hatte. Er ließ zufällig die Bemerkung fallen, dass er „immer schon gewusst hatte dass es mit Jesus ein böses Ende nehmen würde.“ Er wäre auch ein guter Freund von Anna, der Mutter der Jungfrau Maria, gewesen und hatte auch deren Heiligsprechung beim Konzil von Nicaea im Jahre 325 n. Chr. vorgeschlagen! Was für ein Kerl! Bei jeder Gelegenheit wusste er etwas dazu zu sagen! Bald fraßen dem Grafen Louis XV und seine Mistress, Madame de Pompadour, aus der Hand. Es KÖNNTE auch so gewesen sein, dass er ein französischer Spion in England war, als er dort eingesperrt worden war, weil er später für den vertrauensseligen König von Frankreich einige zwielichtige Geschäfte erledigt hatte. Im Jahre 1760 sandte Louis XV Saint Germain als seinen persönlichen Bevollmächtigten nach Den Haag, um ein Darlehen mit Österreich auszuhandeln, dass Frankreich nach dem siebenjährigen Krieg gegen England wieder auf die Beine helfen sollte. Während seines Besuches in Holland hatte der Graf jedoch mit seinem Freund Casanova, ebenfalls ein Diplomat in Den Haag, eine Auseinandersetzung. Casanova versuchte daraufhin mit allen Mitteln Saint Germain in Misskredit zu bringen, aber er scheiterte. Man muss sich fragen, was Casanova entdeckt oder herausgefunden hatte, dass er plötzlich so über Saint Germain gedacht hatte. Aber Saint Germain machte sich auch andere Feinde. Einer dieser Feinde war der Duc de Choiseul, der Außenminister von König Louis. Er hatte entdeckt, dass Saint Germain die Möglichkeit eines Friedensschlusses zwischen England und Frankreich ausgelotet hatte, doch der Duc konnte den König überzeugen, dass dies ein schlimmer Betrug gewesen wäre, und so musste der Graf über England nach Holland fliehen. In Holland lebte er unter dem Namen „Graf Surmont“ und arbeitete daran, genug Geld zusammen zu bekommen, um Laboratorien einrichten zu können, wo er dann Lacke und Farben herstellte und sich mit seinen alchimistischen Experimenten beschäftigte. Alle Berichte aus dieser Zeit besagen, dass ein bis zu einem GEWISSEN Maß dabei erfolgreich war, denn er verließ Holland mit 100.000 Gulden! Danach wurde er in Belgien gesehen, als „Marquis de Monferrat“. Er richtete mit „dem Geld anderer Leute“ ein weiteres Laboratorium ein, bevor er wieder verschwand. (Beginnen wir hier ein Muster zu sehen?) Über einige Jahre hinweg, gibt es Berichte über Saint Germain aus den verschiedensten Teilen Europas, und im Jahre 1768 tauchte er am Hof von Katharina der Großen auf. Die Türkei hatte Russland soeben den Krieg erklärt, und Saint Germain strich seine Vorzüge als wertvoller Diplomat hervor, da er ein „Insider“ der französischen Politik wäre. Bald war er ein Ratgeber von Graf Alexei Orlow, dem Anführer der russischen Streitkräfte. Orlow ernannte ihn zu einem hochgradigen Offizier der russischen Armee und Saint Germain erhielt einen englischen Decknamen, „General Welldone“. Sein Erfolg in Russland hätte es ihm ermöglicht, sich auf seinen Lorbeeren auszuruhen, doch das tat er nicht. 1774 tauchte er in Nürnberg auf und wollte von brandenburgischen Marktgrafen, Karl Alexander, Geld. Er verwendete damals den Decknamen (offenbar war es ihm nicht mehr genug, nur ein Graf oder Marquis zu sein) Prinz Rakoczy von Transsylvanien! Der Marktgraf von Brandenburg war natürlich beeindruckt, als Graf Orlow in Nürnberg auf Staatsbesuch war und „den Prinzen“ wärmstens empfahl. Doch später, als der Marktgraf ein paar Nachforschungen anstellte, fand er heraus, dass der ECHTE Prinz Rakoczy unzweifelhaft bereits tot war und der falsche Prinz in Wahrheit nur der Graf Saint Germain war! Saint Germain setzte dem nichts entgegen, sondern entschied offenbar, dass es nun an der Zeit war, weiter zu reisen. Der Duc de Choiseul, Saint Germains alter Feind, behauptete, dass der Graf im Auftrag von Friedrich dem Großen unterwegs war. Doch das stimmte zu diesem Zeitpunkt wahrscheinlich nicht, denn Saint Germain hatte an Friedrich einen Brief mit der Bitte um Unterstützung geschrieben gehabt. Doch Friedrich hatte ihn ignoriert, und es wäre eigenartig gewesen, wenn der Graf in seinen Diensten gestanden WÄRE, wie de Choiseul dachte. Doch wie viele Betrüger, die niemals entmutigt sind und nicht wissen, wann es an der Zeit aufzuhören ist, ging Saint Germain nach Leipzig und stellte sich Prinz Friedrich August von Brunswick als Freimaurer vierten Grades vor. Nun war es aber so, dass Friedrich August der Großmeister der preußischen Freimaurerloge war, also war dies WIRKLICH ein dummer Schachzug von Saint Germain, da sich bald herausstellte, dass er KEIN Freimaurer war! Dies gilt im Allgemeinen für alle Betrüger... ihre Egos verursachen möglicherweise ihren Niedergang! Der Prinz forderte Saint Germain heraus, denn er kannte die geheimen Zeichen nicht und schickte ihn als Betrüger weg. 1779 war Saint Germain ein alter Mann um die 60 Jahre, der weiterhin behauptete, viel älter zu sein. Er muss gelernt haben, sein Ego zu bändigen, denn in Eckenforde, in Schleswig, Deutschland, gelang es ihm, dem Prinzen Karl von Hesse-Kassel zu gefallen. Damals bestand ein Teil seines Betruges darin, ein Mystiker zu sein, denn es ist aufgezeichnet, dass er zu Prinz Karl gesagt hatte:
Klingt eher wie der Beginn einer weiteren Betrügerei! Nichts als ein reines Füttern des Egos des Prinzen, um dann mit all seinem Geld abzuhauen! Am 27. Februar 1784 starb Saint Germain im Haus des Prinzen Karl in Eckenforde. Dort wurde er auch begraben und der Prinz ließ einen Grabstein errichten, auf dem stand:
Und dann ließ der Prinz alle Aufzeichnungen des Grafen vernichten, „sie könnten ansonsten falsch interpretiert werden.“ Angeblich gibt es Beweise, dass der Graf NICHT gestorben sei. Viele Okkultisten behaupten, dass er immer noch lebt! Das Mysterium von Saint Germain besteht hauptsächlich auf Grund seiner unklaren Herkunft. Ein Bericht besagt, dass er im Jahre 1710 in San Germano als Sohn eines Steuereintreibers geboren wurde. Ephilas Levi, der Okkultist aus dem 19. Jahrhundert, sagte, dass Saint Germain in Lentmeritz in Böhmen geboren wurde und ein Bastard von einem Edelmann war, der auch ein Rosenkreuzer war. Es IST bekannt, dass er ein Sprachengenie war und fließend Französisch, Deutsch, Englisch, Niederländisch und Russisch sprechen konnte. Er selbst behauptete auch Chinesisch, Hindi und Persisch fließend sprechen zu können, doch es gab niemanden, der dies überprüfen konnte. Und wir bemerken auch, dass Horace Walpole sagte, dass er ein fantastischen Geiger, Sänger und Maler war, obwohl keine seiner angeblichen Künste bis heute erhalten blieb. Er konnte angeblich Juwelen malen, die wie echte Juwelen glitzerten. Es bestehen auch viele Beweise, dass Saint Germain ein Experte für Juwelen war – er hatte behauptet, diese Kunst mit dem Schah von Persien studiert zu haben! In jedem Fall wird berichtet, dass er einen gesprungenen Diamanten für Louis XV repariert hatte, der mit dem Ergebnis außerordentlich zufrieden war. Saint Germain besaß auch ein enormes Wissen über Chemie in allen damals bekannten Fachrichtungen. Die vielen Laboratorien, die er mit geborgtem Geld einrichtete, waren alle dazu da, um hellere und bessere Pigmente und Farben herzustellen und seinen alchimistischen Studien zu dienen. Dann bestand sein Ruf als Heiler. Er heilte nicht nur den Marschall de Belle Isle, sondern auch einen Freund von Madame Pompadour, der sich eine Pilzvergiftung zugezogen hatte. Saint Germain nahm NIEMALS gemeinsam mit anderen Nahrung zu sich, was offenbar zu seinem Plan gehörte, die Aufmerksamkeit auf sich zu lenken. Er konnte an einem Tisch sitzen, wo alle anderen in den vorzüglichsten und leckersten Gerichten schwelgten und nichts essen und trinken. Casanova schrieb:
Colin Wilson, Autor von Das Okkulte (The Occult), dachte, dass Saint Germain Vegetarier gewesen sein muss. Letztendlich ist das EIGENTLICHE Rätsel, neben seiner Herkunft, wobei diese beiden Punkte etwas miteinander zu tun haben könnten, WOHER Saint Germain all dieses spezifische Wissen bezogen hat? Natürlich waren nicht alle, denen er begegnet ist, von seinen Talenten beeindruckt, wie wir gesehen haben. Casanova ließ sich von ihm unterhalten, und trotzdem schrieb er, dass er ein Betrüger und Scharlatan sei. Er schrieb:
Graf Alvensleben, ein preußischer Botschafter am Dresdner Hof schrieb 1777:
Ich weiß nicht wie es euch geht, aber ich habe ein paar Menschen bislang in meinem Leben getroffen, auf die diese angesprochenen Qualitäten zutreffen. Ich bin von einem oder zwei sogar eine Zeit lang getäuscht worden. Es sieht so aus, als ob es ein Leichtes wäre, jemanden mit Eigenschaften wie Saint Germain loszuwerden. Aber im Falle des Grafen stehen wir vor einem Problem. Welche dieser Geschichten handeln wirklich von ihm? Die Sache verdichtet sich! Berthold Volz forschte in den 1920er Jahren bei diesem Thema genau nach und entdeckte, zumindest wird es so behauptet, dass der Duc de Choiseul, der auf den Grafen überaus eifersüchtig war, einen Doppelgänger-Betrüger angeheuert hatte, der sich überall als Saint Germain ausgegeben hatte, der übertrieb und sich wie ein Idiot benahm, damit der Graf in schlechtem Licht dastand. Oder ist das wieder nur eine weitere Geschichte, die entweder auf Wunschdenken beruht oder welche die Legende erhalten soll? Ist uns diese Lockvogeltaktik nicht schon klar? Vermutlich hat Saint Germain gegenüber Marie Antoinette die französische Revolution vorhergesagt, die angeblich in ihrem Tagebuch geschrieben hatte, dass sie es bereue, seinen Rat nicht beherzigt zu haben. Da ich diesen Eintrag nicht gesehen habe, kann ich mich dafür auch nicht verbürgen. Aber meiner Meinung nach war es damals nicht so schwierig, dies vorherzusehen, wenn man das politische Klima der damaligen Zeit bedenkt! Es wird gesagt, dass Saint Germain im Jahre 1785, ein Jahr nach seinem angeblichen Tod, in Wilhelmsbad gesehen wurde, und das in Begleitung des Zauberers Cagliostro, des Hypnotiseurs Anton Mesmer und des „unbekannten Philosophen“ Louis Claude de St. Martin. Doch das sind Gerüchte. Dann soll er vermeintlich nach Schweden gegangen sein, um im Jahre 1789 König Gustavus III von einer Gefahr zu warnen. Dann besuchte er eine Freundin, Mademoiselle d’Adhemar, die sagte, dass er immer noch wie 46 aussehen würde! Offenbar sagte er ihr, dass sie ihn noch fünfmal sehen würde, und sie behauptete, dass dies auch wirklich eingetreten sei. Angeblich besuchte sie der Graf zum letzen Mal in der Nacht vor dem Mord am Duc de Berri im Jahre 1820. Und wiederum kann das nicht bewiesen werden. Napoleon III ordnete eine Kommission an, die das Leben und die Aktivitäten von Saint Germain untersuchen sollte, doch die Ergebnisse dieser Kommission wurden bei einem Brand im Hotel de Ville in Paris im Jahre 1871 zerstört – viele glauben bis heute, dass das kein Zufall war. Ich denke mir dabei, dass der einzige Grund solch einen Bericht zu vernichten darin liegt, dass er bewiesen hätte, dass der Graf ein Betrüger war. Das Resultat dieses Brandes ist, dass die Legende weiterlebt; es ist deshalb wahrscheinlich, dass der Bericht der Kommission der Legende Schaden angerichtet und sie als normalen Betrug beiseite geschafft hätte. War dies für die Legende hilfreich, so hat es auch nicht verändert, was damals schon der Fall war; dass die Menschen glauben, dass Saint Germain so etwas wie ein übernatürliches Wesen war. So muss die Zerstörung des Berichtes, wenn sie geplant war, dazu gedient haben, den Status Quo zu erhalten. Eine der nächsten Spuren der Legende führt zu Helena Blavatsky, die behauptete, dass Saint Germain einer der „verborgenen Meister“ war, gemeinsam mit Christus, Buddha, Appollonius von Tyana, Christian Rosenkreutz, Francis Bacon und anderen. Nach dem 2. Weltkrieg reiste eine Gruppe Theosophen nach Paris, wo ihnen mitgeteilt wurde, dass sie den Grafen treffen würden; doch er kam nicht. Und schlussendlich wurde 1972 im französischen Fernsehen ein Franzose namens Richard Chanfray interviewt. Er behauptete Saint Germain zu sein und verwandelte vor laufender Kamera auf einem Campingkocher Blei in Gold! Und wir dürfen nicht auf die jüngeren „Kommunikationen“ vergessen, die der Graf mit der Anführerin der Church Universal and Triumphant, Elisabeth Clare Prophet, gehabt haben soll. Am Ende finden wir bei der Geschichte um Saint Germain Lügen und Verwirrung. Aber wir sind bereits daran gewöhnt und haben gelernt, anders zu denken. Und wenn Saint Germain ein Betrüger war, dass haben wir genau und sorgfältig über diejenigen nachzudenken, die ihn als ihre „Verbindung“ im esoterischen Sinn angeben! Während des 19. und 20. Jahrhunderts verlor die Alchemie mit dem Aufstieg der experimentellen Wissenschaft an Gunst. Es war die Zeit solch brillanter Namen wie Lavoisier, Priestley und Davy. Daltons Atomtheorie und eine Vielzahl von Entdeckungen in Chemie und Physik machten allen „seriösen“ Wissenschaftlern klar, dass die Alchemie nur ein „mystischer“ und, im besten Fall, harmloser Zeitvertreib ohne wissenschaftlichen Wert war. Organisationen wie Golden Dawn und Ordo Templi Orientes ersonnen einen verzerrten Mischmasch aus Schnipseln von Alchemie und orientaler Philosophie, und rührten das Ganze in die magischen Traditionen des westlichen Europas. Doch diese Stückwerke sind eindeutig verdrehte Kopien, die hauptsächlich aus reinem Wunschdenken entstehen. Wenn man tief die sogenannten „Eingeweihten“ dieser „Systeme“ studiert, wird man immer wieder mit den Archetypen der „gescheiterten Magier“ konfrontiert, so dass man nur den Kopf schütteln kann und sich an die Warnungen der großen Alchimisten erinnern muss, dass diejenigen, die in sich nicht diesen „besonderen Zustand“ entwickeln, der für das „große Werk“ notwendig ist, nur Unheil als Ergebnis erhalten. Meiner Meinung nach besteht kein Zweifel, dass solche Gruppierungen sich an einer Art „Alchemie“ oder „Magie“ versuchen, und es besteht auch kein Zweifel, dass sie dann und wann wirklich Verbindungen zu „Kraftquellen“ heraufbeschwören. Doch im Allgemeinen zeigt die Betrachtung dessen, was aus diesen Quellen gelernt werden kann, eine Tendenz in Richtung großes Wunschdenken, oder sogar in die Richtung einer möglichen Herrschaft durch die Kräfte der Dunkelheit in der Verkleidung als „Engel des Lichts“. Nichtsdestotrotz verkündete im Jahre 1919 der britische Physiker Ernest Rutherford, dass er die erfolgreiche Verwandlung eines Elements in ein anderes geschafft hatte: Stickstoff in Sauerstoff! Zugegeben, sein Verfahren und seine Ergebnisse glichen in keinster Weise der Arbeit der Alchimisten, doch er hatte das Beharren der meisten Wissenschaftler der damaligen Zeit widerlegt, dass solch eine Verwandlung unmöglich wäre. Tatsächlich wurde bekannt, dass radioaktive Elemente schrittweise „zerfallen“, dabei abstrahlen und „Tochterelemente“ produzieren, die noch weiter zerfallen. Eine solche Kette beginnt zum Beispiel mit Uran und ergibt als Endprodukt Blei. Die Frage lautete also, ob dieser Prozess auch umgekehrt werden kann? Oder welches Ergebnis bringt eine solche Kette, wenn mit einem anderen Element begonnen wird? Franz Tausend, ein 36jähriger Chemiker aus München, hatte eine Theorie über die Struktur der Elemente, die eine eigenartige Mischung aus Pythagoreismus und moderner Chemie. Er veröffentlichte ein Pamphlet mit dem Titel „180 Elemente, deren Atomgewicht und Eingliederung in das harmonisch-periodische System.“ Er dachte, dass jedes Atom eine Schwingungsfrequenz besitze, die für das Element charakteristische seien, je nach Gewicht des Atomkerns und der Anordnung der Elektronen um ihn. Spätere Untersuchungen ergaben, dass dieser Teil seiner Überlegungen richtig war. Tausend nahm jedoch weiters an, dass Materie durch Hinzufügen der richtigen Substanz zum Element „manipuliert“ werden kann, das dadurch seine Schwingungsfrequenz verändert und so zu einem anderen Element wird. Zuf&a |