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Kommentar aus: Zeichen der Zeit


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Zeichen der Zeit

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4. Februar 2004



Wir sprechen oft über "Objektivität" in den "Zeichen der Zeit"-Seiten und das Bedürfnis diese in unseren Alltag einzubauen. Wir wissen aus ständiger eigener Erfahrung, daß Objektivität nicht einfach zu erreichen ist. Es verlangt fortlaufende und hartnäckige Anstrengungen, und zeichnet sich unverändert durch wiederholtes Misslingen aus, bevor irgendeine erfolgreiche Maßnahme erreicht werden kann. Die Gesellschaft ist gegenwärtig derart strukturiert, jegliche objektive Beobachtung auszuschließen. Dank den Massenmedien, wird unser Verstand ständig mit unterschiedlichen "Hirn-Bonbons" gefüttert. Um unsere Leser in der schwierigen Aufgabe der objektiven Beobachtung unserer Umgebung zu unterstützen, präsentieren wir ihnen heute eine Übersicht der Natur des Lebens auf der Erde, von einem reinen objektiven Standpunkt aus gesehen.

Stellen sie sich vor, daß sie die Erde mit eine sehr starken Teleskop von irgendwo aus dem Weltall beobachten. Dieses Teleskop kann ihnen von jedem Punkt der Erde detaillierte Nahaufnahmen liefern, doch können sie nichts hören. Sie können nur sehen. Vergessen sie alles, was sie über die "Prinzipien des biologischen Lebens" wissen. Vergessen sie das, wovon sie glauben was lebende Dinge sind oder wie diese "sich zu verhalten haben". Nun, was sehen sie?

Das erste was ihnen auffällt ist, daß die Oberfläche der Erde voller Aktivität ist. Dies schließt Bereiche unter dem Erdboden und bis tief in der Ozean mit ein. Die Aktivität auf der Oberfläche des Planeten besteht aus einer immensen Anzahl von "lebenden Dingen" in unterschiedlichen Farben und Formen, die sich gegenseitig im Kreise auffressen.

Zudem stellen sie fest, daß es eine Klasse von diesen "lebenden Dingen" gibt, die grundsätzlich bewegungslos sind, unfähig dem "Gefressen werden" zu entkommen. Tatsächlich scheinen sie keine Einwände gegen das "Gefressen werden" zu haben. Vielleicht wenn sie wegrennen KÖNNTEN, dann würden sie dies tun, doch sie können nicht, somit sieht es nur so aus, als ob sie keine Einwände hätten. Doch die Tatsache ist, daß diese unbeweglichen Wesen (sie können diese "Pflanzen" nennen) die Tatsache gefressen zu werden, zu ihrem Vorteil ausnutzen. Durch das "Gefressen werden" sind diese oft in der Lage sich in weit entfernte Gegenden auszubreiten, die sie sonst nie aus eigener Kraft hätten bevölkern können.

Doch offensichtlich nehmen es alle anderen lebenden Wesen übel, gefressen werden. Sie machen oft gewaltige Anstrengungen um NICHT gefressen zu werden.

Inzwischen müssen sie zur Schlussfolgerung gekommen sein, das dieser Planet eine monströse Umgebung ist und abscheulich gefährlich um zu existieren. Schon lernen wir von der Natur.

Nichtsdestotrotz, wenn man die Situation auf eine andere Weise betrachtet, dann fängt man an zu bemerken, daß viele der lebenden Dinge grundlegende Ähnlichkeit in Form und Verhalten haben, was wiederum dazu führt, daß man zur Schlussfolgerung kommt, daß sie ALLE vielleicht etwas gemeinsam haben. Nach etwas Überlegung, kommt man auf den Gedanken, daß diese Gemeinsamkeit die "Fähigkeit Futter aufzunehmen und umzuformen" ist. Dieser Prozess der Umformung von Futter scheint auf Reproduktion und Zunahme gerichtet zu sein. Wenn das lebende Wesen dieses Ziel erreicht hat, so fängt der Organismus an schlechter zu funktionieren und zu sterben. Doch dieser Tod ist nicht das Auslöschen des Lebens in all den "Einzelteilen" des verstorbenen Wesens, weil diese durch andere Lebensformen aufgenommen und in neuem tierischen oder pflanzlichen Leben wiederverwertet werden.

Doch wenn man die Sache noch genauer betrachtet, dann entdecken wir, daß sogar die Dinge, die nicht als fähig betrachtet werden, Futter aufzunehmen und umzuformen, ein Teil des Zyklus sind. Solch Dinge wie Mineralien werden ein Bestandteil des Zyklus und nehmen am Prozess durch diverse chemische Reaktionen teil.

Somit betrachten wir vielleicht ein noch grundlegenderes Prinzip: dasjenige der Fähigkeit der Reaktion. Das wesentliche/vitale Phänomen ist dasjenige der Reaktion.

Doch um eine Reaktion zu erhalten, oder Leben, muss es Aktion und Widerstand gegen Aktion geben.

Aktion + Widerstand = Reaktion/Leben. Schon haben wir wieder etwas von der Natur gelernt. Es gibt ZWEI fundamentale Kräfte die eine dritte Kraft auslösen.

Somit fangen wir an zu überlegen, daß all diese vielen lebenden Wesen die wir beobachten, einen gemeinsamen, einfach aufgebauten Ursprung haben. Wir fangen an zu glauben, daß diese nicht nur die Manifestationen eine einzigen Quelle, sondern daß diese alle über einen immensen Zeitraum ihr Aussehen verändert haben. Und wir kommen nun zur kritischen Frage des WIE und WARUM dieser endlose Prozess der Veränderung geschehen ist.

Natürlich können wir die erste Frage in einem einfachen Sinn leicht verstehen: das Wie der Veränderung entsteht durch die Reproduktion. Diese Wesen die wir beobachten und kein ewiges Leben haben, fangen so früh wie möglich in ihrem Lebenszyklus damit an, sich zu vermehren.

Nun kann man in einer stabilen und statischen Umgebung davon ausgehen, daß alle Kreaturen genau gleich wären. Diese würden Kopien ihrer selbst erzeugen, die vom Anfang bis zum Ende gleich wären. Doch muss man noch etwas anderes berücksichtigen. Der Planet wird andauernd mit kosmischer Strahlung unterschiedlicher Art bombardiert, die die "Blaupausen", die die Gleichheit der Nachkommen mit deren Eltern bestimmen, beeinflussen. Manchmal werden diese "Blaupausen" oder genetische Kode auf die eine oder andere Art verändert. Viele dieser veränderten Kopien überleben nicht - tatsächlich, die meisten nicht. Doch ab und zu schon, und dieses vermehrt sich. Und manchmal hat die veränderte Kopie eine Fähigkeit, die besser ist als das Original. Diese Individuen vermehren sich nicht nur, sie gedeihen.

Somit können wir hier ein gewisses Muster aufsteigen sehen: die Variationen biologischer Systeme haben damit zu tun, ob eine Variation einer Kreatur den Wettbewerb des schrecklichen planetaren Spieles von Leben und Tod überlebt oder nicht. Es ist klar das die Gefahr omnipräsent ist und nur die kräftigsten und anpassungfähigsten überleben. Um sich einer Umgebung anpassen zu können ist eine sorgfältige Beobachtung dieser nötig. Dies ist eine weitere wichtige Regel die die Natur uns lehrt.

Dieser schreckliche Ausblick ist was wir sehen, wenn wir die Natur betrachten. Nun, was sollen wir davon halten? Ist es gedankenlose Grausamkeit, oder sinnvolle, durch irgendeine Kraft oder Gesetz gesteuerte Aktivität? Wenn es sinnvolle Aktivität ist, was genau könnte diese Absicht sein? Wenn wir einmal in der Lage sind, die "verschlingende" Natur unserer Welt objektiv zu betrachten, dann sind wir in der Lage zu entscheiden, wie unsere persönliche Reaktion auf dieser Wirklichkeit sein wird. Tatsächlich, wir sind vielleicht in der Lage weiterhin an der "Fressorgie" der Lebens teilzunehmen, oder wir können unsere Energie dahin verwenden eine mögliche Alternative zu finden.



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